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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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schauer ? tz-chauthal.
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Cr siehet die Enden der Erde. und schauet Alles, was unter
dem Himmel ist, Hiob 28, 24. Er schaue: alle ihre Gänge, Hiob 34, 21. Der HErr schauet vom Himmel auf der Meuscheu Kinder, daß
er sehe, ob Jemand klug sei, und nach GOtt frage, Ps. 14, 2.
Ps. 53, 3. Ps. 102, 20. Zach. 9, 1. Die Augen des HErrn schauen an allen Orten, beides die Bösen
und Frommen, Sprw. 15, 3. auf die heimlichen Winkel, Sir.
23, 23.
z. 2. b) In Ansehung des Willens I) seine Gnade, Gunst, Hülfe und väterliche Fürsorge (sein Augestcht siehet auf den, der redlich ist, Ps. 11, 7.), Ps. 80, 15. II) Zorn, Rache und Strafe zn bezeichnen.
1) Schaue doch, und erhöre mich, HGrr, mein GOtt, Ps. 13, 4.
GOtt, unser Schild, schaue doch; siehe an das Reich deines Gesalbten, Ps. 84, 10.
So schaue nun vom Himmel, und siehe herab von der heiligen herrlichen Wohnung, Esa. 63, 15.
HErr, schaue und siehe doch, wen du doch so verderbet hast. Klaget. 2, 20. Schaue und siehe an unsere Schmach, c. 5, I.
2) Der HErr schauete auf der Egypter Heer, 2 Mos. 14, 24. Ja schaue die Hochmüthigen, wo sie sind, Hiob 40, 7.
§. 3. V) Von Menschen, und zwar sowohl von den leiblichen als geistigen Augen, I) mit in die Höhe gerecktem Haupt etwas sehen, 1 Mos. 19, 28. 4 Mos. 23, 9. II) beständig und anfmerksam, Hiob 35, 5. mit Ueberlegung betrachten.* III) mit Vergnügen.**
* Kommet her und schauet die Werke des HErrn, Ps. 46, 9. Schauet doch und sehet, ob ein Schmerz se,, wie mein Schmerz,
Klagel. 1, 12.
Schauet die Lilien auf dem Felde:c., Matth. e, 28. ** Sie schauen und sehen ihre Lust an mir, Pf. 22, 18. Zu schauen die schönen Gottesdienste, Ps. 27, 4. (S. Gottes-
dienst §. 6.)
§. 4. IV) Mit demüthiger Ehrfurcht beherzigen, so daß die Ueberlegung die Dankbarkeit und Heiligkeit des Lebens zu Gefährten habe.
Ich rede, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege,
Ps. 119, 15. Darum schaue die Güte und den Ernst GOttes, Röm.
11, 22.
8. 5. V) Mit gläubiger Zuversicht und Vertrauen auf GOtt sehen, Esa. 17, 7. Daher spricht das Häuflein der Frommen oder die wahre Kirche, welche nnter dem großen Haufen der Gottlosen verborgen, aber GOtt bekannt ist:
Ich aber will auf den HErrn schauen, und des GOttes, meines Heils, erwarten; mein GOtt wird mich hören. Mich. 7, 7.
z. 6. VI) GOtt ewig von Angesicht zu Angesicht sehen, und der himmlischen Güter genießen, Ps. 17, 15. So wenig wir jetzt schon dieses Schauen verstehen können, so läßt sich doch ahnen, daß es mit der nähesten Mittheilung GOttes, mit der innigsten Gewißheit von seiner Liebe, und also mit der höchsten Seligkeit verbunden sein müsse.
Denselben werde ich mir sehen, und meine Augen werden ihn
schauen, und kein Fremder, Hiob 19, 27. Wann werde ich dahin kommen, daß ich GOtteZ Angesicht schaue
(in vsseutlichm Kirchenuersannnlungen und dort ewig in der Se-
liakeit), Ps. 42, 3. Selig find, die reines Herzens sind, denn sie werden GOtt
schauen, Matth. 5, 8. Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen, 2 Cor. 5, 7.
8- 7. Es heißt auch ein Land auskundschaften, 4 Mos. 32, 8. auf etwas geuau Acht haben, Sprw. 31. 27. weissagen, Esa. 30, 10. einen besuchen, Gal. 1, 18.
Schauer (Zudst.)
Prophet. Weissager, weil sie GOtt in Entzückungen das Künftige, als stände es da, im Gesichte erblicken ließ, 2 K'ön. 17,13. Mich. 3, 7. Esa. 30,10.
Z. B. Gad, i Chr. 82, 9. c. 30, 29. Ieddi, 2 Chr. 9, 23.
Schauer (HHoot.)
Hütte, in welcher es schattigt, kühl und gleichsam schaurig ist, Hiob 27, 18.
Schauern
Von der Haut. Ein Zeichen der Fnrcht und des Schreckens, Ps. 119, 120.
Schaufel
War von Kupfer, und wurde damit die Asche vom verbrannten Opfer vom Altar geräumt, 2 Mos. 27,3. Ier.52, 18.
Schäuflein
Das war ein kleines Grabscheit, welches die Leute am Gürtel und die Krieger am Gewehrgehenke stets tragen mußten, 5 Mos.'23, 13.
Schaum
§. 1. a) Des Wassers, Hos. 10, 7. b) die Nn-reinigkeit, welche nnter den Metallen, Gold und Silbers., vermischt.
Man thue den Schaum vom Silber; so wird ein reines Gefäß
daraus, Sprw. 25, 4.
§. 2. Figürlich a) die Gottlosen, welche je zuweilen einen guten Schein haben, aberinnerlich voll Bosheit sind, endlich von den Frommen abgesondert und weggeworfen werden, b) Menschenfatzungen, welche mit dem Wort GOttes von Kindern der Bosheit vermengt werden.
a) Das Haus Israel ist mir zu Schaum (Schlacken) geworden, Ezech. 22, 18. 19.
b) Dein Silber ist Schaum geworden, Esa. 1, 22. 25. (S. Getränk §. 2.)
Schäumen
I) Wenn der Gäscht vor dem Munde steht, Marc. 9, 18. 20. Luc. 9, 39. II) Unbedachtsam und häufig Reden heraus stoßen.
Der Mund der Gottlosen schäumet Böses, Sprw. 15, 28.
Schauplatz
Ein öffentlicher Ort, wo vieles Volk zusammen kam, wenn z. B. Reden gehalten, Spiele angestellt, die zum Tode Vernrtheilten mit wilden Thieren kämpften, oder sonst abgestraft wurden, A.G. 19, 29. 31.
Schauspiel
Diese Spiele waren bei den Heiden gebräuchlich, und wurden, um den Zuschanern Gelächter und Ve-lnstignng zu machen, angestellt. Zum Tode Verur-theilte mußten entweder mit sich selbst oder mit wilden Thieren kämpfen. Zum Schauspiel werden heißt, Jedermann zur Kurzweil und Verspottung werden, Ezech. 28, 17. Böse Engel und Menschen sahen an der Trübsal, Verfolgnng und Elend der Apostel ihre seindselige Lust, Ebr. 10, 33. Gute Engel dagegen beobachteten ihre Kämpfe mit Theilnahme und Beifall. Der Christ soll nicht vergessen, daß er auch unsichtbare Zuschauer seines Thnns und Leidens hat.
Wir sind ein Schauspiel geworden der Welt und den Engeln und den Menschen, 1 Cor. 4, 9.
Schauthal
Heißt Jerusalem, die Propheten- oder Schauer-Stadt, welche an und unter dem Berge Zion tiefer lag, Esa. 22, 1. 5.