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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Nnstath ? Ungeduldig.
Unfall wird nicht von ihm (dem Gottlosen) lassen, Hiob 15, .30.
Sprw. 6, 15.
So will ich auch lachen in eurem Unfall, Sprw. 1, 26. Wer eilet zum Reichthum, und ist neidisch, der weiß nicht, daß
ihm ein Unfall (Maugel) begegnen wird, Sprw. 26, 22. Ein Unfall wird über den andern kommen, Ezech. 7, 26. In ihren Wegen ist eitel Unfall (Verderben) und Herzeleid, Röm.
Unflath
Leibliche Unremigkeit, 2 Chr. 29, 5. Die Befleckung der Seele, Matth. 23, 27. 1 Petr. 3, 21. Alle Tische sind voll SpeienZ und UnftathZ, Efa. 28, 8. Ihr werdet sie (die Götzen) wegwerfen, wie ein Unflath, Efa.
30, 22.
Du hast uns zu Koth und Unflath (recht, verächtlich) gemacht unter den Völkern, Klagel. 3, 45.
Sie werden ihr Silber hinaus auf die Gassen werfen, und ihr Gold als einen Unflath (nurein, das mau nicht angreifen darf) achten, Ezech. 7, 19. 20.
Dann wird der HErr den Unflath der Tochter ZionB waschen, Efa. 4, 4. vergl. Zach. 3, 3 f.
So sie entflohen sind dem Unflath der Welt, 2 Petr. 3, Z0. vergl. Phil. 3, 7. 6.
Unfläther
Petrus nennt sie, 2 Petr. 2, 13. Schande und Laster, die der Sünde nicht satt werden können, v. 14. Diese sind, wie die Felsen im Meer den Schiffen (welches das griechische <57r^a<fe5 Br. Ind. 1. «. eigentlich bedeutet), den Herzen ein Anstoß und Aergerniß.
Diefe Unfläthcr prassen von euren Almosen, ohne Scheu, Vr. Jud. v. 12.
Unflathig, s. Beflecken
Gestickt, lierwerstich; da wir hingegen in Christo mit der Seide der Gerechtigkeit bekleidet sind, Offb.
Unsere Gerechtigkeit ist wie ein unsläthigeZ Kleid, Efa. 64, o.
Unfriede, s. Friede
Zerrüttung in der Gemeine, woraus lantcr Unheil entsteht.
Daß nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte, Ebr. 12, 15.
Unfreundlich
Der eine Neigung hat, durch ein liebloses äußerliches Wesen dem Andern seine Geringschätzung und Abneigung zu erkenneil zu geben, 5 Mos. 15, 9.
Fremde unfreundlich halten wird gestraft, Weish. 19, 14. Eine unfreundliche Gabe ist verdrießlich, Sir. 16, 18.
Unfruchtbar
§. 1. a) Von eiuem Weibe, das nicht gebiert. Es achteten sich das die jüdischen Weiber für einen Schimpf, 1 Mos. 30, 1. weil eine Unfruchtbare keine Hoffnung hatte, daß der Messias von ihr geboren werdeu könnte.
Sara, 1 Mos. 11, 30. Rebecca, 1 Mos. 25, 21. Rahel c. 29,
31. ManoaZ Weib, Richt. 13, 2. Hanna, Samuels Mutter, i Sam. i, 5. Elisabeth, Luc. 1, 7.
EZ wird Niemand unter euch unfruchtbar sein, noch unter deinem Vieh. 5 Mos. 7, 14.
Der die Unfruchtbare im Hause wohnen machet, Pf. 113, 9. vcrgl. 1 Mos. 21, 2.
Ich werde keine Wittwe werden, noch unfruchtbar sein, Esa.
47, 8.
Gieb ihnen unfruchtbare Leiber, Hof. 9, 14. Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, Luc. 23, 29.
z. 2. ö) Von der Kirche, welche durch die Predigt des Evangeliums als eine geistliche Mutter viel Kinder gebieret, Hohel. 4, 2.
Wer hat mir diese gezeuget? Ich bin (war) unfruchtbar, einzeln, Efa. 49, 21. »0.
Rühme, du Unfruchtbare (Kirche, die aus Heiden soll aesammtlt werden), die du nicht gebierest (bisher nicht geboren haft), Efa.
54, 1.
