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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Schilfmeer ? Schlachten.
Der HErr ist meine Stärke und mein Schild, auf ihn hoffet
mein Herz, und mir ist geholfen, Pf. 23, 7. Unfere Seele harret auf den HErrn; er ist unsere Hülfe und
Schild, Pf. 33, 20. Pf. 115, 11. 9. Denn GOtt, der HErr, ist Sonne und Schild, Pf. 84, 12. Der HErr ist unfer Schild, Pf. 89, 19. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, Ps. 91, 4. Du bist mein Schirm und Schild; ich hoffe auf dein Wort, Pf.
119, 114.
Er wird Heiligkeit nehmen zum unüberwindlichen Schilde, Weish. 5, 20.
§. 4. IV) GOttes Wort, womit man, wenn es gläubig angenommen und angewendet wird, alle Anläufe und Versuchungen des Satans abschlagen, überwinden und alle Hindernisse, die auf der Reise durch die Welt ins himmlische Canaan gelegt werden, aus dem Wege räumen kann. Besonders ist der Glaube an Christum die mächtige Waffe, wodurch der Christ siegt; der Glaube an Christum, als das ewige Wort GOttes, siegt über Anfechtungen vor Zweifel; der Glaube an die unendliche Gültigkeit seiner Versöhnung über die Bangigkeit wegen seines Gnadenstandes und der künftigen Seligkeit; der Glaube an Christi Beistand und Herrschaft über das Verzagen an dem Gelingen des von GOtt angewiesenen Werkes.
Alle Worte GOttes sind durchläutert, und sind ein Schild denen, die auf ihn trauen, Sprw. 30, 5.
Vor allen Dingen ergreift den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöfchen könnet alle feurige Pfeile des Bo'fewichts, Eph. s, is.
Schilf,
meer
iob 8, 5sa. 19,
11. Bild eines 6. c. 35, 7. der
§. 1. Meergras.
glückseligen Zustandes,
Heuchelei.
Moses wurde in den Schilf am Ufer des Wassers gelegt, 2 Mos.
2, 3. 3.
Schilf bedeckte mein Haupt, Ion. 2, 6. Sollte das ein Fasten sein ? baß ein Menfch ? seinen Kopf
hänge, wie ein Schilf? Efa. SS, 2.
§. 2. Das Schilfmeer. So heißt das rothe
Meer (s. Roth §. 1.) weil viel Schilf an dessen
Ufer wuchs, 2 Mos. 10, 19. c. 13, 18. Ps. 106, 7.
Da erfoff die Macht Pharaos, 2 Mos. 15, 4. Iof. 2, 10.
Und er schalt das Schilfmeer, Pf. 106, 9.
Der daZ Schilfmeer theilte in zwei Theile, Pf. 136, 13.
Schinden
Einen an dem Semigen verkürzen, Unrecht thun. Ausfressen mit allem Vorrath, 2 Cor. 11, 20. Die Fremdlinge sollst du nicht fchinden, noch unterdrücken,
2 Mos. 22, 21. s Mos. 23, 16. Ier. 22, 3. Die Wittwen und Waifen fchinden sie, Ezech. 22, ?. 29.
Schinder
Solche, welche einen in Verfolgungen unterdrücken und ihm die Haut gleichsam über die Ohren ziehen wollen. Die einen auf alle Art und Weife betrüben, Esa. 51, 23. c. 49, 26.
Schinderei
I) Eine Bosheit, durch welche alle Tugenden Schaden leiden. Alle Gottlosigkeit. II) Geldpresserei, wo man nichts als Gewaltthätigkeiten übt.* Der HErr läßt die Seele des Gerechten nicht Hunger leiden;
er stürzt aber der Gottlofen Schinderei, Sprw. 10, 3. Er wartet auf Recht, siehe, fo ist es Schinderei, Efa. 5, 7. " Das Volk wird Schinderei treiben, Einer über den Andern,
Efa. S, 5.
Schirm
Ein verborgener Ort, wo man zur Zeit der Gefahr sich sicher aushalten kann. a) Von menschlicher
Bedeckung und Hülfe, Esa. 16, 4. Nah. 2, 6. Sir. 6, 30. b) Göttlicher Schuh und vorsichtige Bedeckung wider die Feinde und alles Nnglück.* Wir haben die Lüge unfere Zuflucht und Heuchelei unfern Schirm
gemacht (wir haben uns hinter die Lügen gesteckt), Efa. 26,
15. 17.
