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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Brucker
gen Registrierapparat auszeichnen, sind die von
Chameroy Fils in Paris konstruierten sog. Cha-
meroy-Wagen. Beim Wägen verschiebt man dav
Laufgewicht N (Fig. 4) so weit auf dem Hebels
bis das Gleichgewicht annähernd hergestellt ist, wo-
bei die Schneiden des erstern in eine der auf dem
Hebel stets oberhalb einer größeren runden Zahl bc-
sindlichen Kerben greift. Durch Verschiebung dcs
Niegels V wird sodann das genaue Gleichgewicht
hergestellt, hierauf dreht man den Handgriff ^ auf-
wärts und stellt auf diese Weise den Hebcl ^ fest.
An der untern Seite des lctztern, sowie an der dco
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Fig. 5.
Riegels V sind erhaben gearbeitete, genau den an
der Seite des Hebels und des Riegels befindlichen
Skalen entsprechende Ziffern angebracht. Man
schiebt nun ein Kartonblatt von bestimmter Größe
seitlich in eine Öffnung des Laufgewichts und drückt
den Handgriff 1^ aufwärts, wodurch der Karton
a.egen die Ziffern des Hebels gepreßt und auf diese
Weise die Gewichtsangabe dem Papier eingedrückt
wird. In Fig. 5 ist ein solcher Karton mit ein-
gepreßter Gewichtsangabe dargestellt. Auf der zur
Aufnahme des Bruttogewichts eingerichteten Seite
hat sich unter den Hunderten eine 12, unter den
Zehnern eine 6 eingeprägt, der Strich zwischen 7
und 8 giebt noch 7,5 Einheiten an, sodaß das Ge-
samtbruttogewicht 1267,5 K3 beträgt; das Tara-
gewicht ist auf diefelbe Weise mit 385,5 K3 ermittelt.
Die Mitte des Billets dient zur Notierung der bei-
den und zur Berechnung des Nettogewichts.
Centesimal-Brückenwagen benutzt man zum Ab-
schraubt, letzterer ruht mittels der gußeisernen, mit
Stahl ausgelegten Supporte N auf den vier stäh-
lernen Schneiden m, die in den Hebeln e n befestigt
sind. Diese ruhen mittels stählerner Schneiden auf
Stahlunterlagen, auf welche Weise überhaupt alle
Verbindungen und Auflagerungen bewerkstelligt
sind. Um die Senkung der Brücke vor dem Auflegen
der Gewichte auf die Wagschale zu verhindern, ist
ein System von Hebeln und Zugstangen H, N, H
und II angebracht. Durch die Drehuug des Hebels H


s



Fig. 7.
UM die horizontale Achse V wird das eine Ende
des Hebels 8 so unter die an der Brücke befestigten
gußeisernen Stützen geschoben, daß die letztern auf
den Enden des Hebels 8 ruhen und ein Senken der
Brücke nicht mehr stattfinden kann. Die Hebel 3
drehen sich dabei um die in den Supporten ange-
brachten Stifte. Der Hebel kli mit der Wagschale
? ist auf dem gußeisernen Ständer 1 angebracht
Fig. a.
wägen sehr großer Lasten, wie beladener Eiscn-
bahnwaggons, Frachtfuhrwerke u. s. w., und ist des-
halb die Brücke meist so angeordnet, daß ihre Ober-
fläche im Straßenniveau liegt, weshalb die Wagen
direkt auf dieselbe auffahren können. Es kann bei
dieser Konstruktion ebenfalls entweder eine Wag-
schale mit Gewichtsstücken oder ein Laufgewicht an-
gebracht werden.
In Fig. 6 - 8 ist eine Centesimal-Brücken-
wage mit Wagschale dargestellt; Fig. 6 ist ein
Längenschnitt, Fig. 7 der Grundriß und Fig. 8 ein
Querschnitt dieser Wage. Der hölzerne Boden ^
der Brücke ist auf den Valkenrahmen 0V festge-
und dreht sich gleichfalls mittels stählerner Schnei-
den 3 auf einer Stahlunterlage. Das Gewicht der
Last ist gleich dem Hundertfachen der auf der Wag-
schale befindlichen Gewichte.
Die größten B. finden sich auf größern Güter-
bahnhöfen, wo sie zur Abwägung ganzer Güter-
wagen dienen; hier ist die Brücke als ein Ausschnitt
der Gleisanlage ausgeführt, der in seiner Ruhelage
das Auffahren eines Eisenbahnwagens gestattet.
Vrucker, Jak., Geschichtschreiber der Philo-
sophie, geb. 22. Jan. 1696 zu Augsburg, bezog
1715 die Universität zu Jena, wo er sich später auch
habilitierte. Er kehrte 1720 in seine Heimat zurück
und wurde 1724 Rektor der Schule und Adjunkt
des Ministeriums in Kaufbeuren, 1744 Pastor in