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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Versammeln ? Verschlingen.
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Versammeln, s. Sammeln
1) Räumlich an Einen Ort zusammenbringen a). 2) Zur äußern oder innern Gemeinschaft des Volkes GOttes bringen, besonders unter IGsu Obhut b). S. Kirche §. 4.' n) Isaac ward versammelt zu seinem Volk, 1 Mos. 35, 39.
Jacob, i Mos. 49, 29. Moses, 5 Mos. 32, 50. Versammelt euch, daß ich euch verkündige, was euch begegnen
wird in künftigen Zeiten, 1 Mos. 49, 1. Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten, denn
Opfer, Ps. 50, S. Und werden vor ihm alle Völker versammelt werden, Matth.
25, 32. vergl. Rom. 14, itt.
d) Hebe deine Augen auf, und siehe umher, diese alle versammelt kommen zu dir, Efa. 60, 4. Ich will aber dich, Jacob, versammeln ganz sgtwiß) und die
Uebrigen in Israel zu Haufe bringen, Mich. 2, 12. Rom.
11, 26.
Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin
ich mitten unter ihnen, Matth. 18, 20. Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen (zu der Kirche
neuen Testamtnls) ? und ihr habt nicht gewollt, Watth.
23, 37.
Versammlung
Des ganzen Israels, 4 Mos. 14, 5.
Am Tage der Versammlung (da alles Volk unten am Serge stand),
5 Mos. 9, 10. c. 10, 4. Der Heuchler Versammlung wird einsam bleiben, Hiob
15, 34.
Ich hasse die Versammlung der Voshaftigen, Ps. 26, 5.
Ich will dich loben in der Versammlung, ib. v. 12.
Verbirg mich vor der Versammlung (heimlichen Anschlägen) der Bösen, Ps. S4, 3.
Lobet GOtt, den HErrn. m den Versammlungen für den Brunnen Israels, Ps^ 68, 27.
Sie sollen in der Versammlung (in dem Geheimniß der eunn-attischen Gnade) nicht sein, Gzech. 13, 9.
Unsere Versammlung zu Christo, 2 Thefs. 2, i. (Vereinigung mit ihm in der Herrlichkeit.)
Und nicht verlassen unsere Versammlung, Ebr. 10, 25. (Ob mnn die christliche Kirche iiberhnupt, «der die yottesdilnstlichen Zusammenkünfte «ersteht, macht keinen wesentlichen Unterschied, weit das Huslcheiom nus letzter« zum Ausscheiden ans der erstern führt.)
Versammlungstag
Cin Tag des Verbots oder Aufhaltung, 3 Mos.
23, 36. Der siebente Tag der Ostern, weil an ihm der Gemeine zn arbeiten verboten, und sie insgesammt bei dem Gottesdienst sich einftnden mußte. (A.: Der Beschluß des Festes, welcher am feierlichsten sollte begangen werden. S. Joh. 7, 2. 37.)
Versäumen
§. 1. a) Hintan setzen, verweilen, unterlassen. Versäume gerne daZ Deine, um seinet willen, 2 Mos. 23, g/
z. 2. b) Zn spät kommen, weit vom Ziel znrück bleiben, und deS Siegeszeichens ewig verlustig werden, c) Mit Verachtung verabsäumen.
b) So lasset uns nun fürchten, daß wir die Verheißung, einzukommen zu seiner Ruhe, nicht versäumen, und unser Keiner dahinten bleibe, Ebr. 4, i.
c) Sehet zu, daß nicht Jemand GOtteZ Gnade versäume, Ebr.
12, 15.
z. 3. ü) Von GM, die väterliche Fürsorge, Hülfe und Lebensnothwendigkeit versagen. Ich will dich nicht verlassen noch versäumen, Ebr. 13, 5.
Versauern
1) Sauer und gähreno machen, 2 Mos. 12, 34. 2) Bildlich durch den Einfluß eines bösen Beispiels einen bösen Geist verbreiten, Andere verführen. Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig versauert? i Cor. 5, 6. Gal. 5, 9.
Verschaffen
Wie kann er Brod geben, und seinem Volke Fleisch verschaffen?
