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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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und Winter  Notabene nnme, we sie schünt,  und Meie hei mer vor de Fünfter, Ihr söttet's g'seh. ^- Musik und schöni Kunst tribe mer zwar nit, us me einzige Grund, will mer's nit verstöh'. Aber mir hei mängs guts Buch, und d'Ching mache-n-üüs Musik: me g'hört se äbe meh lache, weder briegge. Sie dörfe halt gfät-terle und bäbele, wenn's scho e chli Un-ornig git. Sie ruume de nachhär wieder uuf. Mir sie halt der Ansicht, mi heigi d'Stube zum bruuche und nit nume für se de ander Lüt z'zeige am schönere Ort, was o vorchoh soll. Nüt für unguet. Fr. B. in L.
Ich wollte mich eben hinsetzen und Ihre Preisfrage mit eigenen Gedanken beantworten, als mir in den Sinn kam, ein gewisser Schiller habe das in einer so präzisen und knappen Weise getan, daß mein eigener Witz wohl kaum an denjenigen des Genannten heran reichen würde. Der Aerr Doktor Schiller war zwar nur ein Mann, aber das Kapitel über das haushalten hat er vielleicht noch besser verstanden, als seine Lotte. Gestatten Sie also, daß ich Gebrauch mache davon und wenn Sie mir vielleicht nichtsdestoweniger ein Preislein geben wollen, werde ich es dankbar anerkennen.
Die Räume wachsen, es dehnt sich das haus, Und drinnen waltet die züchtige Hausfrau, Die Mutter der Kinder, Und lehret die Mädchen, Und wehret den Knaben, Und herrschet weise im häuslichen Kreise, Und mehrt den Gewinn, Mit ordnendem Sinn, Und füllet mit Schätzen die duftenden Laden. Und dreht um die schnurrende Spindel Den Faden,
Und sammelt in reichlich geglättetem Schrein Die schimmernde Wolle, Und füget zum Guten Den schneeichten Lein Glanz und den Schimmer, Und ruhet nimmer. Ch. R. M.
Aleine Mund schau. Aufruf.*)
Die Unterzeichneten haben sich vereinigt, um im Spätherbst des Jahres 1905 einen größeren Bazar zu veranstalten zugunsten der
Zürcherischen Heilstätte für Lungenkranke in Wald.
*) Mit Vergnügen tragen auch wir bei zu möglichst allgemeiner Kenntnis gäbe des hochherzigen Unternehmens, hoffend, daß demselben aus unserm großen Leserkreise ietzt schon das verdiente Interesse entgegengebracht werde.
Die Redaktion.
Es soll auf diese Weise eine erste Grundlage geschaffen werden für die Errichtung eines Kinderhauses. Das aus freiwilligen Spenden und Staatsbeiträgen erbaute Sanatorium Wald wurde 1898 eröffnet. Man hatte damals befürchtet, es sei mit seinen 100 Krankenbetten zu groß angelegt. Doch waren schon nach zwei Jahren alle verfügbaren Plätze beständig besetzt und in den letzten Jahren herrschte stets Platzmangel. Es müssen ietzt leider jährlich ungefähr 100 Kranke abgewiesen werden und viele Kurbedürftigc haben zum Nachteil ihrer Gesundheit wochen-und monatelang auf die Aufnahme zu warten. Die Wahl des Bauplatzes hat sich in den sieben Betriebsjahren als eine glückliche bewährt. Was das Höhenklima in Verbindung mit sorgfältiger, hygienisch-diätetischer Anstaltskur den Lungenleidenden zu bieten vermag, das finden sie in Wald. Die meteorologischen Beobachtungen haben gezeigt, daß die Dauer des Sonnenscheins während des Winterhalbjahres beim Sanatorium diejenige in Zürich weit übertrifft und sich den Zahlen von Davos und Arosa nähert. Die Luft ist im Jahresmittel viel trockener als in der Ebene und selbst trockener als in Davos. Die Kurresultate und die Dauererfolge unserer Keilstätte sind denn auch gleich gut wie im Basler Volkssanatorium in Davos. Eine Erweiterung der Anstalt ist somit zur Zeit ein dringendes Bedürfnis.
Vor allem ist es wünschenswert, einen besonderen Pavillon für die Kinder zur Verfügung zu haben. Im Laufe der Jahre haben sich 34 Knaben und 72 Mädchen unter 16 Jahren, und 22 Knaben, 23 Mädchen von 16 bis 17 Jahren zur Behandlung eingefunden. Im Frühjahr 1905 z. B. betrug die Zahl der gleichzeitig im Sanatorium verpflegten Kinder 12. Bisher war es unvermeidlich, sie mit den erwachsenen Kranken gemeinsam zu behandeln. Das bringt vielerlei unvermeidliche Störungen und Nn-zuträglichkeiten pädagogischer Art mit sich. Manche Eltern mögen nur darum Bedenken tragen, ihre kleinen Lieblinge dem Sanatorium anzuvertrauen, weil in der Umgebung der Erwachsenen manches auf das kindliche Gemüt einwirken kann, was in der bisherigen Erziehung ängstlich ferngehalten wurde. Auch bedarf das kranke Kind anderer hygienischer und diätetischer Pflege als der erwachsene Patient und die Erziehung kann neben der Kur in ersprießlicher Weise nur dann fortgesetzt werden, wenn besondere Einrichtungen dafür getroffen sind. Neben den lungenkranken Kindern wurden ausnahmsweise schon bisher solche mit tuberkulösen Erkrankungen anderer Organe aufgenommen. Ein besonderes Kinderhaus würde es ermög-I lichen, darin noch weiter zu gehen und auch