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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Orléans - Orville
schaft Deutschland zur Teilnahme am italienischen in der von ihm geleiteten Zeitschrift ./^^ir^extt
Krieg fortzureißen. 1864 trat er in österreichische Dienste über, ward im Ministerium des Auswärtigen publizistisch beschäftigt, 1866 Regierungsrat und Ritter der Eisernen Krone. Er starb 9. Juni 1874 infolge eines Unglücksfalles.
Orleans. Der Graf von Paris, der sich seit seiner Ausweisung aus Frankreich (1886) in England aufhält, erließ von hier aus wiederholt Manifeste, in welchen er seine Rechte wahrte und verkündete, daß das Heil Frankreichs von der baldigen Niederherstellung der legitimen Monarchie abhänge.
Er gestattete seinen Anhängern, sich der boulangisti verdient. Auch als Dichter that er sich hervor.
"Orton, James, amerikan. Naturforscher und Reisender, geb. 21. April 1830 zu Seneca Falls (New Jork), studierte Theologie, bekleidete mehrere geistliche Ämter, zuletzt in Brighton im Staat New Jork. erhielt 1866 eine Lehrstelle für Naturwissew scyaften an der Universität Rochester. 1869 am Vassar College. Seit 1867 forschte er auf drei Expeditionen in Südamerika, besonders in Peru, von wo er mit Oberst Staunton, F. S. Williams. P. V. Myers durch Ecuador und auf dem Rio del Napo, welchen er auf einem seit Orellana 1539 nicht wieder be^
schen Agitation anzuschließen, in der Hoffnung, daß ! schriebenen Weg erreichte, zum Amazonas und diesen
diese den Sturz der Republik herbeiführen werde und dann die Monarchie errichtet werden könne; daß er
hinab^og, wobei er Gelegenheit fand, die von Agassiz aufgestellte Gletschertheorie zu widerlegen. 1873
Boulanger mit Geldmitteln unterstützt habe, glaubte macht? er diese Reise in umgekehrter Richtung noch
man nur deshalb nicht, weil der Geiz des Grafen allbekannt ist. Der Herzog von Aumale war mit dem Anschluß der Monarchisten an Boulanger durchaus nicht einverstanden, und es kam zu einem förmlichen Bruch zwischen ihm und dem Grafen von Paris.
Die Monarchisten stellten sich seitdem, wie die Bonapartisten, ganz offen auf den Boden der Volkssouveränität, wie ein Aufruf vom Juni 1889 bewies. Daneben versäumte die Familie O. nicht, ihre Vezie einmal, und 1876 forschte er in Bolivia und im Gebiet des Maranhao, namentlich auf dem noch wenig bekannten Rio Beni und schließlich am Titicacasee, auf welchem er25. Sept. 1877 starb. Seine Hauptschriften sind das Reisewerk »Ike ^.nä68 9.n<1 ttu: ^iim/ou« (New Jork 1876, 3. Aufl. 1877) und die »Om^ralivs ^oo Io F^« (das. 1876).
Ortzen, Georg von, Schriftsteller, geb. 2. Febr.
1829 zu Brunn in Mecklenburg-Strelitz, studierte
lmnaen zu den Negentenbäusern zu vermehren. Die in Bonn, Berlin und Göttingen die Rechte, trat -^..^. ^_..^... <^ ^,.._2^ .._.. ^^-. ., .^.,.-:.. ^^ g')0 als Offizier in ein preußisches Husarenregiment,
war 1855 - 57 der preußischen Bundestagsgesandt^ schaft attachiert, fungierte einige Jahre als Kammerherr der Prinzessin Friedrich Wilhelm von Hessen, privatisierte dann in Heidelberg und ward 1879 beim
älteste Tochter des Grafen von Paris, Prinzessin Amalie, ist seit 22. Mai 1886 mit dem jetzigen ztö mg Karl von Portugal, die älteste Tochter des Herzogs von Eliartres, Prinzessin Marie, seit 20. Okt.
