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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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80I100I8« (5. Aufl. ^67), durch Beiträge zu den PU' blikationen der Arundel-Gesellschaft und mit einer Geschichte der englischen Nationalgalerie (in der »yu^'sei'1^ ^6vi6>v«, Okt. 1886), zu deren Trustees er gehört.
lich Williams), engl. Maler, geboren im März 1831 zu Worcester, studierte anfangs die Ingenieurwissenschaft, wandte sich aber später der Kunst zu und gewann auf der königlichen Zeichenschule in Worcester mehrere Preise, bis er 1854 auf die Kunstakademie in London kam, wo er sich zum Landschaftsmaler ausbildete. Schon in demselben Jahr stellte er sein erstes Bild: Dorfkinder Seifenblasen machend, aus, und von da an war er ein regelmäßiger Aussteller in der königlichen Akademie. Die Vorwürfe seiner Landschaften sind meist anspruchslos, viele seiner .Heimat, der Nmgebung von Worcester, entnommen. Auffassung und Farbe geben ihnen ihren Wert. Auch dem schottischen Hochland, Nordwales, der obern Themse und den Alpen hat er häufig Motive entnommen.
Am bekanntesten sind sein Wetterhorn, der Sturm, February Fill-Dyke (1882) und Am Abend wird es bell sein (1882). 1883 wurde er zum Mitglied der königlichen Akademie ernannt.
*Le Veau (spr. löboh), Luise Adolpho, Pianistin und Komponistin, geb. 1850 zu Rastatt, bildete sichm Karlsruhe und seit 1874 in München aus und lebt seit 1885 in Wiesbaden. Ihre Kompositionen bestehen in Liedern, Chören, Kammermusikwerken, Klavierkonzerten, einer Konzertouvertüre für Orchester und einem Oratorium: Ruth. Sie erhielt 1882 einen Preis für Cellokompositionen und machte erfolgreiche Kunstreisen in Deutschland und Österreich.
Üeboeuf, Edmond, Marschallvon Frankreich, starb 7. Juni 1888; er hatte sein schweres Geschick mit Würde ertragen und nie, wie viele andre Generale, einen Versuchgemacht,dieVerantwortung sür die auf ihm lastende Schuld auf andre Personen abzuwälzen.
Lebrun, 1) Charles, franz. Maler. Vgl. noch Jouin, 0.1.. Et I?» ai'ts 80U8 I^ouis XIV (Par. 1889).
Lechlrr, Gotthard Viktor, protest. Theolog, starb 26. Dez. 1888 in Leipzig.
' Leclercq (spr. loklähr), 2) Emile, belg. Schriftsteller, geb. 10. Febr. 1827 zu Monceau sur Sambre im >)ennegau, widmete sich erst der Malerei, wandte sich dann der Belletristik und Kunstkritik zu und wurde später Inspektor der schönen Künste. Von seinen zahlreichen Romanen nennen wir: »I.s lülunöl Lon« (1858);
»1^68 KM0U1'8 31N(^1'68« (1860) ;; »^l MßlMX (16 A6U1'6«
(1860); »^drikiw Hitu^v« (1866); »('nM68 vini-86inl)1k.di68 j)0M' I«8 6iMntl^ (1867); ^68 I)6tit8-ÜI« ä6 Don (juio1i0tt6« (1867); »Itistoil'k intinis
cl'uu 1wmme<- (l8<)9); »I5«»m:ui8 ü I'ean <16 i'08S« (1874); ^11^ W(> <w i>mi M. (1874) 3c. Außerdem schrieb er: »1^6 «ecoud eni^irß t'^m.ai^. Os 1a, pii-8nu <1e Ullin llUXMi'äni8 (^6 ^Vi1IiEim8lii)k6.< (1872); »1^68 N6108 (16 la. 1il»6i't^ 611 I)61Z'M16« (1875);
»1/i^'s 6t 168 i1iti8t68 (1877) 2c.
Ledrberg, Gemeinde in der belg. Provinz Ostflandern, Arrondissement Gent, im SO. von Gent, am rechten Scheldeufer und an der Genter Gürtelbahn gelegen, hat chemische Fabriken, Baumwollspinnerei^ und (1889) 12,514 Einw.
