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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Schlagworte auf dieser Seite: Platen; Plater; Platin; Platoden

663

Platen - Platoden

Nr. Name Entdecker und Ort der Entdeckung Zeit der Entdeckung Umlaufszeit (Tage)

225 Henrietta Palisa, Wien 1882, 19. April 2291

226 Weringia Palisa, Wien - 19. Juli 1634

227 Philosophia Paul Henry, Paris - 12. Aug. 2023

228 Agathe Palisa, Wien - 19. Aug. 1193

229 Adelinda Palisa, Wien - 22. Aug. 2303

230 Athamantis de Ball, Bothkamp - 3. Sept. 1344

231 Vindobona Palisa, Wien - 10. Sept. 1822

232 Russia Palisa, Wien 1883, 31. Jan. 1488

233 Asterope Borrelly, Marseille - 11. Mai 1587

234 Barbara Peters, Clinton - 12. Aug. 1347

235 Carolina Palisa, Wien - 28. Nov. 1784

236 Honoria Palisa, Wien 1884, 26. April 1711

231 Cölestina Palisa, Wien - 27. Juni 1675

238 Hypatia Knorre, Berlin - 1. Juli 1814

239 Adrastea Palisa, Wien - 18. Aug. 1873

240 Vanadis Borrelly, Marseille - 27. Aug. 1588

241 Germania Luther, Düsseldorf - 12. Sept. 1934

242 Kriemhild Palisa, Wien - 22. Sept. 1770

243 Ida Palisa, Wien - 29. Sept. 1766

244 Sita Palisa, Wien - 14. Okt. 1172

245 Vera Pogson, Madras 1885, 6. Febr. 1997

246 Asporina Borrelly, Marseille - 6. März 1618

247 Eukrate Luther, Düsseldorf - 14. März 1658

248 Lameia Palisa, Wien - 5. Juni 1419

249 Ilse Peters, Clinton - 16. Aug. 1339

250 Bettina Palisa, Wien - 3. Sept. 2043

251 Sophia Palisa, Wien - 4. Okt. 1995

252 Clementina Perrotin, Nizza - 11. Okt. 2047

253 Mathilde Palisa, Wien - 12. Nov. 1573

254 Augusta Palisa, Wien 1886, 31. März 1197

255 Oppavia Palisa, Wien - 31. März 1664

256 Walpurga Palisa, Wien - 3. April 1907

257 Silesia Palisa, Wien - 5. April 2012

258 Tyche Luther, Düsseldorf - 4. Mai 1548

259 Aletheia Peters, Clinton - 28. Juni 2031

260 Huberta Palisa, Wien - 3. Okt. 2311

261 Prymno Peters, Clinton - 31. Okt. 1278

262 Valda Palisa, Wien - 3. Nov. 1496

263 Dresda Palisa, Wien - 3. Nov. 1909

264 Libussa Peters, Clinton - 17. Dez. 1502

265 Anna Palisa, Wien 1887, 25. Febr. 1376

266 Aline Palisa, Wien - 17. Mai 1719

267 Tirza Charlois, Nizza - 27. Mai 1688

268 Adorea Borrelly, Marseille - 9. Juni 1980

269 Justitia Palisa, Wien - 21. Sept. 1546

270 Anahita Peters, Clinton - 8. Okt. 1182

271 Penthesilea Knorre, Berlin - 13. Okt. 1903

272 Antonia Charlois, Nizza 1888, 4. Febr. -

273 Atropos Palisa, Wien - 8. März 1331

274 Philagoria Palisa, Wien - 3. April 1939

275 Sapientia Palisa, Wien - 15. April 1685

276 Adelheid Palisa, Wien - 17. April 2013

277 Elvira Charlois, Nizza - 3. Mai -

278 Paulina Palisa, Wien - 16. Mai 1649

279 Thule Palisa, Wien - 25. Okt. 3200

280 Philia Palisa, Wien - 29. Okt. -

281 Lucretia Palisa, Wien - 31. Okt. -

282 Clorinde Charlois, Nizza 1889, 28. Jan. -

283 Charlois, Nizza - 8. Febr. -

284 Charlois, Nizza - 29. Mai -

285 Palisa, Wien - 3. Aug. -

286 Charlois, Nizza - 3. Aug. -

287 Nephthys Peters, Clinton - 25. Aug. -

Platen, 2) Adolf, Graf von P. zu Hallermund, ehemaliger hannöv. Minister, starb 26. Dez. 1889 in Dresden. - Sein Bruder Julius, Graf von P., Intendant des Hoftheaters zu Dresden, starb 1. Sept. 1889 daselbst.