1885 mit dem Prinzen Waldemar von Dänemark
vermählt. Der älteste Sohn des Grafen von Paris, ^^ deutschen Generalkonsulat in New Jork, 1880 beim Herzog Ludwig Philipp von O., geb. 6. Febr. ^^ Generalkonsulat in Konstantinopel angestellt, von l869, begab sich', nachdem er 6. Febr. 1890 großjäh ! wo er 1881 als Konsul nach Marseille und 1889 als rig geworden war, von der Schweiz nach Paris, um ^^ Generalkonsul nach Christiania kam. Er veröffentvon der Behörde seine Aufnahme in das Heer als! lichte: > Gedit/te< (3. Aufl., Verl. 1861); »Heim-Rekrut dem neuen Wehrgesetz gemäß zu fordern, der ! gebrachtes«, Dichtungen (das. 1866); > Im Sonnen-Prinz wurde 7. Febr. verhaftet und wegen Verstoßes ! schein und Wind«, neue Gedichte (Heidelb. 1868)' gegen das Ausweisungsgesetz 12. Febr zu zwei Iah-! ren Gefängnis verurteilt und ins Gefängnis zu Clair vaux abgeführt. Die Monarchisten feierten den kec!en Streich des Prinzen als große patriotische That. .M' Litteratur: Gazeau de Vautibault, 1.68
:>Aphorismen« (das. 1868) und > Selbstgespräche^ neue Aphorismen (Stuttg. 1873); »Liebeslieder aus
jungen Tagen < (das. 1875); »Stimmen des Lebens^, neue Gedichte (Wnn 1876); »Deutsche Träume, deut sche Siege-, gesammelte vaterländische Dichtungen
<1i'I(!ÄN8 cm ti'idunal äe 1'w8wiitj (Par. 1888-89, 4 z (Leipz. 1876); > Eigne Wege, Gedichte (Verl. 1879); Bde.); Iarry, I^cl vi^ Z)()litj<jn6ä6i^0uisä6l>^nc6, ^Epigramme und Epiloge in Pram« (das. 1880)' <luo cl'^., 1372- 1^07 (das. 1890). Aus dem Nach-! PeradeiPoetenlicht« (das. 1883); »Lieder und ^eute laß des Herzogs Ferdinand von O. (1810-42) ver- ! (Wism. 1883); .Aus den Herbergen des Lebens öffcntlichten seine Sölme: I^cits äe cmnp HAue, l Vresl. 1886); Eines Lyrikers Chronik« (Leipz.
1833-1841^ (Par. 1«90). ! 1887). Unter dem Pseudonym Ludwig Robert
-Orlowtztij, 2) Alexander, russ. Maler, geb. erschienen von ihm Erlebnisse und Studien in der 1777 zu Warschau, bildete sich auf der Petersburger Gegenwart- (Leipz. 1875), anonym die beiden Schrif Akademie der Künste, besuchte dann Frankreich, ten: ^Adam c omi'n. Eva, kurze Bemerkungen zu den Deutschland und Italien und wurde 1812 Hofmaler Akten von einem Unparteiischem (Heidelb. 1877), ,zu Petersburg. O. malte Bildnisse, historische Dar- ..Schnitten« (Bresl. 1878). stellungen, Landschaften, Marinen, Genrestücke und ^Orville (str. ono U), Jacques Philippe d', hol Schlachtenbilder. Eine besondere Meisterschaft ent- ^^ land. Philolog, geb 28. Juli 1696 zu Amsterdam, faltete er in der Darstellung des Pferdes. Eine sei- > studierte in Leiden unter Gronov und Burmann, ner besten Arbeiten ist das Gruppenbild: Großfürst > bereiste 1723-29 fast ganz Europa, wurde 1730Pro^ KonstantinPawlowitsch undseine Suite (Petersburg, fessor der Geschichte und griechischen Sprache am Eremitage). Er starb 14. Mai 1832 in Petersburg, z Athenäum zu Amsterdam, zog sich 1742 auf sein Land.
^Orologie igriech.), vergleichende Gebirgskunde, s. Gebirge (Bd. 17).
'- Orphanidcs, Theodoros, neugriech. Botaniker, geboren zu Smyrna, studierte dort, in Athen und im Abendland, wurde 1850 Professor der Botanik an der Universität zu Athen und starli daselbst 5. Aug. 1886. Er machte sich durch Forschungsreisen auf der Balkanhaldinjel und durch Organisation des botanischen Gartens zu Athen sowie durch wissenschaftliche Arbeiten
gut bei Haarlem zurück und starb 13. Sept. 1751 in Gronenoal bei Amsterdam. Sein Hauptverdienst liegt in der Sammlung wenig oder gar nicht bekannten Materials für Philologie und Archäologie. Als sein Hauptwerk galt die Ausgabe des »^'lianton (Amsterd. 1750). Mit dem ältern Burmann redigierte er die Nj^t Mui^tt 0d86ivlrtiou68 in g.uo tol'^8 V6t6i'68 et I'<x'6inif)r68« (Amsterd. 1732 - 40, 10 Bde.), die er als ^i^cellnueay odssi vatione«