Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Diese Seite ist noch nicht korrigiert worden und enthält Fehler.

WeN.
1091
Machet die Thore we:t und die Thüren w der Welt hoch, daß
der König der Ehren einziehe, Pf. 24, 7. 9. Darum fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Welt unterginge, Ps. 46, 3.
Der Teufel zeigte Christo alle Reiche der Welt, Matth. 4, 8. Der Acker ist die Welt, Matth. 13, 29. Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne,
und nähme doch Schaden an seiner Seele, Matth. 16, 26. Gehet hin in alle Welt, und predigt das Evangelium allen
Creaturen, Marc. 16, 15. Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll,
Joh. 6, 14. Ich bin vom Vater ausgegangen, und gekommen in die Welt,
wiederum verlasse ich die Welt, und gehe zum Vater, Joh.
16, 28. Wir haben nichts in die Welt gebracht, darum offenbar ist, wir
werden auch nichts hinausbringen, i Tim. 6, 7. Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der
Sündfluth verderbet, 2 Petr. 3, 6. Die Welt vergehet mit ihrer Lust; wer aber den Willen GOt-
tes thut, der bleibet in Ewigkeit, i Joh. 2, 17.
z. 2. c) Alle Einwohner der Welt; gottlose und fromme Menschen, 1 Mos. 10, 25.
Alle Welt fürchte den HErrn, und vor ihm fcheue sich Alles,
was auf dem Erdboden wohnet, Pf. 33, 8. Pf. 67, 8. Jauchzet dem HErrn, alle Welt, finget, rühmet und lobet, Pf.
96, 4. Pf. 100, 1.
Nun ruhet doch alle Welt, und ist stille und jauchzet fröhlich,
Esa. 14, 7. Hiob 3, 17?19. Die Welt ist voll Untreue und List, Sir. 11, 30. Ach, wo kommt doch das böse Ding her, daß alle Welt so voll
Falschheit ist, Sir. 37, 3. Siehe, das ist GOttes Lamm, welches der Welt Sünde trägt,
Joh. i, 29. Also hat GOtt die Welt geliebt, daß er seinen eingebornen
Sohn gab, Joh. 3, 16. GOtt hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die
Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde,
v. 17. Joh. 12, 47. Dies ist das Brod GOtteZ, das vom Himmel kommt, und giebt
der Welt das Leben, Joh. 6, 33. Auf daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich
also thue, wie mir der Vater geboten hat, Joh. 14, 31. Auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt, Joh. 17, 21. Und alle Welt GOtt schuldig fei, Röm. 3, 19. GOtt war in Christo, und versöhnet« die Welt mit ihm selber,
2 Cor. 5, 19. . Derselbige ist die Versöhnung für unsere Sünden; nicht allein
aber für die unsere, fondern auch für der ganzen Welt,
1 Joh. 2, 2.
§. 3. d) Die weltlich gesinnten und gottlosen Menschenkinder des Unglaubens; ja alles verkehrte und heillose Wesen; der unter der Menge der uu-göttlichen Menschen herrschende böse Geist, wie er durch die da ausgebreiteten Grundsähe und Sitten eine verderbliche Macht hat, und einen gewissen, wenn auch unbewußten, Zusammenhang unter den Bösen bildet.
Von den Leuten deiner Hand, HErr, von den Leuten dieser Welt, welche ihr Theil haben in ihrem Leben, Ps. 17, 14.
Liebes Kind, bleibe gerne im niedrigen Stande: das ist besser, denn Alles, da die Welt nach trachtet, Sir. 3. 19.
Wehe der Welt, der Aergerniß halben, Matth. 18, 7.
Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbige gemacht; und die Wett kannte es nicht, Joh. 1, 10.
So euch die Welt hasset, so wisset, daß sie mich vor euch ge-haffet hat, Joh. 15. 13.
Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb; dieweil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwählet, darum hasset euch die Welt, v. 19. c. 17, 14.
Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen, Joh. io. 20.
In der Welt habt ihr Angst; aber feid getrost, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 33.
Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich auch nicht von der Welt bin, Joh. 17, 16.
Stellet euch nicht dieser Welt gleich; fondern verändert euch durch Verneuerung eures Sinnes, Röm. 12, 2.
Wenn wir gerichtet werden, so werden wir von dem HErrn gezüchtigt, auf daß wir nicht sammt der Welt verdammet werden, i Cor. ii, 32.
Der sich selbst für unsre Sünden gegeben hat, daß er uns errettete von dieser gegenwärtigen argen Welt, nach dem Willen GOtteZ und unsers Vaters, Gal. 1, 4.
Darum kennet euch die Welt nicht, denn sie kennet ihn nicht, i Joh. 3, i.
