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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Hradec Králové - Huaxteca
Header Krälove (spr. -detz), czech. Name von
Königgrätz (s. d.).
Hradek, czech. Name von Grottau (s. d.).
Hradisch, s. Ungarisch-Hradisch.
Hradschm, Stadtteil von Prag (s. d.).
Hrajworon, russ. Kreisstadt, s. Grajworon.
Hrensko (spr. hrschensko), czech. Name von
Herrnskretschen (s. d.).
". It. "., Abkürzung für His (oder Her) No^i
lliZ1iii688 (engl.), Seine (Ihre) Königliche Hoheit.
Hrotsvitha, s. Roswitha.
Hrottowitz, Markt in der österr. Vezirkshaupt-
mannschaft Kromau in Mähren, Sitz eines Bezirks-
gerichts (286,58 ykm, 32 Gemeinden, 42 Ortschaften,
15127 kath. czech. C'.), hat (1890) 1192 czech. E.,
Post, Telegraph, Gemeindesparkasse und ein schönes
Schloß mit Gemäldesammlung.
H>t<?., s. ^saT-t. >.beschow.
Hrubieszbw, russ.-poln. Kreisstadt, s. Gru-
^l. <8,n., hinter der wissenschaftlichen Benennung
von Wirbeltieren Abkürzung für Hamilton
Smith, engl. Major und Zoolog.
^st., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkür-
zung für Joh. Friedr. Wilh. Herbst (s. d.).
Huahme, eine der franz. Gesellschaftsinseln im
Großen Ocean, zu den Leewardinseln gehörig, etwa
172 Km im NW. von Tahiti, ist von einem Korallen-
riff umgeben, hat 73 ^km, 1700 E. und im Innern
hohe Berge. Die Insel zerfällt in die beiden Teile
Huahine-Nui und Huahine-Iti, welche durch den
guten Hafen Effari-Roa getrennt werden.
Huallaga (fpr. ualljahga, d. h. der Große), der
erste große Nebenfluh des Amazonenstroms auf der
rechten Seite, entspringt am Cerro de Pasco in
10° südl. Vr. und mündet, 1500 m breit, etwa 100 km
unterhalb des Pastaza unfern des Dorfes Laguna.
Vom Pongo bis zur Mündung ist er für Dampfer
ahrbar. Er ist etwa 1200 Km lang und im Gegen-
atz zum obern Maranon ein Tieflandsstrom, zwi-
chen den Cordilleras central und oriental, welche
letztere er an den Cerros de Otanahui durchbricht.
Huallatiri (spr. uallja-), Gualateiri oder
Caranges, thätiger Vulkan in den Anden, an
der Grenze von Chile und Volivia, einer der vier
Trachytkegel der Sajamagruppe, unter 18° 30^
südl. Br. und 69° westl. L. von Greenwich, ist etwa
6000 m hoch.
Huanaco oder Guanaco, s. Lama.
Huancaveliöa (spr. uank-), Departamento der
südamerik. Republik Peru, 22 569 hkm groß mit
(1876) 104155 E., von den Cordilleren durchzogen,
ist ein rauhes Gebirgsland, reich an Gold, Silber,
Zinnober, Kupfer, Eisen und Blei. - Die Haupt-
stadt H., etwa 325 km ostsüdöstlich von Lima, in
3798 m Höhe, am Iauja, 1572 gegründet, hat
(1889) 5000 E.
Huanchaca (spr. uantsch-), Ort in Bolivia im
Departamento Potosi, am Ostfuß der Cordillera
de los Frailes, in 4102 m Höhe, an der Eisenbahn
Oruro-Antofagasta (über Ascotan) gelegen. Vorax-
lager und vorzügliche Silberminen sind in der Nähe.
Huang-Ho, Fluß in China, s. Hoang-Ho.
Huano, Düngemittel, s. Guano.
Huanüco (spr. uan>), Departamento in Peru,
35695 ykm mit (1876) 78856 E., umfaßt die Quell-
aebiete des Amazonenstroms und des Huallaga. -
Die Hauptstadt H., 270 km im NNO. von Lima,
am Huallaga, in einem prächtigen Thale 1872 m
hoch gelegen, hat (1889) mit Umgebung 7500 E.,
Anbau von Zuckerrohr und Kaffee. H. wurde 1539
gegründet. Etwa 80 km westlich von H. sind Ruinen
einer alt-indian. Stadt. ^S. 2173.).
