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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Schlagworte auf dieser Seite: Buchdruckerschwärze; Buchdruckerwappen; Buchdruckerwerkstatt; Buchdruckfarbe; Buchdruckpresse; Buche

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Buchdruckerschwärze - Buche.

Zestermann, Die Anfänge der Druckerkunst in Bild und Schrift (Leipz. 1866, 2 Bde.); van der Linde, De Harleemsche Costerlegende (Haag 1870); Derselbe, Gutenberg, Geschichte und Erdichtung (Stuttg. 1878); Butsch, Die Bücherornamentik der Renaissance (Leipz. 1878); Muther, Die deutsche Bücherillustration der Gotik und Frührenaissance, 1460-1530 (Leipz. u. Münch. 1884, 2 Bde.); A. Mayer, Wiens Buchdruckergeschichte, 1482-1882 (Wien 1883-86, 2 Bde.); Vinne, The invention of printing (New York 1876); Madden, Lettres d'un bibliographe (Par. 1868-78, 5 Bde.); Dupont, Histoire de l'imprimerie (das. 1883); Blades, The biography and typography of William Caxton (2. Aufl., Lond. 1878); Mason Jackson, The pictorial press, its origin and progress (das. 1885); Lorck, Handbuch der Geschichte der B. (Leipz. 1882-83, 2 Bde.); Derselbe, Die Herstellung von Druckwerken (4. Aufl., das. 1883); Wehle, Das Buch (Wien 1879); Derselbe, Die Zeitung (das. 1878); Faulmann, illustrierte Geschichte der B. (das. 1882); Th. Goebel, Friedrich König und die Erfindung der Schnellpresse (Stuttg. 1883); Bachmann, Neues Handbuch der B. (Weim. 1875); Franke, Handbuch der B. (5. Aufl., das. 1885); H. Fischer, Anleitung zum Accidenzsatz (Leipz. 1877); Lefèvre, Guide pratique du compositeur (Par. 1855 u. 1872, 2 Bde.); Wilson, Printing machines and machine printing (Lond. 1880); Southward, Practical printing (2. Aufl., das. 1884); Mackellar, The American printer (8. Aufl., Philad. 1878). Zeitschriften: "Journal für B." (Braunschw., seit 1834); "Archiv für B." (Leipz., seit 1863); "Österreichische Buchdruckerzeitung" (Wien); "Schweizer Typographische Mitteilungen" (St. Gallen); "Imprimerie", "Typologie Tucker", "Bulletin de l'imprimerie et de la librairie" (Par.); "Printers' Register", "Printing Times" (Lond.); "American Model Printer" (New York); "Printers' Circular" (Philad.).

Buchdruckerschwärze, s. Buchdruckfarbe.

Buchdruckerwappen. Dasselbe soll durch Kaiser Friedrich III. den Buchdruckern verliehen worden sein und zeigt in Gold einen schwarzen, zum Fluge gerichteten, in den Klauen Tenakel und Winkelhaken haltenden Doppeladler. Kleinod: ein wachsender Greif, in den Pranken zwei aufeinander gesetzte Druckballen haltend. Helmdecken: silbern und rot (s. Figur).

^[Abb.: Buchdruckerwappen.]

Buchdruckerwerkstatt, Sternbild des südlichen Himmels, zwischen dem Kopf des Großen Hundes und der Argo, etwa in 110° Rektaszension und 15° südlicher Deklination, aus kleinen Sternen bestehend, eingeführt von Bode.

Buchdruckfarbe (Buchdruckerschwärze, Druckerschwärze), schwarze Ölfarbe für den Buchdruck, muß leicht an allen Zügen der Schrift, den stärksten wie den feinsten, haften (gut decken), scharfe, reine Abdrücke geben, weder in sichtbarer Weise ins Papier eindringen, noch gelbe Ränder um die Buchstaben bilden, schnell trocknen und ein schönes, dauerhaftes Schwarz zeigen. Die B. wurde ursprünglich von den Buchdruckern selbst aus altem, abgelagertem Leinöl dargestellt, das man bis zur Konsistenz von Firnis einkochte und, bevor es ganz erkaltet war, mit dem erforderlichen Quantum Ruß mischte. Daß das Resultat oft ein nur zweifelhaftes blieb, beweisen viele Drucke des vorigen Jahrhunderts, deren Buchstaben abschwärzen oder mit gelben Rändern umgeben sind. Die zuerst in England fabrikmäßig erzeugte B. fand daher überall bereitwillig Aufnahme, und bald entstanden auch in Deutschland Anstalten zur Fabrikation von B., deren Produkte den ausländischen an Güte nicht nachstehen. Das Streben nach Billigkeit hat aber auch dahin geführt, die zu einer guten Farbe unumgänglich nötigen Grundbestandteile durch billigere Ingredienzien, wie Kolophonium, nordamerikanisches weißes Pech, Teer, schwereren, aus Steinkohlenteer oder Petroleumrückständen gewonnenen Ruß, zu ersetzen. Die Folgen hiervon machen sich meist in dem geringern Aussehen der Drucke bemerklich. Die schwarze B. wird je nach ihrer Bestimmung und der dieser entsprechenden Qualität klassifiziert in feine Illustrationsdruckfarbe, in Werk- oder Zeitungs-, Schnell- oder Handpressenfarbe und neuerdings auch in Rotationsmaschinenfarbe, die vor allen Dingen rasch trocknen muß und nicht kleben darf. Dieselben Fabriken, welche die B. erzeugen, liefern auch die Farbe für den Steindruck, bei welcher, ihren Hauptgattungen nach, Gravier-, Feder- und Kreidedruckfarbe unterschieden wird. - Die Farben zu buntem Druck werden von den Farbefabriken entweder in trocknem Zustand oder fertig, mit Firnis verrieben, geliefert. Bei geringerm Bedarf fertigen sie auch heute noch viele Buchdrucker selbst, indem sie den Firnis mit den Farbstoffen innig verreiben. In neuerer Zeit werden auch die Anilinfarben benutzt, die sich durch vorzügliches Lüster auszeichnen, jedoch meist wenig lichtbeständig sind.

Buchdruckpresse, s. Presse und Schnellpresse.

Buche (Fagus L., hierzu Tafel "Buche"), Gattung aus der Familie der Kupuliferen, Bäume mit länglichen oder elliptischen Blättern, sehr langen, spitzen Knospen, hängenden, kurz ährenförmigen, fast kugeligen männlichen Blütenständen, an der Spitze der jüngern Triebe stehenden, aufrechten weiblichen Blüten und einer in vier Klappen aufspringenden, weichstacheligen Hülle, welche 2-5 dreikantige Nüßchen (Bucheckern) einschließt. Die gemeine B. (Rotbuche, F. sylvatica L., s. die Tafel) hat einen stielrunden, glatten Stamm mit hell silbergrauer, dünner Rinde, breit eiförmige, kurz zugespitzte, am Rand fein gewimperte, in der obern Hälfte seicht buchtig gezahnte, glatte, glänzende Blätter. Die B. gedeiht am besten auf kräftigem, nicht zu feuchtem, aber auch nicht zu trocknem kalkhaltigen Gebirgsboden, bildet aber auch mächtige Bestände auf dem frischen humosen Sandboden der nordostdeutschen Ebene; sie findet sich hauptsächlich in Mitteleuropa, geht westwärts bis Mittelspanien und Nordportugal, südlich bis Sizilien und Apulien, östlich bis zum Kaukasus. Hier ist sie überall entschiedener Gebirgsbaum und steigt z. B. am Ätna bis 1880 m; auch in Deutschland liebt sie noch das Gebirge, auf den