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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Olekma - Ommeganck
^Oletma, Fluß m der Prounn Iakutsk dos rusjisch-sibir. Generalgouvernements Irkutsk, entspringt am Nordwestabhang des Jablonoigebirges, unweit der Quellen der Nertscha, fließt in nordöstlicher, dann nordwestlicher Richtung und fällt nach 15(i0 km langem reißenden Lauf, der aber doch im untern Teil schiffbar ist, rechts in die Lena. Das Flußgebiet der O. ist reich an Pelztieren; eine nur zeitweilig starke Bevölkerung beschäftigt sich mit Goldgräberei.
^Olekminsk, Bezirksstadt in der Provinz Iakutsk des sibir. Generalgouvernements Irkutsk, am linken Ufer der Lena, oberhalb der Mündung der Olekma, wichtige Dampferstation und großer Pelz- und Vieh-markt, mit (i«8->) 498 Ginw.
*Olfers, Marie von, Schriftstellerin, geb. 27. Okt. 1826 zu Berlin, Tochter des Direktors der königlichen Museen, empfing im hochgebildeten elterlichen Haus den vorzüglichsten Unterricht, widmete sich mit Vorliebe der Malerei und Musik, betrat aber auch schon früh mit einigen Märchendichtungen das Gebiet der Litteratur und gewann allmählich als Erfinderin psychologisch feiner Novellen einen Kreis teilnehmender Leser. Sie erschienen als »Novellem (Verl. 1872); »Neue Novellen« (das. 1876); Simplicitas« (das. 1884); »Die Vernunftheirat, und andre Novellen'< (das. 1887). Die Dichterin, welche auch durch eine Neihe sinniger Kinderschriften bekannt geworden ist, lebt unverheiratet in ihrer Vaterstadt.
Oliphant, 2) Lawrence, eng!. Reiseschriftsteller, starb 23. Dez. 1888 in Twickenham.
^3) Thomas Lawrence Kington, engl. Schriftsteller, geb. 16. Aug. 1831 zu Henleaze bei Bristol, studierte in Oxford, dann auf der Londoner Rechtsschule des Inner Temple und lebt jetzt zu Gast in ner schottischen Grafschaft Perth. Er schrieb: »ki^ ,>ktii6 empslor?>6ä<ilic: tn6 86c:onä«(1862); ».laoolüts I,Hirä8 of 6a8k« (1870); »I^iiO ot tke. Du^ äs KUM68"! (1875); »I)uk6 anä tti^ »edolar, anä otlipr 6883^8« (1875); ferner: »3ouro88 olßtanclllnl Nn^li«d« (1873), »Olä anä miääis Vu^Iiftk« (1878) und /rk.6 N6^ Nnß'1i8!i'< (1886, 2 Bde.).
^Olschläger, Hermann, Schriftsteller, geb. 19 Nov. 1839 zu Schweinfurt, studierte in München, trat 1859 in die bayrische Armee ein, nahm 1861 den Abschied, wandte sich zu erneuten Studien nach München zurück, erwarb die philosophische Doktorwürde, trat 1869 in die Redaktion der »Gartenlaube« ein, unternahm dann größere Reisen, ließ sich Ende der 70er Jahre in Kannstatt, 1884 in Weimar nieder, wo er unter anderm vom Großherzog von Sachsen in das Kuratorium des Goethe-Nationalmuseums berufen ward und litterarisch thätig lebt. Er schrieb außer > Gedichten« (Münch. 1869) und »Novellen in Oktaven« (Leipz. 1882) ein episches Gedicht: »Engel Kirk« l Dresd. 1886), die Romane und Novellen: »Wunoerüche Leute'< (Leipz. 1870, 3Vde.), «Novellen« (1872), .Plaudereien aus Rom' (1875), ein Schauspiel: »Die Kunst im Hause« (1887), und übersetzte Ovids »Elegien der Liebe« (Leipz. 1880) und Musäos' »Hero und Leander« (das. 1882).
