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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Verdrieß ? Verfälschen.
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Mcin Herz ist geschlagen, und verdorret, wie Gras, Ps. 102,
5. 12.
Ihre Zunge verdorret vor Durst (starrt vor Angst ?Verfolgung),
Esa. 41, 17. Ihr Arm müsse verdorren (untir steter Gemalt ganz und gar
unterdrückt und gedemitthigy, und ihr rechtes Auge dunkel
werden, Zach. 11, 17.
§. 3. c) Ein Bild des Ausrottens, Esa. 40, 24. Sir. 10, 20. t») An Geist und Herz, alle geistliche Lebenskräfte, gute Gedanken, Triebe und Kräfte verlieren in Folge des Ausscheidens aus der Gemeiu-schaft Christi,'des geistliche:! Weiustocks, Joh. 15, 6.
Die sich an Huren hängen ? verdorren den Andern zum merklichen Exempel, Sir. 19, 3.
Verdrieß, Verdrießen
Verdruß ist das Mißvergnügen, welches nicht sowohl durch etwas Selbstverschuldetes, als vielmehr durch Versehen Anderer oder durch den unerwünschten Ausgang einer Sache erregt wird, was sich auch oft durch eiu ungehaltenes, unleidliches Wesen äußert, Neh. 2, 10. Ion. 4, 1. A.G. 4, 2. Ein billiger Eifer, Ezech. 8, 3.
Paulus verdrießt es nicht, schreiben, Phil. 3, 1. Aber sie sollen nicht mir damit, ? sondern ihnen selbst Verdruß thun, Ier. 7, 19. Mich verdrießt zu leben vor den Töchtern Heth, i Mos.
27, 46.
Meine Seele verdrießet mein Leben, Hiob 10, 1. Pred. 2, 17. E3 verdroß mich auf die Ruhmredigen/ Ps. 73, 3. Der Gottlose wird es sehen und wird ihn verdrießen, Ps.
112, 10.
Ich hasse ja, HErr, die dich hassen, und verdrießt mich auf sie,
daß sie sich wider dich setzen, Ps. 139, 21. Mich verdrießt (es ist mir ein Greuel) die Hoffart Jacobs, Amos
6, S.
Ob dirs sauer wird mit deiner Nahrung und Ackerwerk, das
laß dich nicht verdrießen, Sir. 7, 16. Wenn es einem wohl geht, das verdrießt seinen Feind, Sir.
12, 6.
Drei Stücke verdrießen Sirach, Sir. 25, 3 f. c. 26, 25 f. Wenn einer sein Kind ziehet, das verdrießt seinen Feind, Sir.
30, 3.
Verdrießlich
Die Kinder Zerujah sind mir verdrießlich, 2 Sam. 3, 39. d. i. sie sind zn hart oder zu trotzig nud rachgierig, sie haben eiuen zu großen Anhang unter dem Volk, als daß ich jetzt die Mordthat bestrafen könnte. Sonst ist
Eine unfreundliche Gabe verdrießlich, Sir. 18, 18. des Narren Nede, Sir. 27, 14. der Hofs artigen Schelten, ib. v. is.
Verdrossen
Ungeduldig, 4 Mos. 21, 4. müde und laß, Sir. 25, 31.
Werdet nicht verdrossen, Gutes zu thun, 2 Thess. 3, 13. Gal. 6, 9.
Verdruß, s. Verdrieß Verdüstert
Eingebildet, stolz, aufgeblasen, 1 Tim. 6, 4.
Vereinigen
§. 1. a) Wenn sich zwei oder mehr zn etwas verbinden. S. Gesellschaft.
Iofavhat und Ahasja Schiffe zu machen, 2 Chr. 20, 35 ff. Nie Feinde der Kirche, Ps. 63, s.
