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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Vaterland ? Verachten.
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z. 14, 0) Vom Teufel. 1) Ein Vater der Lügen, weil er derselben Urheber; 2) der Juden, nicht als wenn sie aus seinem Wesen gezeugt, sondern weil sie, von ihm verführt, teuflischer Unart und Bosheit nachhängen, und des Teufels Werke thun.
So thut ihr (nun auch), was ihr von eurem Vater gesehen habt,
Joh. 8, 33. 41. Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters
Lust wollt ihr thun ? denn er ist ein Lügner und ein Vater
derselbigen, ib. v. 44.
§. 15. v) Ein hölzerner Götze, Ier. 2, 27. V) Die Verwesung, weil sie die Würmer erzeugt; oder weil wir sie von unserm Vater geerbt; oder weil wir auf besondere Nrt von ihr zu einem andern Leben gleichsam gezeugt werden, Hiob 17, 14.
z. 16. l'j Einer, der geistliche Kiuder zeugt,
1 Joh. 2, 13. 1 Cor. 4, 14. 15. Väter im Reiche der Guade sind, die vermittelst des göttlichen Worts unter der Anführung des heiligen Geistes nicht nur vom Tode zum Leben hindurchgedrungen, und neue Creaturen in Christo, Matth. 11, 12. Joh. 5, 24.
2 Cor. 5, 17. sondern auch am Geiste ihres Gemüthes immer stärker geworden, und als streitbare Iüuglinge manchen Sieg über die Süude, Fleisch, Welt und Teufel erhalten, 1 Petr. 2, 2. 2 Petr.
3, 18. Ps. 84, 6. 8. und nun dem vollkommenen Maaß des Alters JEsu Christi immer näher gekommen, unaustößig waudeln, und bereits in dem Stande sind, geistliche Kinder zu erziehen, 1 Cor.
4, 14. 15. 1 Thess. 2, 11. Phil. 2, 20. Besonders ist ihr väterlicher Sinn etwas Eigenthümliches, und weit verschieden von dem Sinn der Zuchtmeister. Denn es ist das väterliche, herzliche Wohlwollen, das väterliche Erbarmen gegen Schwache, das nicht Jedermanns Ding ist, Ps. 103,13. Sie können recht lehren, recht strafen, recht ermähnen und recht trösten, 1 Thess. 5, 14. 2 Cor. 1, 4. Ihre Kraft, Kinder zu zeugen, besteht darin, daß sie die Kraft, Tüchtigkeit und Gnade von GOtt haben, Andere in Christo JEsu zu zeugen durchs Evangelium, welches das geseguete Mittel hierzu ist, als ein göttlicher Same, 1 Petr. 1, 23. Iac. 1, 18. Und obgleich das Gesetz in seiner Masse hierzu auch dienlich ist, so ist's doch eigentlich das Evangelium, das die Gnade und Kraft zur geistlichen Zeugung giebt, 2 Cor. 3. 6. Röm. 1, 16. Ein geistlicher Vater weiset die Seelen an, in dem Bußkampf treulich auszuhalten, betet herzlich für sie, Col. 2, 2. und giebt sich in eine heilige Geburtsarbeit für sie hin, Efa. 26, 17. bis endlich der Durchbruch geschieht, Matth. 12, 20. 1 Cor. 4, 15. Darnach 'sorgt er auch für ihre Erziehung. Er erzieht und ernährt die Seelen mit der Milch des Evangeliums, 1 Cor. 3, 1. und führt sie zu allem Guten an. Tit. 2, 12. Er ermahnt und züchtigt sie als seine lieben Kinder, 1 Cor. 4, 14. 16. 21. und dazu giebt ihm GOtt Kraft und Weisheit, Sir. 14, 26. Ebr. 2, 13. Col. 1, 28. Esa. 8, 18. Es ist also das letzte oder dritte Stadium des christlichen Lebensalters. Vergl. Sammlungen zum Bau des Reiches GOttes III. 62?75. Bamngarten Moral. S. 405 ff. Oomsnius Nstor. ^ratr. Voll. sä. Vuää. z». 10. womit zu vergleichen wäre der Spartanische Wechselgesang ^aio äs I.6ssss. II. Nip. VIII. 82. ^nia/'e^ I,a
I^cou. Insdit. 0xp. VI. 885.
