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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Stecken ? Stehlen.
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8. 3. III) Christi Hirtenamtssorge. Dein Stecken und Stab trösten mich, Pf. 23, 4.
Stecken (verduul)
Siehe, nun steckst du in deinem Unglück, denn du bist ein Bluthund, 2 Sam. is, 8. Die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir, Hiob s, 4. Pf.
36, 3.
Ein Narr hat nicht Lust am Verstand; sondern was in seinem
Herzen steckt (dnrnn, daß er seines Herzens Begierde lasse aug»
brechen), Sprw. 13, 2. Thorheit steckt dem Knaben (fest) im Herzen (als wenn sie ange»
bunden wäre), Sprw. 22, 15. Wenn ein Wort im Narren steckt, so ist es eben, als wenn ein
Pfeil in der Hüfte steckt, Sir. 19, 12. Wie «in Nagel in der Mauer zwischen zween Steinen steckt: also
steckt auch Sünde zwischen Käufer und Verläufer, Sir. 27,
2. 3.
Ein Undankbarer läßt seinen Erlöser stecken (denkt in seinem
Herzen nicht mehr an ihn), Sir. 29, 23. Höre nun das Gebet Israels, die dem Tode im Rachen stecken
(oi« gleichsam lebendig todt find), Bar. 3, 4.
Stehen
z. 1. I) Auf den Füßen. II) Aufhören, sich zn bewegen, Ios. 3,16. c. 10,12.
Aaron stand zwischen den Todten und Lebendigen, 4 Mos. IS, 43.
z. 2. III) Seine Berufs- und Amtsarbeit abwarten, wie denn die Diener meist zu stehen pflegen. Von den Engeln, welche bereit sind, GOttes Befehle auszurichten und ihm zu dienen, 1 Kön. 22,19. 2Chr. 18,13. Offb. 7, 9.11.*
5 Mos. 10, 3. 1 Kön. I, 2. Ps. 134, I. Ezech. 8, 11.
Joseph vor Pharao, i Mos. 41, 46.
Selig sind deine Leute und deine Knechte, die allezeit vor dir
stehen, 1 Kön. 10, 6. Siehest du einen Mann endelich in seinem Geschäfte, der wird
vor den Königen stehen, Sprw. 22, 29. * Taufendmal 1000 dieneten ihm, und 10000 mal 10000 (uicl
1000 mal 1000) standen vor ihm, Dan. 7, 10.
z. 3. Von GDtt zeigt es seine hülfreiche Allgegenwart an, 2 Mos. 17, 6. (S. Necht z. 6.)
GOtt stehet in der Gemeine GOttes, Pf. 32, i.
Siehe, ich sehe den Himmel offen, und des Menschen Sohn zur
Rechten GOttes stehen (als bereit ihm ;n helfen und lmznstthe«),
A.G. 7, 55.
z. 4. IV) S. Bestehen.
Wer kann vor dir stehen, wenn du zürnest? Pf. 7S, S. Nah.
1, 6.
Wir aber stehen (immerfort) aufgerichtet, Pf. 20, 9.
8» 5. V) In einer Sache gegründet und standhaft sein, wie diejenigen, die Wacht halten; oder wie Soldaten, die wider den Feind mit geistlichen Waffen angethan männlich stehen und aushalten, 2 Thesf. 2, 15. Die der Sünde abgestorben, leben in Christo, und streiten unter diesem Held wider die geistlichen Feinde.
Du stehest aber durch den Glauben; sei nicht stolz, sondern fürchte
dich, Rom. 11, 20.
Er steht, oder fällt seinem HErrn, Rom. 14, 4. Wer sich läßt dünken, er stehe, mag wohl zusehen, daß « nicht
falle, i Cor. 10, 12. Wachet, stehet im Glauben, seid männlich und seid stark, 1 Cor.
1«, 13.
Denn ihr stehet im Glauben, 2 Cor. i, 24. So stehet (Luc. 12. 35.) nun, umgürtet eure Lenden mit Wahrheit, Eph. s, 14. Nun sind wir lebendig, dieweil ihr stehet in dem HErrn, 1 Theff.
3, 9.
Daß das die rechte Gnade GOttes ist, darinnen ihr stehet (in welche ihr verfetzt seid), 1 Petc. 5, 12.
z. 6. Stehende werden in der heiligen Schrift den Gefallenen entgegen gesetzt, und sind also die, welche in der Gottseligkeit unbeweglich und ohne Abwechselung des Guten und Bösen beharren, 1 Thesf. 3, 8. Röm. 11, 20. Die Buße der Stehenden besteht barin, daß sie immer das Bewußtsein ihrer Sünde und Unwürdigkeit erneuern, und daß das
in der Wiedergeburt angefangene Werk der Heiligung zu größerer Vollkommenheit gelange. Das Ziel', von dem man sich wendet (tormiuns a quo), sind die Ueberbleibsel der Sünde, oder die noch anklebenden Schwachheiten im Verstande, Willen und Leidenschaften, welches auch der alte Mensch genannt wird; tsrmilmg aä gnsm ist das Wachsthum der geistlichen Kräfte, die fernere Herstellung des Ebenbildes GOtteS im Verstande, Willen und Affecten, welches der neue Mensch heißt, Eph. 4, 24.
z. 7. "VI) Von dem Zustande und der Beschaffenheit einer Sache, Esa. 35,1. 2. Joel 1,10.
