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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Menēzes; Mengelberg; Menn; Menz; Menzel

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Menezes - Menzel.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Mélingue'

Anmerkung: Fortsetzung von Nummer 2)

Molière in Auteuil (1877, Hauptbild), Fräulein v. Montpensier in der Bastille und Edward Jenner.

Menēzes, D. Luis de Miranda-Pereira, portug. Genremaler, geb. 1820 zu Oporto, bildete sich in Rom unter Overbeck und Ferd. Cavalleri aus und machte sich besonders in seinem Vaterland durch eine Reihe von trefflichen Genre- und Historienbildern einen bedeutenden Namen. Als seine Hauptwerke werden genannt: der alte Dorfmusikant, der betende Mönch, Tod des Marko Botzaris im Kriege gegen die Türken, der kalabresische Hirt, der heil. Petrus von Alcantara, junge Hirtin aus den Abruzzen u. a. Er ist Ritter zahlreicher Orden und Mitglied der Akademie in Lissabon.

Mengelberg, Otto, Historien- und Porträtmaler, geb. 1817 zu Düsseldorf, Schüler der dortigen Akademie unter Karl Sohn und Schadow, besuchte 1842 München, war bis 1847 Porträtmaler in Köln, reiste dann nach Paris und ließ sich 1848 in seiner Vaterstadt nieder. Seine durch Krankheit mehrfach unterbrochene Thätigkeit erstreckt sich fast nur auf religiöse, in protestantischem Geiste durchgeführte Bilder, die, geistvoll aufgefaßt, in Zeichnung, Modellierung und Farbe von tiefem Studium und unermüdlichem Fleiß zeugen. Dahin gehören: Tod des Moses (1836), Judith (1837), Erzengel Michael (1838, Apostelkirche in Köln), Lorelei (1839), Kaiser Heinrich IV. (im Römer zu Frankfurt), der verlorne Sohn (1848), Auferstehung Christi mit den vier Evangelisten (Kirche zu Gütersloh), Christus und die Jünger zu Emmaus (1866), Christus am Ölberg und eins seiner Hauptbilder: der Gang des Knaben Jesus nach Jerusalem (1876). Eins seiner bekannten, reizenden Genrebilder ist: Erst beten!

Menn, 1) Barthélemy, Historien- und Landschaftsmaler, geb. 1815 zu Genf, war dort Schüler von Diday und Lugardon, ging dann in Paris ins Atelier von Ingres, bildete sich in Rom weiter aus, bereiste einen großen Teil von Italien und lebte einige Jahre in Paris, wo er mehrere Historienbilder malte. Nach Genf zurückgekehrt, widmete er sich fast ausschließlich ↔ der Landschaft, die er in eleganter, korrekter Zeichnung, in idealem Sinn und poetischer Stimmung auffaßt, aber selten auf die öffentlichen Ausstellungen bringt. Auf die jüngern Meister der dortigen Schule übte er einen wohlthätigen Einfluß.

2) Charles, Bildhauer, geb. 1822 zu Genf, Neffe des vorigen, war anfangs Graveur und ging 1841 nach Paris, wo er sich unter Pradier der Bildhauerkunst widmete. Er brachte mehrere wohlgelungene Büsten, eine allegorische Gruppe der Schiffahrt, die enttäuschten Sünder u. a., arbeitete in den letzten Jahren auch viel für kunstgewerbliche Zwecke.

Menz, Max von, Historienmaler, geb. 1824 zu München, bildete sich auf der dortigen Akademie in seinem Fach aus, worin er vorzugsweise Begebenheiten aus der bayrischen oder auch aus der biblischen Geschichte darstellt, die von geschmackvoller Komposition und zartem, harmonischem Kolorit, aber auch von einer gewissen Sentimentalität sind; so aus der bayrischen Geschichte: Herzog Wilhelm V. von Bayern (gest. 1550) und seine Gemahlin die Armen speisend, Scene aus dem Leben des Kurfürsten Maximilian I. (gest. 1651), Albrechts V. (gest. 1579), Lustfahrt auf dem Starnberger See, Gründung der Primogenitur in Bayern (Nationalmuseum), und aus den religiösen Darstellungen: die Christnacht, Ruth und Naemi, die Altäre der Heiligen Benno und Corbinian in der Frauenkirche und das hübsche Genrebild: die barmherzigen Nonnen.

Menzel, 1) Adolf Friedr. Erdmann, Historienmaler, geb. 8. Dez. 1815 zu Breslau, zog mit seinen Eltern 1830 nach Berlin, wo er sich aus eignem Trieb ausbildete und nur kurze Zeit (1833) die Akademie besuchte. Um nach seines Vaters Tod selbst für sich zu sorgen, komponierte er 1833 für den Kunsthändler Sachse ein Heft Federzeichnungen: des Künstlers Erdenwallen, das ihn vorteilhaft bekannt machte. Diesem Erstlingswerk folgten 1834-36 die von ihm selbst lithographierten 12 Blätter »Denkwürdigkeiten aus der brandenburgischen Geschichte« und in den nächsten Jahren auch einige Versuche in der Ölmalerei, z. B.:

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 365.