Verwundert euch nicht, melne Vrüder, ob euch die Welt hasset,
i Joh. 3, 13. Sie sind von der Welt, darum reden sie von der Welt, und die
Welt höret sie, i Joh. 4, S. Alles, was von GOtt geboren ist, überwindet die Welt (wie sie
im Hrgeu liegt); und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt
überwunden hat, i Joh. 5, 4. 5. Wir wissen, daß wir von GOtt sind, und die ganze Welt liegt
im Argen (dient dem Teufel), i Joh. 5, 19. Der Welt Freundschaft ist GOttes Feindschaft, Inc. 4, 4.
F. 4. Der Heiland bittet, Joh. 17, 9. nicht für
die Welt, nicht für ihre Zwecke, nämlich sie in ihrer Einigkeit zum Bösen zu erhalten; er bittet nicht etwas Unheiliges, was GOttes Willen widerstritte; nicht eine besondere Gnadenerweisnng. deren die Welt noch gar nicht empfänglich war. Außerdem bittet er allerdings um ihre Bekehrung, v. 20. Lnc. 23,34. z. 5. e) Irdisch. Alle irdische und vergängliche Dinge, Güter, Reichthum, Ehre, Augenlust 3c., 11oh. 2, 16.
Wäre mein Reich von dieser Welt (leiblich und irdisch), meine Diener würden darob kämpfen, Joh. 19, 26.
Die dieser Welt brauchen, daß sie derselbigen nicht mißbrauchen; denn das Wesen dieser Welt (Alles, wns dauon in die Hngeu siillt), vergehet, 1 Cor. 7, 31.
Es sei aber ferne von mir rühmen, denn allein von dem Kreuz unsers HErrn JEsu Christi, durch welchen mir die Welt gekreuziget ist, und ich der Welt, Gal. 6, 14.
Demas hat mich verlassen, und diese Welt lieb gewonnen (ist irdischen Dingen nachgegangen), 2 Tim. 4, 10.
So ihr fliehet die vergängliche Lust der Welt, 2 Petr. i, 4.
Habet nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. So Jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters, i Joh. 2, 15.
z. 6. f) Eine große Menge.
Alle Welt begehrte Salomo zu sehen, 1 Kon. 10, 24. Alle Welt läuft ihm (IEsu) nach, Joh. 12, 19.
§. 7. g) Eine gänzlich angefüllte Sache. Die Zunge ist eine Welt voll Ungerechtigkeit, Iac. 3, 6.
§. 8. Eine in religiöser Hinsicht entscheidende Weltperiode: a) die vormessianische und die messia-nische Zeit, welches die letzte, oder die zukünftige Zeit hieß, weil die Erscheinung des Weltheilandes, auf welche Alles in der Vorzeit eine Tendenz hin hatte, einen Wendepunkt der ganzen Menschengeschichte bildet, und eine geistige Umschaffnng bewirkt hat und fortbewirkt; b) die Dauer der gegenwärtigen Ordnung der Dinge auf dieser Erde bis zum Gericht und die dann eintretende neue Ordnung, a) GZ ist uns geschrieben zur Warnung, auf welche das Ende
der Welt gekommen ist, i Cor. 10, ii. Die geschmeat haben die Kräfte der zukünftigen Welt, Ebv. 6, S.
vergl. c. i, L. Efa. 2, i. Am Ende der Welt ist er einmal erschienen, durch sein eignes
Opfer die Sünde aufzuheben, Ebr. 9, 26. l,) Wer etwas redet wider den heiligen Geist, dem wirds nicht
vergeben weder in dieser noch in jener Welt, Matth. 12, 32.
§. 9. Die Welt, insofern sie böse ist, und GOtt seindlich gegenüber steht, ist eine schändliche Braut des Teufels, eine Rotte Entarteter, die dem Argen dienen, 1 Joh. 5, 19. in fleischlichen Lüsten leben und dem GOtte dieser Welt, 2 Cor. 4, 4. zu Ge-bot? stehen. Sie lassen sich von dem Satan in ihrem Schlaf der Sünde wiegen, und suchen in Augenlust, Fleischeslust und hoffärtigem Leben, 1 Joh. 2, 16. ihre Nuhe. Aber sie werden mit der Welt verdammt, 1 Cor. 11, 32. Denn Alles, was die Welt unter ihre Glückseligkeit zählt, ist betrügerisch. Wer darin Freude sucht, findet sie weder in diesem noch in jenem Leben. Diese ?Welt" sollte nach dem Sinne Christi und nach der ursprünglichen Bestimmung der Kirche durchaus außerhalb derselben stehen, und diese als immer im Kampfe geg.en die Welt gedacht werden. Aber seitdem die Kirche selbst zu sehr verweltlicht und entartet ist, und den Geist der Welt in sich selbst hat eindringen lassen, giebt es auch eine
137*