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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Sehend ? Seit.
395
z. 14. XIV) Das, was man steht, genießen, Hiob 20,17.
Und er sahe die Ruhe. daß sie gut ist, 1 Mos. 49, 15. Gedenke, daß mein Leben ein Wind ist, und meine Augen nicht
wieder kommen zu sehen das Gute, Hiob 7, 7. Ich glaube aber doch, daß ich sehen werde das Gute des HErrn
im Lande der Lebendigen, Ps. 27, 13. Wer dem Sohn nicht glaubet, der wird das Leben nicht sehen,
Joh. 3, Zs. Wer leben will, und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge,
1 Petr. 3, 10.
Sehend
Isaac kam von dem Brunnen des Lebendigen und Sehenden,
1 Mos. 24, 62.
Wer hat den ? Blinden oder Sehenden gemacht? 2 Mos.
4, 11.
Geschenke machen die Sehenden blind, 2 Mos. 23, 8.
Der HErr machet die Blinden sehend, Ps. 146, 6.
Ein hörendes Ohr und sehendes Auge, die machet beide der HErr,
Sprw. 20, 12. Mit sehenden Augen sehen sie nicht, Matth. 13, 13. 14. Esa.
6, 9. 10. Marc. 4, 12.
Sei sehend, dein Glaube hat dir geholfen, Luc. 18, 42. Da ging er hin und wusch sich, und kam sehend, Joh. 9, 7.
Seher
So hießen anfänglich die Propheten, 1 Sam. 9, 9. 2 Sam. 15, 27. weil sie aus GOttes Offenbarung zukünftige Dinge vorher sahen. Eure Propheten und Fürsten, sammt den Sehern (die d« mei-
neu. sie sehen gar viel) hat er geblendet, Gsa. 29, 10. vergl.
2 Cor. 3, 15.
Du Seher, gehe weg, und fliehe in das Land Iuda, und iß Brod daselbst ? des Königreichs Haus, Amos 7, 12. 13.
Sehet, s. Siehe
Sehet, welch ein Mensch! Joh. 19, 5. Pilatus wollte den Juden durch dieses Ermunterungswort Christi armselige Gestalt zu Gemüthe führen, und sie dadurch zum Mitleiden bewegen. Im Sinne des Christen Aufruf, Christum als den Menschen ohne Gleichen in seiner Leidens-Herrlichkeit zu erkennen. Sehet da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, i Mos.
1, 29.
Sehet, das ist das Blut des Bundes, 2 Mos. 24. 8. Sehet, euer GOtt, der kommt zur Rache, Esa. 35, 4. Sehet, das Reich GOttes ist inwendig in euch, Luc. 17, 21.
lS. Inwendig ß. 2.)
Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, 2 Cor. S, 2. Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater «zeiget, i Joh.
3, i.
Sehne, Senne
a) Die Schnur oder Saite am Bogen, Armbrust, womit die Bolzen oder Pfeile abgeschnellt werden, b) GOttes gerechte Heimsuchung.
Siehe, die Gottlosen spannen den Vogen, und legen ihre Pfeile auf die Sehnen, damit heimlich zu schießen die Frommen, Ps. 11, 2. (Ii>r Wille ist allezeit bereit, Schaden zu thnu.)
b) Mit deiner Sehne wirst du gegen ihr Antlitz zielen, Pf. 21, 13.
Sehnen
Gin Verlangen nach einer Sache haben, und nicht Nuhe finden, bis man ihrer habhaft, 1 Mos. 31, 30. Mit ängstlichem Seufzen verlangen.
Sichems Herz nach Dina, 1 Mos. 34, 8.
Wie ein Knecht sich sehnet nach dem Schatten, Hiob 7, 2.
Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen deZ HErrn, Ps. 84, 3.
Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort, Ps. 119, 82.
Alle Creatur sehnet sich mit uns (indem fte in Folge des Fluchs durch Schuld des Menschen in einen verdorbenen, entarteten Zn> stund aeratlien, spricht sie unbewußt da» Verlangen nach der Wiederherstellung du ursprünglichen Zuftnndes nus),'Röm. s, LZ. (S. Creatur z. 4.)
