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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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An L. G. in G. Keuchhusten. Wenden Sie sich an Herrn Dr. Scheidegger, Homöopath, Bahnhofstraße, Aarau. Sie müssen aber bestimmten Bericht erteilen, in welchem Stadium sich der Husten befindet und ob derselbe im Zunehmen oder Abnehmen sei und ob auch Erbrechen stattfinde. Ferner muß angegeben werden, wie lange der Husten schon andauert und das Alter des betreffenden Kindes.

An Sch.-G. in W. Matratzen. J. Vaterlaus, Tapezierer, Zürich IV, Hönggerstr. 14, hat schon wiederholt solche Wollmatratzen umgearbeitet, besitzt auch die nötigen Maschinen, um die Wolle zu zupfen. V.

An G. S. in S. Asthma. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen Dr. R. Schiffmann's Asthma-Pulver sehr empfehlen. Sie müssen monatelang genau nach Vorschrift dasselbe gebrauchen, werden aber sicher guten Erfolg haben. Zu Näherem bin ich gerne bereit und können Sie meine Adresse bei der Redaktion der Kochschule erfahren. Das Asthma-Pulver ist bei Franz Sidler, Apotheker in Luzern, sowie bei Apotheker Imhof, Selnau, Zürich, zu beziehen. F. H.

An Fr. K. in L. Mehlknöpfli. 1 Pfd. Mehl wird mit wenig Milch angerührt. Dann werden 3 Eier nach und nach zu dem Teig gegeben und derselbe recht tüchtig geklopft, dann noch gesalzen und eine kleine Hand voll geriebener Käse darunter gemengt. Gut ist es, wenn man den Teig vor dem Einschlagen ins kochende Salzwasser, etwa eine Stunde ruhen läßt. Sind die Knöpfli alle fertig gemacht, so übergießt man sie mit einer guten Zwiebelschwitze, oder sie werden in der Omelettenpfanne geprägelt. M. M. in A.

An Fr. H. N. Durchliegen. Man nehme Quittenkerne, gieße heißes Wasser darauf und lasse sie zirka 2 Tage stehen, dann bestreiche man die schmerzenden Stellen mit der durchpassierten Flüssigkeit, welche sehr heilend wirkt. Vor dem Bestreichen soll jedesmal die bestrichene Stelle gut abgewaschen werden. M. D.

An Fr. J. M. Erbsen einzumachen. Möglichst frische junge Erbsen werden sofort ausgehülst und in einer Schüssel auf je 1 Liter Erbsen mit 3 Eßlöffel voll Salz vermengt, dann füllt man sie in die dazu bestimmten Einmachgläser (Weck, Schildknecht etc.) oder auch in gewöhnliche weithalsige Flaschen recht fest ein und verschließt die Gläser, letztere werden verkorkt und überbunden, und wie üblich in einen Kessel mit Heu gestellt, so daß kein Glas das andere berührt. Der Kessel wird mit Wasser gefüllt so hoch, daß die Flaschen bis an den Hals darin stehen; hernach setzt man den Kessel zum Feuer, deckt ihn gut und läßt die Flaschen vom Kochen an gerechnet 20 Minuten kochen, stellt den Kessel vom Feuer und läßt die Flaschen zugedeckt im Kessel vollständig erkalten. Th.

An M. W. B. in S. Runzeln. Ueber das Mittel "Talisman der Damen" ist uns nichts ungünstiges bekannt. Es liegen im Gegenteil befriedigende Zeugnisse vor. D. R.

An H. G. in G. Möbelpolitur. Nehmen Sie für ungefähr 20 Cts. Spicköl und lösen in demselben für 10 Cts. weißes Wachs auf. Diese Mischung wird warm aber recht dünn auf die Möbel gerieben, und dann kräftig mit wollenem und zuletzt leinenem Lappen glänzend gerieben. B.

An F. H. Besticken der Deckbettenüberzüge. Dies ist Geschmackssache. Ich zeichne die Bezüge inwendig an der Ecke des Saumes mit kleinem Namen. Andere wieder lieben in der Mitte ein großes Monogramm. W. J.

An E. M. in A. 1. Rheumatismus. Ein ziemlich sicheres Mittel dagegen sind Einreibungen mit Rheumatol.

2. Trinken Sie täglich 3 Tassen voll Eschenblättertee. Die Blätter sollen 1-2 mal aufkochen und dann abgegossen werden.

An M. H. B. W. Butter, ranzig gewordene. Kochen Sie die Butter auf, indem Sie eine Zwiebel darin bräunen. Diese nimmt alles Ranzige an sich und die Butter wird wieder genießbar. Frische Butter damit zu vermischen ist nicht ratsam, lieber die Alte rasch verbrauchen. Z. S.

An K. in R. Flammeri nennt man kalte süße Speisen aus Grieß, Reis, Stärkemehl oder Sago, mit Milch oder Fruchtsäften gekocht, welche zum Erstarren in eine nasse Form geschüttet, später gestürzt und mit irgend einer kräftigen Sauce serviert werden. - Rezept zu Griesflameri ^[richtig: Grießflammeri]. Man setzt 1-1½ l Milch mit genügend Zucker, etwas Vanille, Zimmt und Zitronenschale aufs Feuer; kocht die Milch, so rührt man ein kleines Täßchen grobkörnigen Grieß hinein und läßt ihn gut ausquellen. Nimmt ihn vom Feuer, mengt 1-2 Eigelb sowie den steifgeschlagenen Schnee von 2 Eiweiß darunter, füllt die Masse in eine mit kaltem Wasser ausgespülte Form, läßt den Flammeri darin erkalten und bringt ihn gestürzt mit Frucht- oder Vanillesauce zu Tisch.

An A. G. in S. Rhabarberwein. Dicke geschälte Rhabarberstiele werden zerschnitten und gequetscht, dann gießt man auf 5 kg Rhabarberbrei 2½ l gekochtes, erkaltetes Wasser und läßt es unter täglichem Umrühren gähren ^[richtig: gären]. Nach ungefähr 8 Tagen preßt man den Saft aus, gibt zu jedem Kilo desselben 450 gr Zucker, bringt ihn in ein Fäßchen und zieht nach einigen Wochen, wenn der Wein ausgegohren ^[richtig: ausgegoren] hat, auf Flaschen, event, noch für 3-4 Wochen auf ein anderes Fäßchen. H.

An Verschiedene. Ameisen vertreiben. Wir wurden in Küche und Küchenschrank von den lästigen Ameisen geplagt. Da kauften wir für 20 Rp. Schwefelblumen und streuten davon ziemlich viel hin. Nach 2 bis 3 Tagen bemerkte man keine Ameise mehr. E. St. in L.