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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Zuschanden ? Zuversicht.
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Was GOtt zusammengefüget (nnd verbunden) hat, das soll der Mensch nicht scheiden, Matth. 19, 6. vergl. 1 Cor. 7, 10.
Zuschanden
S. Schande §. 4.
Zuschließen
§. 1. a> Etwas mit Schlössern verwahren, damit der Eingang versperrt werde, Esa. 24, 10. Eliakim sollte die höchste Vollmacht am Hofe haben. (Von Offb. 3, 7. s. Schlüssel §. 2.)
Und schloß die Stätte zu mit Fleisch (ersetzte die Mcke mit fleisch), 1 Mos. 2. 21.
Und will die Schlüssel zum Hause Davids auf seine Schulter legen; daß er aufthue, und Niemand zuschließe; daß er zuschließe, und Niemand aufthue, Esa. 22, 22.
§. 2. Das Herz, unbarmherzig sein, die liebethätigen Bewegungen znrück treiben.
Deine Hand soll nicht aufgethan sein, immer zu nehmen, und
zugeschlossen, nimmer zu sseben, Sir. 4, 36. Wenn aber Jemand dieser Welt Güter hat, und siehet seinen
Bruder darben, und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibet
die Liebe GOttes bei ihm? 1 Joh. 3^ 17.
§. 3. Den Himmel, verhindern, daß es nicht regne, 5 Mos. 11,17. 2 Chr. 6, 26. Sir. 43, 3.
Und schloß die Thür hinter ihm zu (mehrte dem Wasser einzu-dringen), 1 Mos. 7, 16.
z. 4. b) Das Himmelreich. Den Lauf des Evan-gelinms mit verführerischen Lehren und Schriften verkehren, verhindern, und dadurch verursachen, daß die Menschen durch Christum mcht ins Himmelreich eindringen können.
Wehe euch Schriftgelehrten und Pharifäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließet vor den Menschen; (denn) ihr kommet nicht hinein, und die hinein wollen, lasset ihr nicht hinein gehen, Matth. 23, 13.
§. 5. c) Die Thür. Die verschlossene zieht eine Ausschließung der Verdammten von der ewigen Seligkeit nach sich, Matth. 25, 10. Die nicht ver-schlossene ist die Predigt des Evangeliums, der Weg, der zur Seligkeit, ohnerachtet der Teufel und falsche Apostel wüthen, gezeigt wird, Offb. 3, 8
Zusehens
Sichtbarlich, A.G. 1, 9.
Zusetzen
Zur Vergrößerung hinzu thun.
Wer ist unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget? Matth. 6, 27. Luc. 12, 25.
Zusiegeln
Einen Brief mit dem Siegel verwahren < ist die letzte Hand, die man daran legt. Nach Dan. 9, 24. ist also durch den Messias die Weissagung völlig erfüllt, und der Sünde die Macht genommen.
Zustopfen
Die Ohren, daß kein Schall hineindringe, Ps. 58, 5. a) Vor Blutschulden, davon ferne sein, Esa. 33, 15. b) Von GOtt, wenn er das Gebet nicht
zu erhören scheint.
l>) Und wenn ich gleich schreie und rufe, so stopfet er die Ohren zu vor meinem Gebete, Klagel. 3, 8.
Zuversicht
z. 1. a) Ein Vertrauen, wo der Witte sich auf ein gewisses Gut oder auf einen Menschen hinrichtet, um dadurch anderer Güter oder eines Glückes theilhaftig zu werden. Der Glaube ist einc Selbst-
Nändigkeit, ein gewisser, beständiger Grund, der nicht wankt.* Die Zuversicht ist das dritte Stück oder die höchste Stufe des Glaubeus, und ist 1) eine lebendige, wo der Mensch mit Verläugnung alles Vertraueus auf sich selbst, oder auf eiue andere Creatur, lediglich sein Verträum setzt auf die Gnade GOttes und Christi, und sich mit unbeweglicher Festigkeit darauf verläßt. In der Zuversicht fiudet sich «) ein Verlangen nach der Gnade GOttes und dem Verdienst Christi, Matth. 5, 6. Ps. 25,1. welches sich äußert durch Gebet, Seufzer und anhaltendes Flehen, b) das Ergreifen Christi, nach welchem die Seele fo ängstlich verlangt hat, und <?) die Beruhigung, daß man in dem ergriffenen Gute, wie ein Kind in dem Schooß seiner Mutter, ruht, mit deu Begierden der Seele Christum besitzt, sich in ihm freut und tröstet, und aus seiner Fülle Guade um Gnade schöpft; 2) eine todte, wobei sich kein sehnliches Verlangen nach Christo, und keine sehnliche Ergreifung desselben befindet, wobei man sich wohl einbildet, daß mau sein ganzes Vertrauen auf Christum und sein Verdienst setzt, ob man es wohl in der That auf sich selbst, auf seine natürliche Frömmigkeit und bürgerliche Unsträflichkeit setzt.
