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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Schlächter ? Schlafen,
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Schlächter
Dieser war der König Nebucadnezar, Ier. 46, 20.
Schlachtopfer, Schlachttag
Schlachtopfer ist das Opfervieh, das man todten mußte, Amos 5, 25. mit dem die Menschen, wenn sie GOtt ans sserechter Strafe todten läßt, verglichen werden, Ier. 46, 10. Ezech. 39, 17. 19. Zeph. 1, 7.8. Der Schlachttag ist die Zeit, wo das letzte, entscheidende, den Untergang bringende Strafgericht GOttes hereinbricht, Iac. S, 5. vergl. Offb. 19, 17. 18.
Schlachtschaf
Znm Schlachten bestimmte Schafe bilden die elenden verlaßnen Juden und ersten Christen ab, welche geängstet, geplagt und ohne Bedenken getödtet wurden.
Wir werden ja um deinet willen täglich erwürget und sind gehalten, wie Schlachtschafe, Pf. 44, 23. Röm. 6, 36.
So spricht der HErr, mein GOtt: hüte der Schlachtschaft, Zach. 11, 4. 7.
Schlacken
Was der Schanm von Gold und Silber ist, das sind die Gottlosen unter den übrigen Menschen, besonders aber in der Kirche. Du wirfst alle Gottlosen auf Erden weg wie Schlacken, Ps.
119, 119.
Schlaf, s. Schlafen
z. 1. I) Der natürliche ist der Znstand, wo die Empfindung der äußern Sinne und die bewnßte Bewegung der äußern Glieder des Leibes aufhört, und der Mensch neue Kraft sammelt. Da nun Jacob von seinem Schlaf erwachte, i Mos. 23, 16. Gin Weib hatte ihren Sohn im Schlaf erstickt, 1 Kon. 3, 19. In der Nacht, wenn der Schlaf auf die Leute fällt, Hiob
4, 13.
Und sind wie ein Schlaf; gleichwie ein Gras, das da bald welk
wird, Pf. 90, 5. Wie lange liegest du. Fauler? wann willst du aufstehen von
deinem Schlaf? Sprw. 6, 9. Liebe den Schlaf nicht, daß du nicht arm werdest, Sprw.
20, 13. Wer arbeitet, dem ist der Schlaf süß, er habe wenig oder viel
gegessen, Pred. 5, 11. Daß auch einer weder Tag noch Nacht den Schlaf siehet mit
seinen Augen, Pred. 6, 16.
Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, Matth. 1, 24. Und ihre Augen waren voll Schlafs, Matth. 26, 43. Petrus aber, und die mit ihm waren, waren voll Schlafs. Luc.
0, 32. CutychuS sank in einen tiefen Schlaf, A.G. 20, 9.
8. 2. II) Der außerordentliche.
GOtt ließ einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, i Mos.
2, 21.
Ein tiefer Schlaf fiel auf Abraham, ib. c. 15, 12. Denn es war ein tiefer Schlaf vom HErrn auf sie gefallen, 1 Sam. 26, 12.
z. 3. Der Schlaf JEsu auf dem Schiffe, Matth. 8, 23?27. war zwar natürlich, aber doch absichtsvoll, denn er schlief a) um die unsündlichen Schwachheiten der menschlichen Natur zu heiligen, b) um seine stille Ruhe bei allem Toben äußerlicher Dinge zu erkennen zu geben, Ps. 93, 3. 4 f. c) um die Semen zn prüfen und zum Wachen und Beten zu erwecken, Marc. 4, 35. 40. Luc. 8, 25. Esa. 43, 2. d) um uns Hoffnung zur Ruhe zu geben, Matth. 11, 28. Offb. 14, 13. e) um seinen zukünftigen Todesschlaf anzuzeigen. Hieher gehört auch der außerordentlich und von GOtt gewirkte tiefe Schlaf des ersten Adams, 1 Mos. 2, 21. mit einer Verglei-chung auf das Gegcnbild, den zweiten Adam, Christum IEsum. Adam entschlief und der HErr baute
ihm eine Gehülfin ans seiner Seite, und als er erwachte, führte Er dieselbe ihm zu, als seine Brant. Der zweite Adam war entschlafen, und aus seiner eröffneten Seite wurde ihm eine Braut geheiligt, seine Gemeine, mit der er sich in Ewigkeit verlobte bei seinem Erwachen und Auferstehen.
