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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Hansen

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Hansen.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Hanoteau'

tige Bilder gemalt hatte, reiste er zu Anfang der 50er Jahre nach Algerien, von wo er zwar einige Bilder zurückbrachte, z. B. arabisches Lager, aber meistens doch bei den flachern Gegenden des mittlern Frankreich blieb, z. B.: Teich in Nivernais, die Wiesen von Charency (1857), freigehende Pferde in den Wäldern von Nivernais (1863), die verlassene Hütte (1864), Geißblatt, Dorflache (Museum des Luxembourg), die Frösche (1875) u. a. 1870 erhielt er das Ritterkreuz der Ehrenlegion.

Hansen, 1) Hans Christian, dän. Architekt, geb. 20. April 1803 zu Kopenhagen, besuchte die dortige Akademie als Schüler von Hetsch (gest. 1864), wo er 1829 die goldne Medaille für den Entwurf eines Zeughauses erhielt. 1831 ging er mit einem Stipendium nach Rom und bereiste von dort Neapel, Sicilien und Griechenland, wo er mit Schaubert die Ausgrabungen des Niketempels in Athen leitete und ein Werk mit ihm darüber herausgab (L. Roß, E. Schaubert und Chr. H., »Die Akropolis von Athen, 1. Abteilung: Der Tempel der Nike Apteros«, Berl. 1839). Dort baute er auch die Universität im griechischen Stil und mehrere Privathäuser. Nachdem er sich dann einige Jahre in seiner Heimat aufgehalten hatte, baute er 1854-57 das Marinearsenal in Triest, mußte aber vor der Vollendung desselben zurückkehren, weil er in Kopenhagen zum Professor an der Akademie gewählt war. Hier baute er noch das große Gemeindehospital, das naturhistorische Museum und eine Kirche zu Holbek im Rundbogenstil. 1867 wurde er Etatsrat, 1876 Kommandeur des Danebrogordens, Mitglied der Akademien in Amsterdam, Wien, Florenz und des Instituts der britischen Architekten.

2) Heinrich, dän. Architekturmaler, geb. 23. Nov. 1821 zu Hadersleben, bildete sich von 1842 an auf der Akademie in Kopenhagen als Dekorationsmaler aus, bereiste 1847 Deutschland und widmete sich seitdem mit Erfolg der Architekturmalerei, für die er 1850-52 Studienreisen im westlichen Europa bis Spanien machte. Von seinen besten, besonders in der Lichtführung trefflichen Bildern befinden ↔ sich mehrere in der Gallerie zu Kopenhagen, darunter namentlich Christians IV. Zimmer im Rosenborger Schloß. Auf die Ausstellung 1878 brachte er den Saal der vier Thüren im Dogenpalast zu Venedig und ein Interieur aus dem 16. Jahrh. in Lübeck. Auch um die Förderung des Kunsthandwerks in Dänemark machte er sich verdient. Er ist Mitglied der Akademie und Professor in Kopenhagen.

3) Karl Christ. Konstantin, dän. Genre- und Historienmaler, geb. 3. Nov. 1804 zu Rom als Sohn des Porträtmalers Hans H., besuchte anfangs die Bauschule in Kopenhagen, wandte sich aber bald der Porträtmalerei zu und wurde Schüler von Christoph Wilh. Eckersberg. 1835-41 hielt er sich in Italien auf, wo er viele Bilder aus dem italienischen Volksleben malte. Nach seiner Rückkehr malte er mehrere mythologische Fresken in der Universität zu Kopenhagen und Christus mit den zwölf Aposteln im Dom zu Roeskilde. Zu seinen bedeutendern historischen Bildern gehören: Ägirs Gastmahl (Gallerie in Kopenhagen), die Reichsversammlung in Christiansborg (Porträtbild) und einige Altarbilder. Er ist seit 1864 Mitglied der Akademie in Kopenhagen, wurde Professor, Etatsrat und 1873 Vicedirektor der Akademie, als welcher er 27. März 1880 starb.

4) Theofilus Edvard, einer der bedeutendsten Architekten, geb. 18. Juli 1813 zu Kopenhagen, lernte die Anfangsgründe der Kunst unter seinem ältern Bruder, Hans Christian H. (s. 1), und unter Hetsch, besuchte die dortige Akademie und ging mit einem dänischen Reisestipendium 1838 nach Italien und Griechenland, wohin sein genannter Bruder ihm mehrere Jahre vorangegangen war. Dort beteiligte er sich an der Wiederherstellung des Tempels der Nike Apteros, baute die Sternwarte des Barons Sina, die englische Kirche, die Gemeindekirche und das Haus des Griechen Demetrios und ging 1846 auf Einladung Ludw. Försters nach Wien, wo sich ihm bei dem baulichen Aufschwung, den die Kaiserstadt bald nachher nahm, ein weites Feld der Thätigkeit eröffnete. Nachdem er nämlich noch in Gemeinschaft mit Förster (1846

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 237.