Denn seine Zuversicht vergehet, und seine Hoffnung ist eine Spinnwebe, Hiob 8, 14.
Bei GOtt ist mein Heil; meine Zuversicht ist auf GOtt, Ps. 62, 8.
Das ist meine Freude, daß ich mich zu GOtt halte, und meine Zuversicht setze auf den HErrn, Ps. 73, 29.
Wohl dem, der kein böses Gewissen hat, und seine Zuversicht ihm nicht entfallen ist, Sir. 14, 2.
Durch welchen wir haben Freudigkeit und Zugang in aller Zuversicht, durch den Glauben an ihn, Eph. 3, 12.
Und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß, der m euch angefangen hat das gute Werk, Phil. 1, 6.
* Der Glaube ist eine gewisse Zuversicht, Ebr. 11, 1. (S. Glaube H. 1.)
F. 2. b) Derjenige, auf welcheu man sein völliges Vertrauen und Hoffuung seht. Habe ich das Gold zu meiner Zuversicht gestellt? Hiob
31, 24.
Ihr schändet des Armen Nath; aber GOtt ist seine Zuversicht,
Ps. 14, 6. Die mich überwältigten zur Zeit meines Unfalls, und der HErr
ward meine Zuversicht, Ps. 18, 19. Du wärest meme Zuversicht (du hast mir befahlen, dir zu «er-
trauen), da ich noch an meiner Mutter Brüsten war, Ps.
22, 10.
GOtt ist unsere Zuversicht und Stärke, Pf. 46, 2.
Erhöre uns nach der wunderlichen Gerechtigkeit, GOtt, unser
Heil, der du bist die Zuversicht Aller auf Erden, und ferne
am Meer, Ps. 65, s. Du bist meine Zuversicht, HErr, HErr, meine Hoffnung von
meiner Jugend an, Pf. 71, 5.
Ich bin vor Vielen wie ein Wunder; aber du bist meine Zuversicht, Pf. 71, 7. HErr, zu dir fchreie ich, und sage: Du bist meine Zuversicht,
mein Theil im Lande der Lebendigen, Ps. 142, 6. Gesegnet ist der Mann, der sich auf den HErrn verläßt, und
der HGrr seine Zuversicht ist, Ier. 17, ?. Sei du mir nur nicht schrecklich, meine Zuversicht in der Noth,
Ier. 17, 17. Wer den HErrn fürchtet, der darf vor nichts erschrecken, noch
sich entsetzen; denn er ist seine Zuversicht, Sir. 34, 16.
z. 3. c) Zuflucht, wenu man sich aus Vertrauen und gewisser Hoffnung an einen Ort begiebt, um da vor Gewalt und Unglücksfa'llen sicher zu sein. Der liebreiche GOtt nimmt die Frommen unter seine Allmachtsflügel, beschützt sie mächtig, und läßt ihuen alles Gute widerfahren.
Der HErr vergelte dir deine That; und müsse dein Lohn vollkommen sein ? daß du unter seinen Flügeln Zuversicht hättest, Ruth 2, 12. u » ^ ,«,
Du bist meine Zuversicht, ein starker Thurm vor meinen Feinden, Pf. 61, 4.
Du bist meine Zuversicht, und meine Burg; mein GOtt, auf den ich hoffe, Pf. 91, 2.
Der HErr ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht. Ps. 91. 9.