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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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An H. L. Gartengeräte können Sie vor Rost schützen, indem Sie 3 Teile Speck mit 1 Teil Harz (Pech) zusammenschmelzen, ein Wolltuch in die Mischung tauchen und die Geräte damit gut einreiben. S.

An Fr. G. S. und E. M. in A. Muttermal. Wie ich vernommen, werden in neuerer Zeit Muttermäler etc. mit Hilfe der Elektrizität beseitigt. Herr Dr. Sommer in Winterthur soll sich diese Wissenschaft angeeignet haben und so viel ich erfahren konnte, sollen die dazu erforderlichen Apparate bald bei ihm in Funktion treten. Ich würde Ihnen daher raten, sich an den betreffenden Arzt zu wenden. J. W.-Sch.

An Fr. G. S. und W. B. in O. und A. Wir können wiederholen, was wir schon früher über die von Fr. A. Banner in Rorschach in den Handel gebrachten Lederschürzen berichteten. Sie werden von verschiedenen Seiten als ebenso praktisch wie billig empfohlen und verdienen demnach große Verbreitung.

An A. G. in S. Putzleder. Man wäscht dasselbe öfters in Salzwasser aus, läßt es am Schatten trocknen und reibt es zwischen den Händen weich. H.

An B. Sch. in H. Käse aufbewahren. Der Käse wird in Essig getaucht und dann in ein Tuch geschlagen, welches man in mit Salz und reichlich Pfeffer aufgekochtem und abgekühltem Wasser ausgedrückt hat. P. H.

An B. R. in A. Blonde Haare. Schneiden Sie dem Kinde die Haare ganz kurz, jetzt zur Sommerszeit ist die Gefahr des Erkältens ausgeschlossen. Oder probieren Sie es mit täglichen Kopfwaschungen mit Wasser und Seife. Mit Geduld werden Sie schon zum Ziele kommen. Jedenfalls haben Sie das Brennesselwasser viel zu kräftig angewandt. M. T.

An M. N. in S. Herrenhemden aus Indiana-Pflanzenfaserstoff. A. Schlaefli, marchand tailleur in Buren a. A. liefert Herrenhemden aus Indianapflanzenfaserstoff mit Rahmen zum Einstecken weißer Einsätze; ebenso alle Sorten Trikothemden von 2 Stück an nach Maß ebensogut und bedeutend billiger als die Berlinerhäuser. Sch.

An M. M. K. Knopfstiefel. Lassen Sie beim Schuhmacher den Teil mit den Knopflöchern abschneiden und den Schuh durch Einschlagen von Patentösen mit Umbug zu Schnürstiefeln verwandeln. Die Kosten betragen nur wenig. P.

An T. N. in Z. Blumen können Sie lange frisch erhalten, indem Sie in die Blumenvase mit Wasser eine Messerspitze voll Hirschhornsalz und ebensoviel Ammoniaksalz geben und die abgeschnittenen Blumen hineinstellen. Z. L.

An El. K. in B. Reisekörbe. Waschen Sie diese in Seifenlauge und stellen Sie nach dem ein Schüsselchen mit Schwefelfaden in den Korb, der Faden wird angezündet und über den Korb ein großes Tuch gehängt, damit der Schwefeldampf nicht so schnell sich verflüchtigt. J. D.

An Fr. G. N. in A. Alte Kunstwaben können, sofern sie sich sonst als tadellos erweisen, jederzeit wieder verwendet werden, und es wäre sehr unvorsichtig, sie einzuschmelzen. Dieselben werden vielfach von den Bienen ebenso bereitwillig und schön ausgebaut wie frische Waben, sofern man nicht versäumt, die alten Waben den Bienen wieder mundgerecht zu machen. Das Wachs derselben ist natürlich ausgetrocknet, spröder und härter; dem kann aber leicht abgeholfen werden, indem man diese Waben in warmes Wasser taucht oder, wenn nötig, einige Minuten darin stehen läßt, sie ausschwenkt und im warmen Zimmer an der Sonne trocknen läßt.

An Rosenzüchterin in E. Das Düngen der Rosen mit künstlichen Nährstoffen erweist sich bei richtiger Anwendung derselben als vorteilhaft, indem auf diese Weise ein kräftiger Wuchs und guter Blütenansatz erzielt wird. Rohes Knochenmehl kommt hierbei zunächst in Betracht; es befördert ganz ungemein den Trieb und ist in dieser Hinsicht den phosphorsäurehaltigen Nährstoffen vorzuziehen. Am meisten empfiehlt sich aber die Pottasche. Eine zweimalige Düngung damit während der Sommermonate ausgeführt, hat alle günstigen Wirkungen zufolge, die man überhaupt von einem Düngemittel verlangen kann.

An Spargelfreundin in B. Wie lange geben Spargelbeete guten Spargel? Viele Spargelbesitzer haben die Neigung, schon im zweiten Jahre nach der Pflanzung an den Beeten herumzustochern, um, wie sie sagen, die dicksten Pfeifen herauszustechen. Das ist aber grundfalsch. Die Spargelstaude wird dadurch ungemein geschwächt und verliert durch diese unbedachte Störung des ganzen Wachstums, weil der Saft nicht zu gunsten der Spargelstauden arbeiten kann, wohl fünf bis zehn Jahre an Ertragsdauer. Man steche nie den Spargel vor dem dritten Jahre und dann auch nur erst die dicksten Pfeifen. Vom vierten Jahre der Anlage an kann regelmäßig gestochen werden. Trotzdem ist es gut, wenn alle fünf Jahre einmal der größte Teil der Pfeifen durchgeht, was zur Kräftigung des ganzen Beetes, wie auch zur leichteren Vertilgung des Spargelkäfers viel beiträgt, der seine Wohnung in dem Spargelstengel nimmt und sich von da in die Wände hineinfrißt. Durch Abschneiden des Krautes verhindert man das Eindringen des Käfers zur Krone des Spargels. Man kann annehmen, daß der Spargel bei guter Pflege wohl zwanzig Jahre gut ertragfähig bleibt, dann aber nachläßt; darum ist es gut, nach Ablauf von 18-20 Jahren wieder neue Beete anzulegen.