Die Juden den, der Christum bekennet«, in Bcmn zu thun, Joh. 9, 22.
z. 2. ö) Die natürliche Vereinigung zwischen Leib und Seele gehört unter die Geheimnisse der Natur; ihre Gewißheit erkennen wir aus innerer und äußerer Erfahrung, nicht aber ihre eigentliche Beschaffenheit.
z. 3. c) Die persönliche der beiden Naturen in Christo ist eine unaussprechliche genaue Verbindung,
da nämlich der Sohn GOttes die menschliche Natur in Einigkeit seiner Person angenommen, daß diese seine beiden Naturen, ohne einige Verwandlung und Vermischung, eine unzertrennliche Person, wahrer GOtt und Mensch, zu GOttes Ehre, und der Menschen Heil und Seligkeit sind. (S. Christus z. 11.) Diese Lehre hat in der Schrift einen festen Gruud. Denn da von dem früher dagewesenen Sohn GOttes, Joh. 3, 13. 6, 38. 8, 58. 16, 28. sein in der Zeit geschehenes Eintreten in die Menschheit ausgesagt wird, sich auch Christus selbst, Joh. 5, 27. als Sohn GOttes und als Menschensohn betrachtet, und gleichwohl nie von ihm als von zwei Personen, sondern nur als von Eiuer geredet wird: so folgt nothwendig, daß die göttliche und die menschliche Natur in ihm zu Einer Person vereinigt sein muß.
z. 4. d) Die ftnamentirUche^ da das himm-lische und das irdische Gut auf eine nnerforschliche Art mit einander vereinigt werden, daß ein jedes sein Wesen behält, und von dem, der das Sacra-ment gebraucht, wahrhaftig empfangen wird, nach Christi Wort, Matth. 26, 26. (S. Abendmahl §. 8.)
§. 5. e) Die geistliche der Gläubigen mit GOtt, welche unter dem Gleichniß eines Weinstocks, Joh. 15,1. des Ehestandes, Gph. 5, 23. und der Glieder eines Leibes abgebildet wird, Col. 1,24. Der Glaube, Phil. 3, 9. Röm. 4, 16. verbindet die, welche Christum lieben, Joh. 14, 23. mit dem göttlichen Wesen durch übernatürliche Verknüpfung in Eins. GOtt wohnt in ihren Herzen, als in seinem Tempel, 2 Cor. 6,16. Eph. 3, 17. und die Meuschen sen-ken sich in GOtt. Sie ziehen Christum an, Gal. 3, 27. Sie sind gerecht durch Christum, Röm. 3, 26. Sie wurzeln in Christo ein, Eph. 3, 17. sind mit Christo, ihrem Haupte, 1 Cor. 6, 17. (S. Geist §. 17.) und unter sich selbst Eins, Joh. 13, 15. und bleiben in Christo, Joh. 15, 5. Sie leiden mit Christo, Röm. 8, 17. sie werden mit Christo begraben und auferweckt, Röm. 6, 4. 2 Tim. 2, 11 f. und bekommen einen verklärten Leib, Phil. 3, 21. Wer in seinem Heilande bleibt, hat Alles, Ps. 73, 25. und GOtt wird ihm Alles in Allem sein im ewigen Leben, 2 Cor. 5,15. Niemand lasse den Tempel GOttes verderben, 1 Cor. 3, 17. sondern hange dem HErrn an, 1 Cor. 6,17 ff.
Verfallen
z. 1. a) Ueber den Haufen fallen, einfallen, Sir. 50, 3. b) Vom Wort des HCrrn, welches Alles erfüllt, e) Abnehmen an Kräften, vor der Zeit alt, runzlich )c. werden, 3 Mos. 26, 16. d) Sterben.
b) Es ist nicht Eines verfallen aus allen seinen guten Worten, die er geredet hat, i Kon. 8, 56.
c) Moses Kraft war nicht verfallen, 5 Mos. 34, 7.
Meine Gestalt ist verfallen vor Trauern, und ist alt geworden,
Ps. 6, 3. Ps. 31, 11. Daniels Gestalt verfiel, Dan. 7, 28.
d) Eure Leiber sollen in der Wüste verfallen, 4 Mos. 14, 29. Ebr. 3, 17.
§. 2. Dem HCrrn, 3 Mos. 5, 19. wenn einer sich verschuldet und mit einem Opfer sich aussöhnen mußte. Dem Gericht, Gsr. 6,11. zu einem Schandort gemacht werden.
Verfälschen
Wie die Gastwirthe Bier und Wein mit Wasser des Gewinnstes halber vermischen und verderben; also verfälschen falsche Lehrer und Prediger das Evangelium mit Menfchensatzungen und wenden