Schnellsuche:

Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Diese Seite ist noch nicht korrigiert worden und enthält Fehler.

295
Englische Litteratur (seit 1884: Geschichte, Reisebilder)
Überarbeitung des deutschen Teils wünschenswert erscheint. G. M. Theal, durch örtliche Studien begünstigt, gibt uns die > ?Ii8tm^v <^f3mud ^.t'lll^, 14>><»- j 1>i;>1 ^^ deren Fortsetzung bis zur Neuzeit von Interesse sein wird, Kate Norgate eine beschickte von
Nni>1lnul unä^r ti^ ^u^ovin I<in^^ ,, Kapitän Bingham die »I^ett^r^ lrn<l «^^^ats'lle^ of siio ülst X^öleon«, Percy Grey die Hi^m.v <^s^e I'nisecl !^sate^-<. Der tüchtige Edmund Ollier hat mit dem 4. Band, kurz vor seinem Tode, die schön und gewissenhaft gearbeitete ^niv?i>lU Ili^to, v^ vollendet. Zahlreich sind die Schriften, die sich an das Jubiläum der ! Königin Viktoria anschließen. Wir nennen von denselben nur zwei: T. H. Wards »^Iie reiun of Hveen ^ Victoria«, und »I^ittv v?lN'8 sl^s»'< von Walter Neiant, der durch Vergleichung der Gegenwart mit oem Anfang von Vittorias Regierung ein interessantes Bild uns vor die Augen stellt. Von den zahlreichen Ichriften über Irland seien erwähnt: Irelam!'- vom Grafen Grey; die kurzgefaßte »liinli jli^wi'v lor Nnoliftli renäpi^ von W. S. Gregg, im ganzen den Agitatoren günstig, doch mit größerer Mäßigung geschrieben, als diese selbst zeigen; die Monographie »^n^ In'ftk in ^n?f, ali^ von I. F.
Hogan; ^^Ilip l^eit in lielauä von der begeisterten Frau Bryant, ganz im Sinn der Agitatoren; I^vs» «fti.tmieft ol 1ii8^ lnstorv, 1W1 fs> 18?<^,, einge leitet und herausgaben von dem Historiker James Bryce, welcher sich der Partei der Homeruler günstig zeigt. Letzterer hat auch über die Vereinigten Staaten von Nordamerika eine Reihe von Mono-! graphien verschiedener Autoren eingeleitet. Unter! oem Titel: 11i? pi68ens ))o^ition <^t ^ni'»p^li,n i»oli- ^l ic^<- veröffentlichte Sir Charles Di l k e, der noch vor ^ kurzem zur Stellung eines Ministers des Auswärii- i gen berufen schien, ein durch große Sachkenntnis ausgezeichnetes Buch, das in einer andern Schrift Diltes: »^Ii<? Ziiti^k arniv«, eine Ergänzung findet. Ein hier mit zu erwähnendes Werk des Obersten Maurice, Bruders des oben genannten Historikers: .liis dallml^ of mi1ita^v po^^r^ of^uiop^ <, fand rühmlichen Beifall. Hier seien auch die gleich im Englischen erschienenen Denkwürdigkeiten: ^kmini'z«Mice», stt. I'ktkrftdni'^ ^nä I^s»n, ls»n<> des Grafen Vitzthum verzeichnet. Über die russische Frage hat der Reisende und frühere Beamte des englischen Auswärtigen Amtes, Charles ^Marvin, veröffentlicht: ^lis Hu8«iann at tlift ^klte ot üei'llt < und lie'eonuoiti iu^ ^smral ^zj^«. Die beiden Bücher des seither im Sudan verschollenen Edmund O'Donovan:
Nsrv^ und die »Hie.rv l^^i^«, seien hier mit erwähnt. Über Rußland selbst schrieb ein in London lebender, durchaus als Autorität geltender Russe, Mitarbeiter der > ^im68' und verschiedener Monatsschriften, unter dem Pseudonym Stevniak: >1n? Ku88ian pS883.nti'v: ldoiv a Fi'«.lian comlision, ^0< i«1 lils auä leii^ion«. Im russenfreundlichen Sinn veröffentlichte W. T. Stead, der sensationssüchtige Leiter der »I^U Hinil s^xett^«: ^ii? NMii al)c»us Kn88iÄ'<, die Ergebnisse einer Reise nach Rußland, auf welcher er von der offiziellen Welt begünstigt ward.
