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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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Gramm Zimmt, 8 Gr. Nelken, 2 Messerspitzen voll Pottasche dazu, hierauf mische so viel Mehl damit, als der Teig anzieht, worauf das Ganze auf einem Brett ausgewellt wird. Nun werden viereckige Lebkuchen daraus geschnitten, diese auf ein mit Mehl bestreutes Blech gelegt und im Ofen gebacken.
An V. S. R. Magenbrot. 500 Gr. Zucker, 250 Gr. Mehl, 180 Gr. in der Schale geriebene Mandeln, 2 Teelöffel gestoßene Gewürznelken, 12 Eidotter. Zucker und Eidotter rührt man eine Stunde lang und fügt dann das übrige dazu. Die Masse kommt in eine gut bestrichene und bestreute Form, wo sie bei guter Hitze gebacken wird. Das Brot schneidet man beim Gebrauch in hübsche Schnitte.  Sehr gut zu Liqueur und Wein.
Aus^,Häusltche Konditorei" von^Z. von Pröpper.
An Alb. V. in G. Schlittschuhe. Die Schlittschuhe werden nach jedesmaligem Gebrauche vollständig trocken gerieben und in Flanellappen eingewickelt aufbewahrt. Nach Winters Ende reibt man sie noch mit Petroleum ein und bewahrt sie wie oben auf, wodurch sie vollständig rostfrei bleiben. E. E.
An B. M. B. Laurus (Lorbeer). Zum guten Gedeihen beansprucht der Lorbeer eine nahrhafte Erde, im Sommer öfteren Dungguß, im Winter weniger Wasser und einen mittelhellen Standort im Keller. Im Frühjahr beschneidet man ihn und setzt ihn im Sommer ruhig der Morgen-fonne aus. T.
An Frl. Z. in H. Rytz-Biscmt-Büchsen. Einer punlto Farbe nicht mehr ganz schönen, aber sonst noch gut erhaltenen "Rytz-Biscuit-büchfe", kann man durch Uebermalen mit Oel-farbe wieder ein neues, prächtiges Aussehen geben. Für die Bemalung des Deckels eignet sich eine Delfterlandschaft vorzüglich. Die übrigen Seiten der Büchsen mit Ausnahme der Bodenfläche, die natürlich nicht bemalt wird, erhalten am besten einen einfachen, delfterblauen Anstrich. Eine solche Büchse, gefüllt mit gutem, duftendem Hausgebäck, wird überall dankbare Abnehmer finden. Frau Irma.
An Fr. K. P. in I. Heizung. Einen besten Ofen und ein bestes Heizungssystem anzugeben, ist ebensowenig möglich, wie eine Art Ventilation für alle Fälle. Das muß sich immer nach dem einzelnen Falle richten.
An A. D. in N. Ius. Mn halber oder ganzer Kalbsfuß, den Sie mit dem Fleische gelb machen, und alsdann mitbraten, gibt eine schöne Ius, die zu kaltem Fleisch sehr gut schmeckt
E. H.
An Frl. V. in R. Lorbeerbaum. Der kränkelnde Lorbeerbaum wird wahrscheinlich stark ballentrocken sein. Stellen Sie denselben zum
Versuch in ein Gefäß mit Wasser. Treten aus dem Boden Luftblasen, dann ist er ballentrocken, im anderen Falle übergössen, d. h. zuviel gegossen. Das einzige ist dann, ihn zu verpflanzen und sehr vorsichtig zu gießen.
An B. Z. in St. Goldrahmen welche beschädigt sind, überstreicht man mit Eiweiß, legt Goldschaum, wie man diesen in Blättchenform in jedem Drogengeschäft erhält, darauf und drückt ihn mit einem Wattebauschchen fest.
An E. Th. in A. Kochkiste. Ich habe schon seit einiger Zeit eine solche im Gebrauch und bin sehr zufrieden mit dem Resultat. Ich empfehle Ihnen das Büchlein, herausgegeben vom "Vaterländischen Frauenverein Montabaur Un-terwesterwaldkreis (Deutschland)", woraus Sie alles nähere, Rezepte?c. ersehen können. L. I.
An junge Hausfrau in H. Farbgeruch wird schwinden, wenn Sie mehrere offene Gefäße mit glühenden Kohlen in das zuvor fest zu verschließende Zimmer stellen und auf die Kohlen eine Hand voll Wachholderbeeren streuen. Nach einigen Stunden werden Fenster und Türen geöffnet und der Geruch wird alsdann entschwunden sein.
An E. A. in St. G. Emailgeschirr und anderes Küchengeschirr repariert: PH. Wild, Spengler, Malergasse 2, Zürich.
Zur gest. Motiz.
Wir müssen wiederholen, daß anonyme (nicht unterzeichnete Einsendungen) und solche mit ungenügender Adresse unberücksichtigt bleiben und in den Papierkorb wandern.
Die Redaktion.
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Die Red.
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