Huanuco-Rinden, s. Chinarinde (Bd. 4,
Huaraz (spr. uar-), Hauptstadt des Departa-
mento Ancachs in Peru, liegt am Flusse H. in einem
großartigen Längsthal der Cordilleren, in 3027 m
Höhe und an der Eisenbahn Chimbote-Recuay, hat
(1889) 17 000 E., höhere Schule, Krankenhaus, sehr
besuchte Bäder; Feld- und Gartenbau.
Huarte (spr. uar-), Juan, span. Schriftsteller,
geb. um 1520 in Niedernavarra, war um 1590
praktischer Arzt in Madrid. Sein um 1557 ge-
schriebenes "Ux3.m6u äk inZ6nio8 para Ikl.8 seien-
ciÄ3" (Vaeza 1575 u. ö.; letzte Ausg. m "Odrag
68c0Fiäa8 ä6 Ü1ö80f08", Bd. 65 der "kidlioteca Ü6
9.^01-68 68PNN0168", Madr. 1873; deutsch von Les-
sing, 2. Aufl., Wittenb. und Zerbst 1785) zeigt ihn
als praktischen, kenntnisreichen Denker und enthält
scharfsinnige psychol. Beobachtungen, ist aber voll
von Paradorien. - Vgl. Guardia, ^833.1 Lur
1'ouvraF6 äs ^ug.Q II. (Par. 1855).
Huascän (spr. uaß-), Nevado de, Gipfel der
peruan. Westcordillere, oberhalb des Thals des Rio
Huaraz, in dem Departamento Ancachs, ist mit
6721 m Höhe einer der höchsten Berge Südamerikas.
Huasco (spr. uäh-) oder Guasco, Dorf der
chilen. Provinz Atacama, an der Mündung des
Flusses H., hat 417 E., ein Zollamt, Kupferschmel-
zen, Ausfuhr von Silber- und Kupfererz aus Frei-
rina und Vallenar, wohin die Eisenbahn führt.
Huasteken, f. Huarteca.
Huaxteca (spr. uascht"), Huaxteken, Huas-
teken, Zweig der Mayafamilie, die am Panuco
und seinen Zuflüssen bis zur Sierra und am Ufer
und auf den Inseln der großen Laguna de Tamiahua
wohnten und noch wohnen, welche Gegenden heute
Teile der zur Republik Mexiko gehörenden Staaten
Veracruz, San Luis Potosi und Tamaulipas sind.
Es war eine ackerbautreibende, gewerbsteißige Be-
völkerung, die in dem fruchtbaren Niederland zahl-
reiche und ansehnliche Städte gegründet hatte. Die
Orte der alten Städte sind bezeichnet durch die aus
Erde oder aus Steinen aufgeführten, teils runden,
teils viereckigen Hügel, die die Fundamente der
Wohnstätten bildeten. Im Lande werden diese
Hügel heute cu68 (Plural von cü) oder cueriiios
(kleine cü) genannt. Die merit. Könige vermochten
trotz wiederholter Züge gegen sie nicht ihre Herr-
schaft über dies Gebiet auszudehnen. Doch unter-
hielten die Mexikaner einen lebhaften Handelsverkehr
mit ihnen. Berühmt und geschätzt waren die künst-
lich gewebten, vielfarbigen huaxtekischen Mäntel
und andere Kleidungsstücke. Den Mexikanern galten
die Huaxteken als Verächter jeder Sitte, weil sie nur
Hemd und Mantel und keine <^>chambinde (maxtiati)
trugen und dem Trunte frönten. Die Huaxteken
deformierten den Schädel, feilten die Zähne spitz
und färbten sie schwarz, durchbohrten die Nasen-
scheidewand und trugen in der Öffnung ein goldenes
Röhrchen, in das sie rote Federn steckten. Im Kriege
trugen sie sächer- oder radartigen Federschmuck am
Nacken, und am Gürtel Lederstreifen mit Schnecken-
qehäusen am Ende, die beim Gehen ein raschelndes
Geräusch hervorbrachten. Die Steinbilder sind steifen
Stils (s. Tafel: Amerikanische Altertümer I,
Fig. 15). Dagegen verfertigten sie vorzügliche Thon-
waren. Ähnlich wie bei den Thongefäßen derPueblo-
Indianer, ist den huaxtekischen Thongefäßen nach