§. 3. c) Das keine Früchte trägt, 2 Kön. 2, 19. Jen 17, 6. Mal. 3, 11.
z. 4. Von Menschen: d) der nicht gute Werke, als des wahren Glaubens Früchte, bringt, Weish. 3, 14. Tit. 3, 14. 2 Petr. 1, 8. Von Werkens die keiuen Segen bringen, vielmehr heillose Folgen haben. Kahle unfruchtbare Bäume, welche von ihrer wnrmstichigeu Frucht, ehe noch der Herbst kommt, schon entblößt sind, Br. Jud. v. 12. * Habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der
Finsterniß, Eph. 5, n.
Ungeberdig
1 Cor. 13, 5. Die Liebe entzieht sich äußerlich guter Ordnung nicht, verletzt nicht durch Schamlosigkeit das Zartgefühl Anderer.
Ungeduldig, s. Geduld
§. 1. Ist derjenige, welcher, wenn ihm Unglncks-fälle zustoßen, sein Gemüth uurnhig werden läßt, das Schmerzgefühl nicht beherrsch eu kann, sondern nngeftüm ausbrechen läßt, Sir. 14, 7.
Z. B. Sara wegen Hagar, i Mos. 16, 5. Rahel wegen ihrer Unfruchtbarkeit, i Mos. 30, i. Israel in der Wüste, Z Mos. 16, 3. Moses bei seinem Amt, 4 Mos. 11,11 f. Ahitophel, da sein Rath nicht fortging, 2 Sam. 17, 23. Elias, da er fliehen mußte vor Iesabel, 1 Kon. 19, 3. 4. Haman, da Mardachai sich nicht uor ihm demüthigte, Efth. 3, 6. Hiob im Kreuz, Hiob 3, 1 f. Ieremias, c. 20, 14. 15. IonaZ, da GOtt Nmive verschonte, Ion. 4, 3 :c.
Da sich das Volk ungeduldig machte (heftig sein Unglück t,e-klagte), gefiel es übel vor den Ohren des HErrn, 4 Mos. 11, i.
Mein Kind, verwirf die Zucht des HErrn nicht; und sei nicht ungeduldig über seiner Strafe, Sprw. 3, 11.
Ein Ungeduldiger thut närrisch, Sprw. 14, 17.
Wer ungeduldig ist, der offenbaret seine Thorheit, Sprw.
14, 29.
z. 2. Wer im Kreuz von den Fußtapfen seines Herzogs der Seligkeit, 1 Petr. 2, 21. abweicht, wird nicht mit herrschen, 2 Tim. 2, 12. Christen haben daher vor Augen a) GOttes Befehl, Luc. 21, 19. Röm. 12, 12. b) ihren Beruf, Eph. 4, 1. 2. nebst c) Paulus Ermahnung, Col. 3, 12. und murren nur wider ihre Sünde, Klagel. 3, 39. (S. Kreuz §. 10.)
§. 3. Es giebt eine heilige Ungeduld, wenn ein Gläubiger nicht zufriedeu ist mit dem Grade seiner Gottseligkeit, davon Paulus, Röm. 7. Vieles redet. Es giebt aber anch eine unheilige und sündliche Ungeduld, a) in dem Werke der Bekehrung, wenn man nach seinem hitzigen Wesen gleich fertig damit sein und den Trost nicht erwarten ivill. Da setzen Viele wohl dem lieben GOtt den Stnhl vor die Thür, gehen hin und lästern, und wollen die festgesetzten Stufeu der Bekehrung nicht betreten, sondern mit Einem Sprunge Gnade haben. GOtt hat heilige Absichten, wenn er es uus im Werke der Besserung nicht so leicht macht, den bösen Hang nicht gleich vertilgt, die Pflicht nicht sofort zur Lust werden, das Herz oft trocken bleiben läßt. ? Die letzte Ausbildung am Menschen ist die schwerste: /«/lc^w-5tt5o^ ttl^rw^ ?o e^o^, 0/5 «// kt5 ö^l)F« ä ?r?^ä5 a^l^T-ai. F^aT's/i. äs ?rof60t. Vilt. 0^^>. VI. 319. Lßisk. Diese göttliche Einrichtung dient zu steter Selbsterniedrigung; treibt zum Gebet, bewahrt vor Eigengerechtigkeit, und befestigt das kindliche Halten an der Gnade in Christo, f. Reinhard Pred. 1800. VßxaAss. Daß man Gednld mit sich haben müsse b) in der Trübsal, wenn man sie für zu hart