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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Trumbull; Truphème; Trutowsky; Tryon; Tschaggeny; Tschautsch; Tschischow

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Trumbull - Tschischow.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Trübner'

gelhafte Historienbild: Gefangennahme Friedrichs des Schönen von Österreich bei Ampfing.

Trumbull, Gordon, amerikan. Maler, geb. 1841 zu Stonington (Connecticut), machte seine Studien in Hartford und unter James Hart in New York und ließ sich dann in Hartford nieder. Zu seinen bekannten Werken gehören: ein maurischer Wartturm an der Küste von Spanien und einige sehr interessante Fischbilder, betitelt: »A critical moment«, »Plunge for life« und »Over the falls«, die von gründlichen ichthyologischen Studien zeugen.

Truphème (spr. trüfähm), François, franz. Bildhauer, geb. 1820 zu Aix in der Provence, Schüler von Bonnassieux, machte sich seit 1850 vorteilhaft bekannt durch eine Reihe von poetisch aufgefaßten idealen Bildwerken, z. B.: Angelika an den Felsen geschmiedet (1855, Museum in Grenoble), die Träumerei (1859), junges Mädchen an der Quelle (1867, Museum des Luxembourg), Venus und Amor (1868, Museum in Tarbes), eine Statue Mirabeaus (1872, Rathaus in Aix), die Anrufung (1877, Marmorstatue), Bildwerke im neuen Louvre, im Pavillon Marsan der Tuilerien u. a. 1880 wurde er Ritter der Ehrenlegion.

Trutowsky, Konstantin Alexandrowitsch, russ. Genremaler, geb. 28. Jan. 1827 zu Kursk, erhielt in Charkow und Petersburg seine Schulbildung, wurde Lehrer an der Ingenieurschule und besuchte die Zeichenklasse der Akademie unter Bruni (gest. 1875). Anfangs zeichnete er nur historische Darstellungen und wandte sich von 1853 an auch zur Malerei, vorzugsweise zu humoristischen Genrebildern aus dem Volksleben, die in Rußland so gefielen, daß er 1861 Mitglied der Akademie in Petersburg wurde. Es sind z. B.: drei Selige (Betrunkene), Rückkehr von einer Kirchweih in Kleinrußland.

Tryon (spr. trei-ön), Benjamin F., amerikan. Landschaftsmaler, geb. 1824 zu New York, Schüler von Rich. Bengough und James Cafferty, stellt seit 1866 zahlreiche Landschaften aus, die in Amerika großen Beifall finden und in den Gallerien ↔ zu Boston, wo er ansässig ist, sehr verbreitet sind, z. B.: Partie aus Neuengland, der St. Lorenzstrom bei den Tausendinseln, Nachmittag im Herbst und namentlich die für sein Meisterwerk gehaltene Ansicht der San Miguelfälle (Texas).

Tschaggeny, Charles Philogène, belg. Genremaler, geb. 1815 zu Brüssel. Schüler von Eugen Verboeckhoven, widmete sich vorzugsweise der Malerei der Pferde, die in seinen Genre- und landschaftlichen Darstellungen eine Hauptrolle spielen. Dergleichen Bilder, namentlich Pferdeporträte, malte er auch während eines zweijährigen Aufenthalts in England. Später entstanden in Brüssel z. B.: eine Episode vom Schlachtfeld, das Erntefeld, der Kuhdoktor, Schnellpost in den Ardennen (Museum in Brüssel), die Werkstätte eines Hufschmieds, der im Schnee steckende Postwagen, Gespann flandrischer Gäule, vor dem Sturm (1878) und ein flandrischer Hengst. Er ist seit 1851 Ritter des belgischen Leopoldsordens.

Tschautsch, Albert, Maler der Sage und des Märchens, geb. 21. Dez. 1843 zu Seelow in Brandenburg, war Schüler von Schrader in Berlin. Er behandelt fast ausschließlich das deutsche Märchen und brachte hierin besonders anfangs Bilder von sehr poetischer Auffassung und einem dem Inhalt angemessenen duftigen Kolorit, z. B.: Dornröschen (1872), Schneewittchen, Titania und Oberon (1874). Infolge eines Aufenthalts in Rom wurde seine Auffassung nüchterner und trockner, so daß die spätern Bilder: Undine (1876) und das in der Hauptgestalt verfehlte Aschenbrödel (1879), den frühern nicht gleichkommen. Neuerdings behandelte er einige Scenen aus Shakespeare. Er lebt in Berlin.

Tschischow, Matthias Athanasewitsch, russ. Bildhauer, der sich auf der Akademie in Petersburg ausbildete und sich zuerst einen Namen machte durch das nach einer Zeichnung des Malers und Bildhauers Mikeschin modellierte Denkmal der Kaiserin Katharina II. Außerdem kennt man von ihm eine hübsche Bronzefigur: der Bote von Kiew, ein mit der goldnen Medaille prämiiertes Relief

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 528.