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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

Schlagworte auf dieser Seite: Cox; Coxa; Coxalgie; Coxcie; Coxe; Coxītis; Coxwell

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Cox (George William, Sir) - Coxwell

Cox, George William, Sir, engl. Geschichtschreiber, geb. 1827, besuchte die Schule in Rugby und Trinity College zu Oxford, wo er Master of Arts wurde. 1850 als Geistlicher ordiniert, bekleidete er bis 1857 verschiedene Pfarren und 1860‒61 eine Lehrerstelle im Cheltenham College, war dann wieder Geistlicher in Kent und Yorkshire. Nach dem Tode seines Oheims Sir Edmund C., 1877, folgte er als fünfzehnter Baronet. Litterarisch trat er 1850 mit «Poems, legendary and historical» auf. Sehr bewandert in alter Geschichte und Mythologie, schrieb er «Life of St..Boniface» (1853), «Tales from Greek mythology» und «The great Persian war» (1861), «Tales of the Gods and heroes» (1862), «Tales of Thebes and Argos» (1863), «A manual of mythology in the form of question and answer » (1867), «Tales of ancient Greece» (1868), worin er das meiste ältere sammelte, und «Latin and Teutonic christendom» (1870). Am bekanntesten machten ihn «The mythology of the Aryan nations» (2 Bde., 1870; neue Aufl. 1882), ein Werk, in dem C. die Ergebnisse seiner besonders durch Max Müller angeregten Forschungen über vergleichende Mythologie übersichtlich und gemeinverständlich niederlegte. Später veröffentlichte er «A history of Greece» (2 Bde., 1874), «The Crusades» (1874), «A general history of Greece from the earliest period to the death of Alexander the Great, with a sketch of the subsequent history to the present time» (1876; neue Ausg. 1883), «History of the establishment of British rule in India» (1881), «Introduction to the science of comparative mythology and folklore» (1881), «Lives of Greek statesmen» (2 Bde., 1886), «A concise history of England and the English people» (1887), «The life of J. W. Colenso, bishop of Natal» (2 Bde., 1888). Mit Jones gab er 1871 «Popular romances of the Middle ages», mit Brande «A dictionary of science, art and literature» (3 Bde., 1865‒72; 2. Aufl. 1875) heraus.

Cox, John Edmund, engl. Schriftsteller, geb. 1812 in Norwich, studierte in Oxford Theologie und wirkte in mehrern Pfarrstellen in Norfolk, seit 1844 in London, wo er 1. Nov. 1890 starb. Seine Schriften behandeln vorzugsweise theol. und freimaurerische Gegenstände. Unter den erstern verdienen «Principles of the Reformation» (1844) und «Protestantism contrasted with Romanism» (2 Bde., Lond. 1852) Erwähnung. Er veranstaltete Ausgaben von James’ «Bellum Papale» (1841) sowie von den «Works of Th. Cranmer» (1844). C. war auch 10 Jahre Kaplan der Großen Loge der Freimaurer von England und veröffentlichte außer kleinern das Freimaurertum betreffenden Schriften «Dr. Ashe’s manual and lectures» (1870) und «The old constitutions of the order» (1871). Als Kaplan der Königl. Gesellschaft der Musiker lieferte C. in den «Musical recollections of the last half century» (1872) Beiträge zur Geschichte der neuern Musik Englands. Er gab auch «The annals of St. Helen’s, Bishopsgate London» (1876) heraus.

Coxa (lat.), die Hüfte.

Coxalgie, Coxarthrocăce, Hüftgelenkentzündung (s. d.).

Coxcie, Michael, niederländ. Maler, s. Cocxie.