z. 4. III) Der Sündenschlaf ist der verderbte Znstand, wo das Gewissen ganz unterdrückt, und der Mensch sich nicht mehr der Schuld und Strafbarkeit der Sünde vor GOtt bewußt ist. Das Ohr merkt nicht auf die Stimme der treuen Wächter; das Auge sieht nicht das helle Licht der Klarheit des Evangeliums, und das Gefühl will den Zorn GOttes nicht achten, Ier. 5. 3. Solche Schlafende liegen in der Wiege der Eitelkeit und sündlichen Lüste, haben gar keinen Willen, etwas Gutes zu thun, und lassen sich noch recht wohl dünken, daß die Wiege der Sicherheit von dem Satan hin und her bewegt wird. Wache auf, der du schlafest ic., Eph. 5, 14. sonst widerfährt dir, was Ieremias sagt.'
Der HErr hat euch einen Geist des harten (wo man nicht auf-zuwecken ist, wie Adam, 1 Mos. 2, 21. doch aus anderer Ar suche) Schlafs eingeschenket (Über euch aus gerechtem Gericht mit Entziehung seiner Gnade) und eure Augen zugethan, eure Propheten und Fürsten, sammt den Sehern hat er geblendet, Gsa. 29, 10. (Mit der Vecke verhängt.) 2 Cor. 3, 13. (S. Erbittert §. 2.)
Und weil wir solches wissen, nämlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, sintemal unser Heil jetzt näher, denn (als) wir es glaubten, Röm. 13, 11. vergl. Eph.
5, 14.
* Ich will sie mit ihrem Trinken in die Hitze fetzen, und will sie trunken machen, daß sie fröhlich werden, und einen ewigen Schlaf schlafen, von dem sie nimmermehr aufwachen sollen, Ier. 51, 39.
z. 5. IV) Der Tsd. Der Schlaf überfällt alle Menschen, anch nnversehens, damit sie von ihrer Arbeit ausrnhen und nach der Erqnicknng wieder anfstehen. Alle Menschen müssen sterben, Ebr. 9, 27. haben ihre bestimmte Zeit, Hiob 14, 5. Pred. 3, 1. 2. welche sie nicht wissen, Pred. 9, 12. ruhen im Tode von aller ihrer Arbeit, Offb. 14,13. dem Leibe nach in der Erde, in Hoffnung der Anferste-hnng znr ewigen Freude und Wonne, da bereits die Seele in GOttes Hand ist. V) Der ewige Tod, Ier. 51, 39.
So ist ein Mensch, wenn er sich leget, und wird nicht aufstehen, und wird nicht aufwachen, so lange der Himmel bleibet, noch von seinem Schlaf erwecket werden (nämlich zn diesem Leben), Hiob 14, 12.
z. 5. VI) Ein Theil am Haupt, Richt. 4, 21. 22. c. 5, 26.
Schlafen
z. 1. I) Schlafen a) natürlich.
2 Mos. 22, 27. S Mos. 24, 13. 1 Kö'N. 3,' 20.
Saul schlief in der Wagenburg, 1 Sam. 26, 7.
Glia unter einem Wachholder, i Kön. 19, 5.
Und die mich jagen (Wiirmer), schlafen nicht, Hiob 30, 17. (A.. Schmerzen. A.: die Pulsadern rulien nicht.)
Seinen Freunden giebt er es schlafend, Pf. 127, 8. (S. Reich-thnm ß. 6.)
Ich will meine Augen nicht schlafen lassen, noch meine Augenlieder schlummern, Ps. 132, 4.
Legest du dich, so wirst du dich nicht fürchten, sondern süß schlafen, Sprw. 3, 24.
Sie (die Gottlosen) schlafen nicht, sie haben denn Uebel gethan, Sprw. 4, is.
Ja schlaf noch ein wenig, schlummere ein wenig, schlage die Hände in einander ein wenig, daß du schlafest (faullenzest), Sprw. 6, 10. c. 24, 33.
Faulheit bringt Schlafen, Sprw. 19, 15.
Die Fülle des Reichen läßt ihn nicht schlafen, Pred. S, 11.
Bewahre die Thüre deines Mundes vor der, die in deinen Ar-MM schläft, Mich. 7, 5.
Wer mit einem Narren redet, der redet mit einem Schlafenden, Sir. 22, 6.
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