Vaterland
a) Der Ort, wo man geboren, b) wo man aufgewachsen, wie Nazareth für Christum; c) das Vaterhaus GOttes, in dessen Nohnuugcu, Joh. 14,
1. 2. die frommen Pilgnmme ewige Ruhe und Seligkeit finden, a) i Mos. 11, 26. c. 24, 4. Ruth 2, 11. Ier. 22, 10. 26.
c. 46, 16. Ezech. 23, 15. c. 29, 14. Gehe aus deinem Vaterlande und von deiner Freundschaft,
i Mos. 12. i.
d) Ein Prophet gilt nirgend weniger, denn in seinem Vaterlande, und in seinem Hanfe, Matth. 13, 57. Marc. 6, 4. Luc. 4, 24.
c) Denn die solches fagen, die geben zu verstehen, daß sie ein Vaterland suchen, Ebr. 11, 14.
Väterlich
Das Land, das wir erobert haben, ist unser väterliches Erbtheil,
i Macc. 15. 33. Wir wollen eher sterben, denn etwas wider unser väterliches
Gesetz handeln, 2 Macc. 7, 2. Paulus, gelehrt mit allem Fleiß im väterlichen (auch sognr,
nnch dem Vorgeben mündlich empfangenen) Gesetz, Gal.
1, 14. Und wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold
erlöfet seid von eurem eiteln Wandel, nach väterlicher Weise,
1 Petr. i, 18.
Vatermörder
Und weiß solches, daß dem Gerechten kein Gesetz gegeben, fondern ? den Vatermördern, i Petr. i, 9. (S. Gerecht §. 9.)
Verachten
z. 1. I) Die Menschen a) GOtt. Gottlose ehren ihren Schöpfer nicht, wie sie verbuuden, setzen ihn ihren fleischlichen Begierden und irdischen Dingen nach, und seine Liebe und Furcht aus den Augen; als wenn seine Drohungen nichts auf sich hätten, ob schon der, dessen Name hehr und heilig zu halten, dawider selbst eifert, 1 Sam. 2, 30. Mal.
1, 6. und es nicht ungestraft hingehen läßt, 1 Sam.
2, 30. 2 Sam. 12, 10. 11. Ier. 5, 10. 11. Kanu es für etwas Anderes als für emen an Wahnsinn grenzenden Frevel angesehen werden, wenn der Mensch den verachtet, vor dem die Welten zittern, und die Engel ihr Antlitz verhüllen? Das zeigt eine Seele, die noch keine Ahnung hat von GOt-tcs Majestät; ein Herz ohne Ehrfurcht vor dem Heiligen; ohne Liebe und Dank gegen die ewige Liebe, selbst wenn diese Verachtung nicht immer eine bewußte wäre. Aber desto mehr sollten wir uns entsetzen vor solcher Sünde; und durch ernstes Nach-denken über GOtt, Betrachtung seiner Werke und seines Worts, vor Allem durch Achtsamkeit auf seine Stimme, und anhaltende Andacht eiue lebendige Ehrfurcht gegen GOtt in uns erwecken und erhalten. Wer mich ehret, den will ich auch ehren, wer Nttch verachtet, der
soll wieder verachtet werden, i Sam. 2, 30. Und fielen zurück und verachteten Alles, wie ihre Väter, Ps.
78, 57. Wer den HErrn fürchtet, der gehet auf rechter Bahn; wer
ihn aber verachtet, der weichet aus seinem Wege, Sprw.
14, 2. Sie verachten mich (lehnen sich boshaft wider mich nus) beides
das Haus Israel und das Haus Jacob, Ier. 5, 11. Sie verachten den HGrrn (nls HdtrMmigc) und zeugen fremde
Kinder, Hos. 5, 7. Sie übertreten den Bund, wie Adam: darinnen verachten sie
mich, Hos. 6, 7. Des HErrn Tisch ist verachtet (es ist nicht dnrau gelegen), Mal.
1, 7.
Verachtest du den Reichthum seiner Güte, Geduld und Lang-müthigteit? Rom. 2, 4.
Wer nun (diese Ermahnung nämlich ib. u. 2.) verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern GOtt lc., i Thess. 4, 8.
§. 2. t») Christum für GOttes Sohn und der Welt Heiland nicht erkennen, nicht an ihn glauben 2c. GOttes Sohn wurde im Stand seiner Erniedrigung für einen Samariter, Joh. 8, 48. Fresser, Matth. 11, 19. und einen, mit dem kein ehrlicher Mann was zu schaffen haben wollte, von der Bosheit gc-haltm.