Plater *, 5) Graf Wladislaw, geb. 1809, war während der Revolution in Warschau 1830-31 der jüngste Landbote (für Wilecka) und Adjutant Rozyctis. Nach dem Sieg der Russen ging er nach Paris, gründete dort die Zeitung »Le Polonais« (1833-36) und gab die von A. Mickiewicz am Collège de France über slawische Litteratur und Zustände gehaltenen Vorträge im Druck heraus. Er siedelte darauf nach der Schweiz über und verheiratete sich 1844 mit der Schauspielerin Karoline Bauer. Besonders 1863 entwickelte er eine fieberhafte Thätigkeit für die polnische Sache. In Rapperswyl gründete er ein polnisches Nationalmuseum, das er mit großen Opfern zu einer Sehenswürdigkeit erhob. Er starb 22. April 1889 auf seiner Villa Bloemberg bei Kirchberg-Bendlikon am Züricher See und ward im Schloß von Rapperswyl neben seiner 1878 gestorbenen Gattin beigesetzt.

Platin. Das Platinerz zeigt, nach seinem gewöhnlichen relativen Mengenverhältnis geordnet, folgende Verunreinigungen: Eisen, Iridium, Kupfer, Rhodium, Palladium, Osmium und Ruthenium. Bisweilen kommen Verfälschungen mit groben Gußeisenfeilspänen und Gußeisenstückchen vor. Alles P. färbt Salzsäure gelb; erwärmt man mäßig, so darf sich keine Gasentwickelung zeigen. Bei Gegenwart von Gußeisen entwickelt sich Wasserstoff. Nach Deville und Debray schmelzt man 7-8 g reines granuliertes Silber mit 2 g Platinerz (gute Durchschnittsprobe!) unter Borax und Kohle, läßt erkalten und wägt den Regulus. Das an Platinerz + Silber fehlende Gewicht repräsentiert den Gehalt des Platinerzes an begleitenden, resp. verunreinigenden Mineralien. Behandelt man 2 g Platinerz bei 70° so oft mit Königswasser, bis dies auch nach 15 Stunden ungefärbt bleibt, so besteht der ausgewaschene und getrocknete Rückstand aus jenen Mineralien und Osmiridium. Das P. des Handels ist meist verhältnismäßig rein, es enthält bisweilen etwas Eisen und Kupfer und je nach seiner Härte und Elastizität mehr oder weniger Iridium. Zur Bestimmung des Iridiums löst man 2 g P. in Königswasser, verdampft stark mit überschüssiger Salzsäure, neutralisiert annähernd mit Ammoniak, fällt mit heiß gesättigter Salmiaklösung, wäscht den Niederschlag (Ammoniumplatin- und -Indiumchlorid) mit Salmiaklösung aus, löst ihn in siedendem Wasser, versetzt ihn mit Schwefelwasserstoffwasser (um Iridiumchlorid in Chlorür zu verwandeln), verdampft, fällt mit Salmiak, wäscht, glüht und wägt das P. Das Filtrat vom Niederschlag verdampft man zur Trockne, glüht vorsichtig, zuletzt im Wasserstoffstrom, und wägt das Iridium.

Ein guter Platintiegel darf beim Kochen mit Salzsäure und mit Salpetersäure an diese nichts abgeben. Hatte die Salpetersäure Eisen aufgenommen, so kocht man noch einmal; geht wiederum Eisen in Lösung, so ist der Tiegel zu verwerfen.

Platoden. Für die Schnurwürmer ist durch die Meeresexpeditionen nachgewiesen worden, daß sie meistens Küstenbewohner sind. Die Mehrzahl wurde in seichtem Wasser, in unmittelbarer Nähe der Küste erbeutet. Doch finden sich auch einige Arten, so ein neuer Cerebratulus, in größern Tiefen (1100 Faden). Für die Süßwasser bewohnenden Strudelwürmer hat sich eine weite Verbreitung ergeben. Besonderes Interesse erwecken Monotus morgiersis du Plessis ^[richtig: Monotus morgiensis du Plessis] und Plagiostoma du Plessis, welche die einzigen Süßwasserrepräsentanten von Gattungen sind, die sich sonst nur im Meer finden. Sie sind aus Schweizer und norddeutschen Seen bekannt und sind vielleicht thatsächlich Überbleibsel einer Meerfauna, die sich dann weiter verbreitet hat. Unter den neuentdeckten endoparasitischen Strudelwürmern zeigt eine Form (Fecampia erythrocephala) eine eigentümliche Lebensweise, indem sie, geschlechtsreif geworden,