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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Schlagworte auf dieser Seite: Giftpflanzen

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Giftpflanzen.

17) * Herbstzeitlose (Colchicum autumnale L., Tafel I), alle Teile, vorzüglich die Knolle und der Same.

18) * Weißer Germer oder weiße Nieswurz (Veratrum album L.) und

19) * Schwarzer Germer (V. nigrum L.), die Wurzel.

20) Sabadill-Germer (V. Sabadilla Retz), in Mexiko, der Same.

VII. Aristolochiaceen.

21) * Haselwurz (Asarum europaeum L.), die Wurzel.

VIII. Artokarpeen.

22) Javanischer Giftbaum oder Upasbaum (Antiaris toxicaria Lechen.), auf Java, der Milchsaft aus der Rinde, welcher das Pfeilgift der Eingebornen liefert.

IX. Kannabineen.

23) * Hanf (Cannabis sativa L., s. Tafel "Spinnfaserpflanzen"), die Stengel und Blätter.

X. Thymelaceen.

24) * Seidelbast oder Kellerhals (Daphne Mezereum L., Tafel II), alle Teile, vorzüglich die Rinder und der Same.

25) * Immergrüner Seidelbast oder Lorbeerkellerhals (D. laureola L.), wie voriger.

XI. Kompositen.

26) Zerschlitzter Pippau (Crepis lacera Ten.), in Italien, alle Teile, besonders die Blätter.

27) * Giftlattich (Lactuca virosa L., Tafel I), der Milchsaft aller Teile, besonders der Blätter.

28) * Wilder Lattich (L. Scariola L.), der Milchsaft aller Teile, besonders der Blätter.

XII. Lobeliaceen.

29) * Wasserlobelie (Lobelia Dortmanna L.), der Milchsaft aller Teile.

30) Aufgeblasene Lobelia (L. inflata L.), in Kanada und Virginia, alle Teile, vorzüglich der Stengel.

XIII. Erikaceen.

31) * Poleiblätterige Andromeda oder Rosmarinheide (Andromeda polifolia L.), die Stengel und Blätter.

32) * Sumpfporst oder Mottenkraut (Ledum palustre L.), die Stengel und Blätter.

XIV. Primulaceen.

33) * Alpenveilchen (Cyclamen europaeum L.), die Knolle.

XV. Skrofularineen.

34) * Fingerhut (Digitalis) und zwar alle Arten, am stärksten der rote Fingerhut (D. purpurea L., Tafel II), alle Teile, besonders die Blätter.

35) * Gottesgnadenkraut (Gratiola officinalis L.), alle Teile, besonders Stengel und Blätter und am stärksten die Wurzel.

36) * Wald- und Sumpfläusekraut (Pedicularis silvatica L. und P. palustris L.), die Stengel und Blätter.

XVI. Konvolvulaceen.

37) Purgierwinde (Convolvulus Scammonia L.), in Kleinasien und Syrien, die Wurzel.

38) Jalappenwinde (Ipomoea Purga ^[Stichwort: Ipomaea] s. Jalappa L., s. Tafel "Arzneipflanzen II") und andere Arten, in Mexiko, die Wurzel.

XVII. Solaneen.

39) * Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum L., Tafel II) und verwandte Arten, alle Teile.

40) * Bittersüß (Solanum Dulcamara L.), alle Teile, besonders Stengel, Blätter und Frucht.

41) * Tollkirsche oder Belladonna (Atropa Belladonna L., Tafel II), alle Teile, vorzüglich Wurzel und Frucht.

42) Alraunwurzel (Mandragora officinalis L.), in den Ländern am Mittelmeer, die Wurzel.

43) * Stechapfel (Datura Stramonium L., Tafel II), alle Teile, vorzüglich der Same; ähnlich wirkt auch D. arborea L., aus Peru, Zierpflanze unsrer Gärten.

44) * Bilsenkraut (Hyoscyamus niger L., Tafel II), alle Teile, besonders die Wurzel und der Same.

XVIII. Apocyneen.

45) Brechnußbäume (Strychnos) und zwar der echte Brechnußbaum oder Krähenaugenbaum (S. nux vomica L., s. Tafel "Arzneipflanzen II"), in Ostindien, dessen Samen das Strychnin enthalten, der Upasstrauch (S. Tieuté Lechen.), auf Java, dessen Wurzelrinde das zum Vergiften der Pfeile dienende Upasgift liefert, der Uraribaum (S. guyanensis Mart.), in Brasilien und Guayana, aus dessen Milchsaft das "Curare" genannte Pfeilgift der amerikanischen Wilden stammt, und der Ignatiusstrauch (S. Ignatii Berg., Ignatia amara L.), auf den Philippinen, dessen Samen gleiche Wirkung haben wie die des Krähenaugenbaums.