Pf. 78, 20.
Ich will dir ewiglich Samen verschaffen (bchstigen, daß er nicht
ausgeht), Ps. 69, 5. Büchner's Hand-Concord.
Der HErr verschaffte einen großen Fisch, Ion. 2, i. einen Kürbis, c. 4, 6. einen Wurm, v. ?. einen dürren Ostwind, v. 8.
Konnte, der dem Blinden die Augen aufgcthan hat, nicht verschaffen, baß auch dieser nicht stürbe, Joh. 11, 37.
Verscheiden
Sterben. Von Jacob, i Mos. 49, 33. JEsu am Kreuz, Matth. 27, 50.
Verschießen
Vom Wasser, verfließen, Ier. 18, 14.
Verschleifen
Verfließen, 2 Sam. 14, 14.
Verschlemmen
Was das: Nichts zu Rathe halten, Alles verprassen, Sprw. 21, 20. für Schaden nach sich ziche, hat der Verlorne Sohn, welcher am Ende sich mit Schweinfutter nähren mußte, erfahren.
Verschleudern
Wie mit einer Schleuder weit in fremde Länder werfen, verstoßen, Ier. 10, 18.
Verschließen
z. 1. a) Etwas mit Thür, Schlössern und Riegeln verwahren. Die Kirche wird mit einem ver-schlossenen Garten verglichen, Hohel. 4, 12. (S. Garten §. 3.) b) Einschließen, daß der Teufel nicht schaden und verführen kann, Offb, 20, 3. c) In den Wall und Manern der Trübsal einschließen, daß einer nicht weiß, wo aus noch ein. Verschlossene (mit Mauern und Thoren mrmnhrte) Städte, 4 Mos.
32, 17. DaZ Verschlossene und Verlassene, 5 Mos. 32, 30. (S. ver-
lnsscn.) Wenn er verschließt, kann Niemand aufmachen, Hiob 12, 14.
§. 2. d) Eine Unfruchtbarkeit anzuzeigen.
GOtt hatte die Sara verschlossen, i Mos. ib, 2. Alle Mütter
des Hauses Abimelech, 1 Mos. 20, 13. Sollte ich Andere lassen gebären, und selbst verschlossen sein?
Efa. 66, 9.
z. 3. t) Den Himmel: verhindern, daß es nicht regne, 1 Kön. 8, 35. Luc. 4, 25. Offb. 11. 6. f) Das Wasser: zurück halten, Hiob 12, 15. demselben ein Zicl setzen, Hiob 38, 8.
8< 4. g) Der Barmherzigkeit den Ausgang versperren, die Hülfe versagen. Hat denn GOtt seine Barmherzigkeit vor Zorn verschlossen? Pf.
77, 10.
z. 5. h) Veralten. Alles Fleisch verschließt wie ein Kind, Sir. 14, 18.
Verschlingen
z. 1. I) Verschluckt haben.
Die sieben magern Aehren die dicken, 1 Mos. 41, 7. AaronZ Stab die Stäbe der Zauberer, 2 Mos. 7, 12. der Fisch den Ionas, Ion. 2, 1. Johannes ein Büchlein, Offb. 12, 16.
§. 2. II) Etwas so geschwind wegnehmen, als wäre es verschlungen, Hiob 8, 18. Verderben, verwüsten, von einem gänzlichen Untergang.
Die Erde verschlang die Notte KorahZ, 4 Mos. 16, 32. Pharao
mit seinem Heer, 2 Mos. 15, 12. Warum willst du das Erbtheil des HErrn verschlingen? 2 Sam.
20, 19. 20.
Die Güter, die er verschlungen hat, muß er wieder aussveien,
Hiob 20, 15. vergl. A.G. 1, 18. Der HErr wird sie verfchlingen in seinem Zorn^ Pf. 21, 10.
Efa. 42, 14.
Laß sie nicht sagen: wir haben ihn verfchlungen, Ps. 3S, 25. Wo der HErr nicht bei uns wäre, wenn die Menschen fich
wider uns setzen: so verschlungen sie uns lebendig, Pf.
124, 3.
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