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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Trauerkammer ? Trefflich.
von dem Uebel befreiet zu leben. Die göttliche oder ?Traurigkeit nach GDtt" ist eine theils voll GOtt bewirkte, theils seinem Willen gemäße wohl-gefällige Betrübniß über die Sünde, verbunden mit Glaubeu an seine vergebende Gnade in (5hristo. Diese ist GOtt wohlgefällig, und dem Sünder heilsam; während die Traurigkeit der Welt, d. h. der Weltlichgesinnten nur der natürliche schmerz ist über Schaden und Schimpf, den uns die Sünde gebracht, wo man eigentlich über diese gerechte Oronnug GOttes murrt, nicht die Sünde, sondern nur ihre Folgen los sein möchte, und so in Numuth und Verzweiflung gcräth.^ Laß die Traurigkeit aus deinem Herzen, und thue das Uebel von
deinem Leibe, Prcd. 11, 10. Zu schaffen den Traurigen zu Zion, daß ihnen ? Freudenöl
für Traurigkeit gegeben werde, Esa. 61, 3. Traurigkeit tödtet viele Leute, und dienet doch nirgend zu, Sir.
30, 25. 24.
Des Herzens Traurigkeit schwächet die Kräfte, Sir. 38, 19. 20. Laß die Traurigkeit nicht in dein Herz; sondern schlage sie von
dir, und denke ans Ende, ib. v. 21. Ihr aber werdet traurig sein; doch eure Traurigkeit soll in
Freude verkehrt werden, Joh. 16, 20?Z2. Alle Züchtigung, wenn sie da ist, dünket sie uns nicht Freude,
sondern Traurigkeit zu sein, Ebr. 1Z, 11. Eller Lacheit verkehre sich in Weinen, und eure Freude in Traurigkeit, Iac. 4, 9. " Die göttliche Traurigkeit wirket zur Seligkeit eine Neue, die
Niemand gereuet; die Traurigkeit aber (unch) der Welt (Art)
wirket den Tod, L Cor. 7, 10.
§. 2. Traurig siud geweseu: (S. Betrübt §. 2.)
Der Schenke und Bäcker, 1 Mos. 40, 6. 7. David wegen Ab-saloms, 2 Sam. 18, 33. die Jünger, Luc. 22, 45. der Oberste, Luc. 16, 23. Christus, Matth. 26, 37. Petrus, Joh. 21,17. Paulus, Röm. 9, 2. Z Cor. 2, 5. 7.
z. 3. Göttliche Traurigkeit besteht in Empfin-dung der Süude selbst, Ps. 51, 5. 6. 10. entsteht aus dem Gefühl des durch die Sünden gereizten göttlichen Zorns, Ps. 6, 2?8. 38, 7. Ebr.' 10, 31. (S. Buße §. 7.) Es muß also seiu eine Traurigkeit nach EM- die GOtt fordert, Iac. 4, 9. und selbst wirkt, Ps. 51, 10. die aus Erkenntniß GOt-tes und sowohl seiner Liebe, als seines Zorns und Gerichts entsteht, und die für GOtt und wider die Sünde gerichtet ist, 2 Cor. 2, 5. 7. dabei es einem nm GOtt, und seine volt uns verletzte Ehre zn thun ist, Ps. 51, 6. die uns zu GOtt treibt, Ier. 3, 21. 23. und uns GOtt gleichgesinnt macht, daß wir beginnen zu hassen, was er haßt, Ier. 3,25. Die Grade der göttlichen Traurigkeit rühren her a) aus demUuterfchicd des natürlichen Temperaments, b)des vorigen Znstandes, wenn man lange in Sünden gelebt oder viel Gelegenheit znr Bekehrung gehabt, ? c) ans der Liebe GOttes, je größer diese in dem Herzen ist, desto größer wird auch die Traurigkeit, Matth. 26, 75. Luc. 7,38. d)aus der Erkenntniß der Heiligkeit GOttes, e) aus der Weisheit und Treue GOttes, 1 Cor. 10, 13. 2 Cor. 2, 7. f) aus der Betrachtung des Leidens Christi, Zach.12,10. g) ans der lebhaften Vetrachtnng des eignen und Andrer Sündenelends, Röm. 9, 1?3. Ier. 9, 1. 13, 17. 14, 17. Klagel. 1, 16. Sie hat drei Staffeln. I) Die erste ist eine gar gelinde Traurigkeit, wo GOtt zwar die Sünde auch zu erkennen giebt, daß man sich darüber betrübt und sie ernstlich haßt, das Gemüth aber in der Angst und Betrübniß nicht lange stecken läßt, sondern bald mit Liebe und Trost an 'sich zieht, A.G. 2, 37. II) Die andere Staffel, welche auch die gemeinste ist, dringt zumal bei der ersten Buße tiefer und gewaltiger ein, Sir. 4,18.19. Da deckt GOtt dem Sünder seine Greuel recht auf, und zerschlägt und zermalmt das Herz mit Macht,
Luc. 18, 13. III) Die dritte Staffel ist die aller-heftigste Traurigkeit, wo GOtt Etliche recht ins Angstmccr hineinführt, wie David also sein Schrecken litt, daß er schier verzagte, Ps. 88, 16. 38, 2?11. 18, 5. 6. Inzwischen kommt es nicht auf die Größe der Traurigkeit an, sondern auf die Aufrichtigkeit des Hasses'der Sünde. Man überlasse sich GOtt und seiuer Führung, und richte anch Andere nicht, weun sie GOtt anders, als uus führt, Joh. 21, 18. 21. Je lauterer und gründlicher die Traurigkeit ist, desto stärker und erquickender ist auch der Trost der Bcguadiguug, und desto lebendiger und kräftiger der Trieb, GOtt sich ganz hiuzugebcu. Kräftige Wcheu geben eine kräftige Wiedergeburt, Joh. 16, 21.