Äußerst zahlreich sind die Schriften über Ägypten und das übrige Afrika. Wir nennen: ^inia l'g Ztm iu OsntlaI ^ti'ioa: lellers aiici ^'mn'NÄl8 < von Frau R.W.Felkin, der Mutter von Emins langjährigem Genossen und noch ständigem Korrespondenten, dem Arzt Vr. Felkin (auch in deutscher Ausgabe erschienen, Leipz. 1888); > Lite anä vvork ot Nmiu ^88lia lu öliu^toiial ^.iiic Ä'< von H. W. Little, einem Geistlichen; 'L^'pr nnäer I«;m2i^ von I. Carlyle
Mc Coan, der erst jeht (1889) das Material veiössentlicht, zu dessen Ansammlung ihm ungewöhnliche Gelegenheiten zu Gebote standen, und das sich zu einer schweren Anklageschrift wider den vorigen Chedive gestaltet; »1Il6 camimi AN ot' tlie ^tltHract^ 1884/85 von Oberst Buttern. a. Den Büchern des unternehmenden Reisenden Stanley (»I'lirouo^ tlik äaik continki t < und »^1'ji6 (> Vm^o<) sind viele Schriften über jene Teile Afrikas gefolgt. Das neueste derselben: < Kiv?i' lit« on tli6 ^on^o« von I. N.
Werner, der nicht den Beschränkungen des Nmiu Ilklief ^amnii Nt'^ unterworfen«, gibt em mannig, fach trübes Bild der dortigen Zustände. In dieses Kapitel gehört auch ^lin lnstorv ok ^^ 8iave« von dem Reisenden 5i). H. Johnstone. Andres auf Zeitgeschichte Bezügliche findet sich in unsern Abschnitten »Biographie , »Staatsgeschichte< u. dem hier folgen, den. Zur Zeitgeschichte gehört auch die Streitschrift »^Q6 tatiii i!in8^ <>f 1^i6cl6i iok tii6 ^odiß« des viel genannten Arztes Sir MorellMackenzie, der gegen wärtig an einem neuen Vuch: »8ix moiM8 r68iäftuc^ ai^ sne conit ot tliß d'io>vn?rinf!6 9.uci rnk (Fkrmau Lmp^i-m'<, arbeitet.
Neisebilder.
Auch auf deni Gebiet der Reisebeschreibungen, von jeher ein Hauptzweig der englischen Litteratur, waren die letzten Jahre sehr ergiebig. In erster Linie stehen zwei Bücher des Historikers James Anthony Fr 0 ude 1
»Os>a!lk« UNd ^li6 Rn AliftQ IN tN6 ^Vk8t 1uäi68< .
Anziehend durch glänzenden Stil, weiten Blick, originelle Bemerkungen und neueröffnete Einsichten, durch die politische Reife des schon alternden Verfassers, haben gleichwohl beide Widerspruch hervorgeru fen, jenes von feiten mehrerer Wortführer der austra^ tischen Kolonisten, dieses von seiten eines Negers, I.
I. Tb 0mas von Trinidad (»l^'ioudaeit)'; >V68t In° s ÜÄU tadl«.? Lxpiainkd«), welcherdes Reisendenwenig schmeichelhafte Darstellung ( ^rouäs .^u<laoi^v«) der Folgen der Sklavenemanzipation bekämpft. Über den jetzt besonders anziehenden Teil Afrikas liegt ein um fassendes Werk vor von Professor Drummond: »^i^pjs'ai ^ti icn/ ;; über Südafrika, wo der Verfas ser W Jahre gelebt hat: »1nc^va<li Vaiui« von I.
W. M atthews; über Sansibar, außer den veröffent lichten Konsularberichten: »Xi1iina'^'ars>'< von H.
Johnston und >'2l^uxid«.r'< von Burton; ferner: ^H(iÄFÄ8c'Hi' von Kapitän Oliver; über dieselbe Insel das Werk von Sibree: >1ks ßreat ^.tiieau i8l.^uci< und
Üder Asien: »?6i'»m Nnä t1i6^sr8i3.n3« von M. Ben ^ jamin; ><?ei 8ia «,8 it 15« von Wills; > H^itH or lit^ in inoäkiu ^i68t,ine< von Lawrence Oliphant.
Über Amerika: »1'^6 ttreat, 8i1vsr I^ivsr; uot68 ni'n r^^iäf'Ns'k in Vuenns ^.vre^« von Sir Horace Rum bold; »^laves^ in tlie, ^viläs ol Ncuaäor l^nä tn^ 9xi)1oratiun ot tn^ ?utumg,^0 River« von Alfred Simson; Xot83 <^f ss. natui-tlii^t. iu 8outn America' von John Ball; 1'N6 lanä «t«t tlie ?inkl>6a,'l«, d. h. die Bahamainseln, von C. D. Powles. Über Ost asien und Australasien: >^ü6 I^ou^ ^Vdit6 Ilountl^in« (Niandschurei) von H. E. M. James; »I'ne, wn<l. of t1i6 viaoon« von W. S. Percival; »'ldlou^ll td6 Van^-t^ft s^oi-^est« von Archibald Little; >'Iiit^ in (Ü0l6H' von W. G. Carles; »I'ds oruiss ot tb? H1arode8^: Xam8cl'Htkg. anä ^e/vv (winsa.« von R.
Guillemard: >'?i0N66riu^ iu ^k'w l Äuinea^ von James CHalmers; »^xplorktion« ^nä aävkuture^ in ^t^^v l^uinßk« von Kapitän Strachan; »^.mon^ sne ^unidni8 of Xe^v Ouinea« von dem Geistlichen S. Macfarlane-, 21)' «.ouäulat^ iu ^amoü. von