" Du bist mein Schirm, du wolltest mich vor Angst behüten,
Pf. 32, 7.
Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet, Pf. 91, 1. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, Pf. 91, 4. Du bist mein Schirm und Schild: ich hoffe auf dein Wort, Pf.
119, 114.
Es wird ein Schirm sein über Alles, was herrlich ist, Efa. 4, 5.
(S. Herrlich ß. 4.) Er ist ein gewaltiger Schutz ? ein Schirm wider die Hitze, Sir.
34, 19.
Schlacht
z. 1. I) Buchstäblich von Niederlagen, die im Kriege geschehen, wenn streitende Parteien sich unter einander erlegen.
That Abraham an Kedor Laomor, 1 Mos. 14, 17. Iofua an den Ammoritern, Iof. 10, 10. 20. Iephthah an eben diefen, Richt. 11, 33. die Philister an Ifrael, 1 Sam. 4, 10. 17. Ionathan, i Sam. 14, 14. 30. David an den Philistern, i Sam. 19, 8. Ahab an den Syrern, i Kon. 20, 21.
z. 2. II) Bildlich von gewaltigen, stark erschütternden Strafgerichten GOttes, Esa. 65, 12. wodurch auch wohl dies oder jenes Volk (die Heiden) vertilgt wird, 5 Mos. 7, 23.
z. 3. III) Wenn Christus mit geistlichen Waffen seines Worts todten und lebendig machen wird, Pf. 110, 6. Andere erklären es von Christi Sieg wider alle geistliche Feinde, die er bezwungen.
Schlachtbank
I) Worauf die Schafe geschlachtet werden, Ier. 11, 19. II) Von einer gewaltsamen Niederlage der Menschen, Ier. 48, 15. c. 50, 27. c. 51, 40. Da er gestraft und gemartert ward, that er seinen Mund nicht
auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführet wird, Efa.
53, 7.
Schlachten
z. 1. I) Einem Vieh die Gurgel abstechen und es zum Opfer oder zum Essen schlachten, Esa. 22, 13.* (Anch bildlich von den geistlichen Opfern des N. T., Ier. 33, 18. 1 Petr. 2, 5.) Abraham will seinen Sohn Machten, i Mos. 32, 10. Vom Osterlamm, 2 Mos. 12, s.
Wer einen Ochfen Machtet, ist eben, als der einen Mann erschlüge, Efa. 66, 3. (S. Schaf ß. 1.) Mit Schlachten (bei Götzenopferu) vertiefen sie sich, Hof. 5, 2.
f. Ezech. 23, 39. * Mein Mastvieh ist gefchlachtet, Matth. 22, 4. oergl. Sprw.
9, 2.
Bringet ein gemästetes Kalb her und Machtet es, Luc. 15, 23.
27. 30. Stehe auf, Petre, und Machte und iß, A.G. 10, 13.
z. 2. II) Einen Menschen, wie ein Vieh, umbringen, 2 Petr. 2, 12. Z. V. es sind geschlachtet worden:
Die BaalZpfaffen, 1 Kön. 18, 40. die Kinder ÄhabZ, 2 Kon.
10, 7. 42 Mann von Ahasjas Familie, ib. v. 14. die Kinder ZedekiaB, 2 Kön. 25, 7.
Die Gottlosen ziehen das Schwert aus ? und Machten die Frommen, Pf. 37, 14.
§. 3. GOtt läßt die Gottlosen umkommen, damit seine Gerechtigkeit offenbar werde, Esa. 14, 21. c. 34, 6. Ier. 12, 3. c. 25, 34.
Darum hat er sie gefchlachtet in der Wüste, 4 Mos. 14, 16. (Vas wäre ja deine Ehr« verkleinern, wenn es die Heiden sagten.)
Du hast gewürget am Tage deines Zorns, du hast ohne Barmherzigkeit gefchlachtet, Klagel. 2, 21.
Das Schwert ist geschärft, daß es Machten soll, Ezech.
31, 10.