Trauerkammer, Trauerkleid ?c.
Gehet in die Trauerkammer, und fitzet in der Asche, Mich.
1, 10. Alle Fürsten am Meer ? werden in Trauerkleidern gchcn,
Ezech. 26, 16. Richte dir auf Grabzeichen, setze dir Trauermaale, Ier. 31, 21.
(S. Gralizeicheu.) Eure Feiertage sollen zu Trauertagen werden, Tob. 2, «.
Trauter
Daran man seine Freude, Lust und Vergnügen hat. Ein LusMnd.
Ist nicht Ephraim mein theurer Sohn, und mein trautes Kind? Ier. 31, 20.
Trebern
Luc. 15, 16. Sind eigentlich die leeren Hülsen von Beeren, Schoten, vom Schwed. Drakt, und dieses von Dra^a, die äußere vorn Korn abgezogene Schale. Aber das Griechische bedeutet die Schoteu vom Iohannisbrodbanm; eine Nahrung für die Aermsteu und für das Vieh. Daher 1. 0. Vezeich-uung des änßersten Darbens; wie denn überhaupt Trebern ein Bild siud aller Weltgenüsse, als leer an Gehalt und die Seele nicht befriedigend.
Treffen
§. 1. a) Finden; widerfahren, betreffen, gleich als wenn das Glück oder Unglück einen Menschen suchte, verfolgte und einholte.
5 Mos. 4, 30. c. 31, 1?. Hiob 4, 5. Ebr. 11, 28.
Und werden über dich kommen alle diese Segen, und werden dich treffen :c., 5 Mos. 28, 2. 15.
Das ich sorgte, hat mich getroffen (ist aekummrn), Hiob 3, 25.
GOtt trifft (findet und ucrgitt) einen Jeglichen nach seinem Thun, Hiob 34. 11.
GOtt ist unsere Zuversicht und Stärke; eine Hülfe in den großen Nöthen, die uns getroffen haben, Ps. 46, 2.
Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten; so wird es doch dich nicht treffen, Ps. 91, 7.
Angst der Hölle hat mich getroffen, Ps. 116, 3.
Dazu trifft ihn Plage und Schande l^den Ehebrecher), Sprw.
6, 33.
Ein unverdienter Fluch trifft nicht, Sprw. 26, A.
Weun eine Flut!) daher gehet, wird sie uns nicht treffen, Efa.
23, 15. ^
Wen der Tod trifft, den treffe er:c., Icr. 15, 2. c. 42, 16. Schauet doch, und sehet, ob irgend ein Schinerz sei, wie mcm
Schmerz, der mich getroffen (womit tr mich sehr ülul Me-
richtet) hat, Klagel. 1, 12.
Daher trifft uns auch der Fluch und der Schwur, Dan. 3, 11. Halte dich vom Unrecht, fo trifft dich kein Unglück, Sir. 7, 2.
§. 2. b) Errathen, Nicht. 14, 12. 18. c) erforschen, Hiob 11, 7. c. 32, II. Pred. 3, 11. und einsehen, Hiob 34, 32. d) durchs Loos erfahren, Ioj. 7, 14. 1 Sam. 10, 20. Ion. 1, 7.
Trefflich
Ansehnlich und reich war Varfillai, 2 Sam. 19, 3Z. ^acman,
2 Köu. 5, 1. Vi, eine treffliche Summe, der ich werth geachtet bin von ihncu,
Zach. 11, 13.