"Olshaujen, 5) I u st u s, Kriminalist, geb. 10. April 1844 zu Kiel, studierte in Berlin, Heidelberg und Go'ttingen, trat darauf in Berlin in die juristische Praxis ein, ward 1873 zum Staatsanwaltsgehilfen in Königsberg, 1875 zum Obergerichtsassessor m Celte, 1878 zum Kreisrichter daselbst, 1879 zum Landrichter in Kottbus ernannt, in demselben Jahr auch zeitweise im königlichen Justizministerium mit Organisatlonsarbeiten beschäftigt, sodann 1880 als Landrichter nach Berlin, 1885 als Landgerichtsdirektor nach
Schneidemühl, 1867 als Rat an das königliche Kammergericht Berlin versetzt, mit welcher Stellung er seit 1888 die eines Dozenten für Rechtswissenschaft an der königlichen Forstakademie Eberswalde verbindet. Unter seinen Schriften sind zu nennen: »Die Einsprüche dritter Personen in der Exekutionsinstanz nach gemeinem und preußischem Recht« (Berl. 1874)-.
>Der Einfluß von Vorbestrafungen auf später zur Aburteilung kommende Strafsachen« (das. 1876), besonders aber sein reichhaltiger »Kommentar zum Strafgesetzbuch fürdas Deutsche Reiche (3. Aufl., das. 1889).
^Ölsnitz, 2) Dorf in der sächs. Kreishauptmann schaft Zwickau, Amtshauptmannschaft Chemnitz, an der Olsnitz und der Linie St. Egidien-Stollberg der Sächsischen Staatsbahn, hat eine evang. Kirche, ein Schloß des Fürsten von Schönburg-Waldenburg, bedeutenden Steinkohlenbergbau, Strumpfwarenfabrikation, Dampfsäge- und'Wassermühlen, Ziegelbrennerei und li8»5>) 8223 Einw.
Ölten, (i«88) 4936 Einw.
"Olympios, 1) Georgios, einer der griech. Freiheitshelden, geboren um 1775 auf dem Olymp, kämpfte 1801 gegen Ali Pascha in Makedonien, 1804 bis 1805 gegen die Türken in Serbien und 1811 im russisch-türkischen Krieg unter Kutusow als Befehls Haber eines griechischen Hilfskorps. Als 1821 3)psilantis die Befreiung der Christen unternahm, war O. sein bedeutendster 'General. Nach der Schlacht bei Dragatzani und dem Nntergang der beiligen Schar zog er zur Verteidigung des wichtigsten Punktes in das Kloster Sekka (Moldau), entließ dort die Haupt macht, kämpfte mit wenigen Männern bis auf das äußerste und sprengte dann den Glockenturm in die Luft, sich und zahlreiche Türken unter den Trün^ mern begrabend. Bei Dragatzani wurde 1885 ein Denkmal errichtet.
^2) Diamantis Nikolaus, geboren um 178^> ebenfalls auf dem Olymp, wurde dort Armatole und half den griechischen Aufstand vorbereiten und durchkämpfen. Als nach der Schlacht bei Kitros der makedonische Aufstand von den Türken niedergeworfen war, zog er noch mit seiner Schar nach Hellas und kämpfte in Trikkera, Skiathos, Skopelos und au^ Euböa; er war 1843 einer der Vertreter Makedoniens in der konstituierenden Nationalversammlung in Athen und starb als Senator und General 1855 in Lamia. Sein Leben schrieb Philippides (Athen
1880).
*Ommaney, Sir Srasmus, brit. Vizeadmiral, geb. 1814 zu London, trat 1826 in die Marine ein, wurde 1846 Kapitän und führte 1850-51 unter Austin die Assistance und zeitweise auch Intrepid durch die Barrowstraße Zur Beecheyinsel (und zum Kap Hotham), wo von ihm, von de Haven und Penny ziemlich gleichzeitig die ersten Spuren Franklins gefunden wurden. Er überwinterte mit Austin bei der Griffithinsel nördlich vom Peelsund und nahm auf ausgedehnten Schlittenfahrten mit Osborn Browne, Mac Clintock und Aldrich die Küsten des nördlichen Prince Wales-Landes und der Melvilleinsel bis nach Banksland auf. Auf der Rückreise nach Europa untersuchte O. noch den Eingang in den Smithsund und namentlich die Careyinseln. Später wurde er Mitglied der Royal Society, und 1877 erhielt er die
Ritterwürde.
"Ommeganck, Balthasar Paul, niederlä'nd.
Maler, geb. 26. Dez. 1755 Zu Antwerpen, büdete ftch bei dem Landschafts- und Tiermaler Hendrik Josef Antonissen (1737-94), wurde 1796 Professor an der Antwerpener Akademie, 1815 Kommissar zur