Leder beurteilt man in der Regel nach Beschaffen-heit des Schnittes, der Geschmeidigkeit und dem Gewicht. Zur Ermittelung des Wassergehalts trockn net man 10 ^^ zerschnittenes L. im Luftstrom bei 8«) bis 90". Erhält man beim Einäschern von 5 ^^ ^. im Platintiegel zu viel Asche (7-10 Proz.), so deutet dies auf Beschwerung, und die Asche muß näher untersucht werden. Wichtig ist die Vestimmuug des Kalkgehalts in der Asche, weil Kalk die Haltbarkeit des Leders beeinträchtigt. Zur Ermittelung des oft übermäßig hohen Fettgehalts kocht man 5-10Z- fein zerschnittenes L. mit 6-8proz. Natronlauge, zersetzt darauf die Seifenlösung mit Salzsäure, schmelzt die aö^ geschiedenen Fettsäuren mit genau gewogenem wei' ßen Wachs zusammen und wägt den erstarrten und mit Fließpapier getrockneten Kuchen. Man kann auch zur Untersuchung des Leders den Stickstoffgehalt desl felben bestimmen. Haut enthält ca. 30 Proz. Stict! stoff, so daß sich leicht der Gehalt des Leders an Hainsubstanz berechnen läßt. Die Schnittfläche muß bei garem L. in der ganzen Masse gleichmäßig sein und darf keine dunkeln Streifen zeigen. Beim Kochen mit Wasser schrumpft in dünne Streifen zerschnittenes lohgares L. start ein und wird bröckelig; die Flüssigkeit ist durchsichtig, rotbraun und gelatiniert nicht beim Erkalten, wenn man sie zur Sirupskonsistenz verdampft. Als Beschwerungsmitteldienen besonders Chlorbaryum, Chloraluminium, Traubenzucker. Zur Nachweisung derselben digeriert man das L. einige Stunden mit lauwarmem Wasser und prüft den Auszug auf Chlor, Baryum und Thonerde. Einen andern Teil des Auszugs versetzt man zur Fällung von Gerbstoff vorsichtig mit etwas essigsaurem Kupfer, filtriert und prüft nun mit Fehlingscher Lösung aus Zucker. Bei allen diesen Prüfungen deuten nur starte Fällungen, nicht schwache Trübungen auf Verfälschung. Schließlich prüft man auch die Festigkeit des Leders auf einer Zerreißmaschine und fein Verhalten gegen Wasser. Je mehr Wasser ein Stück L. von bestimmtem Flächeninhalt, Dicke und Gewicht aufnimmt, um so schlechter ist es. Folgende Tabe U».' zeigt das Verhalten von gutsm, lohgaren: L.:
Sohlleder Sohlleder Kalbleder
Gewicht Gramm Zunahme Proz.
Dicke Millim.
Zunahme Proz.
Gewicht Gramm Zunahme Proz.
Dicke Millim.
Zunahme Proz.
Gewicht Gramm Zunahme Proz.
Bei Vcgiim..... Nach 35 Minuten. .. .. 16 Stunden .. .. .. ° 4 Tagen ....
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Die Gerbereien sind für die Arbeiter und für die Nachbarschaft in mehrfacher Beziehung hygienisch ungünstig. Beim Schwitzen der Häute entwickeln sich schwefelammoniumhaltige Gase, welche Vergiftungse:scheinungen, selbst den Tod herbeiführen tonnen, wenn die Räume, in welchen die Operation zur Ausführung gelangt, vor dem Betreten durch die Arbeiter nicht hinreichend gelüftet werden. Durch neuere
Methoden ist diese Gefahr indes wesentlich herabgemindert worden. Wo Schwefelarsen zum Enthaaren angewandt wird, leiden die Arbeiter an Geschwüren und Hautkrankheiten der Finger. Arbeiten mit faulem Harn erzeugen Übelkeit und Ohnmachten. Infolge unvermeidlicher Durchnässungen und Erkältungen leiden die Gerber häusig an Lungenentzündungen und Rheumatismen, die Arbeiter m