Wie steht es mit euch? Richt. 19, 8.
Mit deiner Hand hast du es erfüllet, wie es heutiges Tages
siehet, 2 Chr. 6, 15. Das Land stehet jämmerlich, Esa. 24, 4. Ier. 5, 30. c. 23, 10.
Hos. 4, 3.
z. 8. VII) Wenn etwas in eines Gewalt steht. In deiner Hand steht Kraft und Macht; in deiner Hand
steht es, Jedermann groß und stark zu machen, 1 Chr.
30, 12. Nei GOtt steht die Kraft zu helfen und fallen zu lassen, 2 Chr.
25, 8.
Die Zahl seiner Monate steht bei dir, Hiob 14, 5. Meine Zeit steht in deinen Händen, Pf. 31, IS. Unsere Hülfe stehet im Namen des HErrn, Ps. 124, 8. Tod und Leben steht in der Zunge Gewalt (jedoch unter GOttes
heiliger Regierung), Sprw. 18, 21. Des Menschen Thun steht nicht in seiner Gewalt, Ier. 10, 23.
(S. Macht §. 8.) Israel, du bringest dich in Unglück, denn dein Heil stehet allein
bei mir, Hof. 13, 9. Das Regiment auf Erden steht in GOttes Händen, Sir.
10, 4. Das Reich GOttes stehet nicht in Worten, sondern in Kraft,
1 Cor. 4, 20. vergl. c. 2, 4.
z. 9. Nach etwas trachten: nach dem Leben,* der Seele stehen.** Warum habe ich denn nach Weisheit gestanden? Preo.
2, is.
Stehe nicht nach höherm Stande, Sir. 3, 22. Die Heiden, die nicht nach der Gerechtigkeit gestanden, Röm.
», 30. (S. Gerechtigkeit §. 3.) » Die Leute sind todt, die nach deinem Leben standen, 2 Mos.
4, 19.
Saul nach dem Leben Davids, 1 Sam. 20, 1. Wer nach meinem Leben stehet, der soll nach deinem Leben stehen,
1 Sam. 22, 23. Der von meinem Leibe gekommen ist, stehet mir nach meinem
Leben, 2 Sam. 16, 11. Ich bin allein übergeblieben, und sie stehen mir nach meinem
Leben, Rom. 11, 3. ** Behüte mich ? vor meinen Feinden, die um und um nach
meiner Seele stehen, Pf. 1?, 9. Es müssen sich schämen und gehöhnet werden, die nach meiner
Seele stehen, Ps. 35, 4. Pf. 40, 15. Die mir nach der Seele stehen, stellen mir, Ps. 3S, 13. Ps.
63, 10.
Der Haufe der Tyrannen stehet mir nach meiner Seele, Ps. 66,
14. Pf. 54, 5.
Stehlen, s. Diebstahl
z. 1. I) Einem das Seinige mit Gewalt, unter oder ohne Schein des Rechten entwenden.
Nahel stahl ihres Vaters Götzen (nm ihn Vielleicht Von dem Götzen-
dienst abzuführen), 1 Mos. 31, 19. Du sollst nicht stehlen, 2 Mos. 20, 15. b Mos. 5, 19. noch
lügen, 3 Mos. 19, 11. Wer einen Ochsen oder Schaf stiehlt, ? soll fünf Ochfen und
vier Schafe dafür geben, 2 Mos. 22, 1. Geld oder Geräthe zweifältig, ib. v. 7. Stiehlt es ihm aber ein Dieb (aus seinem Hanse oder seiner Heerdt
in seiner Gegenwart), fo soll ers seinem Herrn bezahlen, 2 Mos.
22, 12. Oder wo ich zu arm würde, möchte ich stehlen, Sprw.
30, 9.
Stehlen hat überhanb genommen, Hos. 4, 2. Sehet zu, daß nicht gestohlen sei. Tob. 2, 21. Gs schcime sich ein Nachbar des Stehlens, Sir. 41, 20. 22. Saget, sein« Jünger kamen des Nachts und stahlen ihn, da wir Platth. l
schliefen, Matth. 2S, 13. c. 27, «4. Du predigest, man solle nicht stehlen, und du stiehlst, 2, 21.
N6«
Röm.