46) Schellenbäume (Cerbera) und zwar der Ahovahibaum (C. Ahovai L.) und der schmalblätterige Schellenbaum (C. Thevetia L.), in Westindien, mit giftigem Milchsaft, und die Tanghinie (C. Tanghin Hook., Tanghinia madagascariensis Pet. Th.), auf Madagaskar, die Frucht und der Same.

XIX. Rubiaceen.

47) Echte Ipekakuanha (Cephaëlis Ipecacuanha Rich., s. Tafel "Arzneipflanzen I"), in Brasilien, die Wurzel.

XX. Kaprifoliaceen.

48) * Attich oder Zwergholunder (Sambucus Ebulus L.), die Wurzel und Blätter.

XXI. Umbelliferen.

49) * Wasserschierling oder Wüterich (Cicuta virosa L., Tafel I), alle Teile, am heftigsten der Wurzelstock.

50) * Gartengleiße oder Hundspetersilie (Aethusa Cynapium L., Tafel I), alle Teile, besonders die Stengel und Blätter.

51) * Röhrige Rebendolde (Oenanthe fistulosa L.), alle Teile, besonders die Stengel und Blätter.

52) Gelbmilchende Rebendolde (Oenanthe crocata L.), in Südeuropa, alle Teile, vorzüglich die Wurzel.

53) * Berauschender Kälberkropf oder Taumelkerbel (Chaerophyllum temulum L.), die Wurzel, Stengel und Blätter.

54) * Gefleckter Schierling (Conium maculatum L., Tafel I), die Stengel und Blätter.

XXII. Menispermen.

55) Fischtötender Mondsame oder Kockelskörnerstrauch (Anamirta Cocculus Wight., C. suberosus Dec., Menispermum Cocculus Wall.), in Ostindien, der Same.

XXIII. Ranunkulaceen.

56) * Aufrechte Waldrebe (Clematis erecta L.), alle Teile, besonders die Blätter.

57) * Alle Arten von Windröschen und Küchenschelle (Anemone, Tafel I), alle Teile, vorzüglich die Stengel und Blätter.

58) * Alle Arten von Teufelsauge oder Adonisröschen (Adonis), alle Teile, besonders die Wurzel.

59) * Alle Arten von Hahnenfuß (Ranunculus), besonders der Gifthahnenfuß (R. sceleratus L.), der scharfe Hahnenfuß (R. acris L.), der brennend scharfe Hahnenfuß (R. flammula L.), der große Hahnenfuß (R. Lingua L.) und der Alpenhahnenfuß (R Thora L.), alle Teile.

60) * Die grüne, die schwarze und die stinkende Nieswurz (Helleborus viridis L., H. niger L., beide Tafel II, und H. foetidus L.), die Wurzel.

61) * Gemeiner Akelei (Aquilegia vulgaris L.), alle Teile.

62) Scharfer oder Läuserittersporn (Delphinium Staphisagria L.), in Südeuropa, der Same.

63) * Alle Arten von Eisenhut oder Sturmhut (Aconitum, Tafel II), alle Teile, vorzüglich Wurzel und Blätter.

XXIV. Papaveraceen.

64) * Gemeines Schöllkraut (Chelidonium Majus L.), alle Teile, besonders die Wurzel.

XXV. Kukurbitaceen.

65) * Weiße und zweihäusige Zaun- oder Gichtrübe (Bryonia alba L. und B. dioica L.), die Wurzel.

66) Balsamgurke (Momordica Balsamina L.), in Ostindien, die Frucht.

67) Spring- oder Vexiergurke (Ecballium officinale Nees ab Es., Momordica Elaterium L.), in Südeuropa, die Frucht.

68) Koloquintengurke (Cucumis Colocynthis L.), im Orient, die Frucht.

XXVI. Klusiaceen.

69) Mehrere Arten Gummiguttbäume, besonders Garcinia ceylanica Roxb., auf Ceylon, G. cochinchinensis (Hebradendron cochinchinensis Lindl.), in Siam und Kochinchina, und Hebradendron cambogioides Grah., auf Ceylon, deren Milchsaft das giftige Gummigutt liefert.