Coxe (spr. kocks), Henry Octavius, engl. Gelehrter, geb. 20. Sept. 1811 zu Bucklebury (Berkshire), empfing seine Bildung in der Westminsterschule und zu Oxford, trat in den geistlichen Stand und wurde 1838 Unterbibliothekar an der Bodleianischen Bibliothek in Oxford, an der er (seit 1860 als Oberbibliothekar) bis zum Tode (8. Juli 1881) wirkte. Als Schriftsteller machten ihn die Herausgabe von Roger de Wendovers «Chronica sive flores historiarum» (5 Bde., Lond. 1841‒44) für die Englische Historische Gesellschaft, sowie des «Metrical life of Edward, the Black Prince, in French, by Chandos Herald» (ebd. 1842) und von Gowers’ «Vox Clamantis» für den Roxburghe Club (ebd. 1850), die Mitherausgabe des «Calendar of the Clarendon State papers» (1872), des «Calendar of charters and rolls preserved in the Bodleian library» (1878) bekannt. Er verfaßte den «Catalogus codicum mss. qui in collegiis aulisque Oxoniensibus hodie adservantur.» (Oxford 1852‒54) und «Catalogus codicum mss. qui in bibliotheca Bodleiana adservantur.» Pars Ⅰ: «Codices graeci» (ebd. 1853); Pars Ⅲ: «Codices graeci et latini canonici» (ebd. 1854). – Vgl. Burgon, Lives of 12 good men (2 Bde., Lond. 1888).

Coxe (spr. kocks), William, engl. Reiseschriftsteller und Historiker, geb. 7. März 1747 zu London, trat 1771 in den geistlichen Stand und machte als Führer des Grafen von Pembroke 1775‒79 eine Reise durch einen großen Teil Europas. Ein Ergebnis waren «Sketches of the natural, civil and political state of Switzerland» (Lond. 1779; deutsch, 3 Bde., Zür. 1781‒92), die nach einem zweiten Besuche des Landes in der Umarbeitung «Travels in Switzerland and the country of the Grisons» (3 Bde., Lond. 1789; 4. Aufl. 1801) erschienen. Als Begleiter des nachmaligen Parlamentsmitgliedes Whitbread trat er 1784 eine Reise durch Süd- und Nordeuropa an, bereiste 1786 die Schweiz und Frankreich, 1794 Holland, Deutschland und Ungarn. Seine Beobachtungen legte er in «Travles into Poland, Russia, Sweden and Denmark» (3 Bde., Lond. 1784‒90; 4. Aufl. 1803; deutsch von Pezzl, 3 Bde., Zür. 1785‒95) nieder. C. wurde 1805 Archidiakon in Wiltshire und starb 8. Juli 1828 zu Bemerton. Als Geschichtschreiber trat er mit den nach Familienpapieren bearbeiteten «Memoirs of Sir Rob. Walpole» (3 Bde., Lond. 1798) auf, denen «Memoirs of Horatio Lord Walpole» (ebd. 1802), «History of the house of Austria» (3 Bde., ebd. 1807; deutsch von Dippold und Wagner, 4 Bde., Lpz. 1810‒17), «Memoirs of the kings of Spain of the house of Bourbon» (3 Bde., Lond. 1813) und «Memoirs of John, Duke of Marlborough» (3 Bde., ebd. 1817‒19; deutsch, 6 Bde., Wien 1820) folgten. Er gab «The private and confidential correspondence of the Duke of Shrewsbury» (Lond. 1821) heraus. Aus dem Nachlaß erschienen «Memoirs of the administration of Henry Pelham» (2 Bde., ebd. 1829).

Coxītis, Hüftgelenkentzündung (s. d.).

Coxwell, Henry Tracey, engl. Luftschiffer, geb. 2. März 1819 zu Wouldhambe Rochester Castle, ward auf der Kriegsschule zu Chatham ausgebildet, trat dann in die Armee, wurde aber später Zahnarzt. Von Jugend auf hegte er eine starke Neigung für Luftschiffahrten, und seit 1844 beschäftigte er sich hauptsächlich damit. Er gründete 1845 das von ihm redigierte «Aërostatic Magazine» und machte seitdem über 700 Luftschiffahrten, von denen die bemerkenswerteste die vom 17. Juli 1862 ist, bei der er mit Glaisher von Wolverhampton aus bis 11000 m hoch aufstieg. Während des Deutsch-Französischen Krieges war er in der preuß. Luftschifferabteilung beschäftigt. C. schrieb: «Life and Balloon experiences» (2 Bde., Lond. 1887‒89).

^[Artikel, die man unter C vermißt, sind unter K aufzusuchen.]