Nicht allem aber sie, sondern auch wir (Gläubige) selbst ? sehnen uns auch (mit Seufzen bei uns selbst) nach der Kindschaft :c., ib. u. 23. 2 Cor. S, 2. 4.
Seide, Seidenrock
§. 1. I) Ein kostbarer Zeug; eine reine Leinwand, welche die gemeine Seide weit übertraf und dem Gold gleich geachtet wurde, Ezech. 16,10.13. Ezech. 27, 16. Fürstliche Tracht, Ezech. 23, 6. Seide. V'O ist Byssus; was streitig, ob es Baumwolle oder Leinen war. Das Letztere nimmt Mhr 1. o. I. 263?265. an, weil es mit 1I, 2 Mos.
39, 28. c. 28, 39. vergl. mit 3 Mos. 6, 3. c. 16,
4. 23. vertauscht wird. Die gezwirnte Seide, 2 Mos. 26, 1. 31. 36. c. 27, 9. ist dichtes, festes Leinenzeug, nicht netz- oder gitterartig. Die Farbe dieses Vyssus (Oähr S. 288. 310.) ist weiß, von ausnehmender Reinheit und Glanz, daher bei der Priesterkleidung Symbol der Reinheit, der Heiligkeit (ebd.
5. 338?340) und bei der Stiftshütte stellen die seinen Zeuge, welche ihre Umhänge und das Innere der Wohnung bilden, vermöge ihrer Leichtigkeit und Feinheit, gleichsam ihrer ätherischen Beschaffenheit, den Bau als etwas Aethensches, vom Himmel Gekommenes, der himmlischen Welt Angehöriges dar. (Ebd. S. 300.) ? Das, was Luther
durch Seidenrock übersetzt, ^Q, 2 Mos. 28, 4.
31?35. c. 39, 22?24. war das Dberklcid, ein an den Leib sich anschließendes, bis auf die Knie reichendes Kleid, nur mit Armlöchern, von blauer Farbe, durchaus gewoben; Bild der bundesgesetzlichen Würde und der Ganzheit. (Oähr 1. o. II. 97?99. 120 ff.) II) Zarte Leinwand, Ezech. 27, 7.
Die vorhin in Seiden (zärtlich) erzogen find, die müssen jetzt im
Koth liegen, Klagel. 4, s. So wohl bei dem, der Seide und Krone trägt, als bei dem, der
einen groben Kittel an hat, Sir. 40, 4. Aaron hatte «inen Seidenrock, 2 Mos. 26, 4. 34. i Sam.
28, 14.
z. 2. III) Die vollkommene Gerechtigkeit des Glaubens, Offb. 19, 8.
Seift
Ist das Kraut Borith oder Seifenkraut, woraus man im Orient Asche gebrannt und Seife gesotten. (Von Mal. 3, 2. s. Feuer z. 12.)
Wenn du mich mit Lauge wüschest, und nähmest viel Seife dazu, Iev. 8, 22.
Seigen, s. Kameel Seil
z. 1. I) Ein Strick, 2 Mos. 35,19. Ier. 38, 6. 11.12. Richt. 16, 7. II) Das, was aus Stricken gemacht wird, die Vögel zu fangen. Ein Bild der Gottlosen, a) Rathschläge und Gewalt, womit sie Andere zu drückeu, b) zu verderben und zu fällen suchen. Sie knüpfte das rothe Seil ms Fenster, Ios. 2, 21. 15. 18.
a) Der HErr, der gerecht ist, hat der Gottlosen Seile abgehauen,
Ps. 129, 4.
b) Die Hoffärtigen legen mir Stricke, und breiten mir Seile aus zum Netz, Ps. 140, 6.
z. 2. III) Die Glaubens- und Lebensregel. (S. Band z. 4.) Die Seile der Liebe. Hos. 11, 4. sind
die unzähligen Wohlthaten, die GOtt seinem Volk erwiesen, und wodurch er sie auf eine sanfte, zwanglose Weise zum Gehorsam und znr Liebe reizen wollte. Die Ausführung aus Ggypten, der mit ihnen gemachte Bund, der Gottesdienst 3c. sind Merkmale jeiner leutseligen Liebe, wodurch er s'c