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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Main - Maine (Staat)
- Vgl. Eisler, Vorlesungen über die jüd. Philo-
sopben des Mittelalters l2 Bde., Wien 1870-70);
H. Graetz, Geschichte der Juden, Bd. <;, l2. Aufl., Lpz.
1871): Guttmann,DasVerhältnisdesTbomasvon
Aquiuo zilin Judentllm lGött. 1891 j: Bardowie'.,
Die rationale Schristanslegung des St. <Berl. 189.">).
Nl2.in lsrz., spr. mang), Hand; ^>I. cke ^n^ticc
(spr. scküstibsi), Gerecktigteitsband ls. Gericktsband).
'- über ^l. im Papierbandel s. Bück.
Main (lat. ^wonus), der bedeutendste reckte
Nebenfluß des Rheins, entspringt aus zwei Duellen,
'dem Weiften und dem Roten M. Jener entstellt
an der Weißmainleite am Ostabbange des Ockjen-
kopfes in einer Höbe von 894 m, dieser am sog.
Gottesfelde bei Lindenbart, in der Verknüpfung des
Fichtelgebirges mit dem Fränkiscken Jura. Beide
vereinigen sich 5 km nnterbalb Knlmback, und nun
umfließt der M. bis Bamberg in eineni nacb S.
offenen Bogen den fränkischen Jura. Am nord-
lichsten Pnnkte bei Licktenfels mündet die )^iodack.
In dem weiten, äußerst fruchtbaren Kessel von Bam-
berg erbält er von S. ber die ))tegnitz ss. d.), die im
Verein mit dem Lndwigs-Donau-Main-Kanal (s. d.)
die Verbindung mit Nürnberg und der Donau ber-
stellt. Von Bamberg bis Asckaffenbnrg reicbt der
vie'.fack gewundene Mittellauf. Znnäckft drängt er
sich zwischen dem Steigerwald und den Haßbergen
durch bis Sckweinfurt, wo er durch die Henneberger
Höben nach S. abgelenkt wird. Er bildet nun ein
nach N. geöffnetes Dreieck mit den drei Endpnnkten:
Sckweinfnrt - Marktbreit - Gemünden : unweit der
Spitze demselben liegt Würzbllrg mit seinen Wein-
geländen. Bei Gemünden wird der Fluß durch die
Einn und fränkische Saale verstärkt, welche den
Weg nach Hessen und Täcksen weisen. Der folgende
Flußlauf gleicht einem Viereck mit den Eudpnnkten:
Gemünden - Wertbeim - Stiltenberg - Asckaffenbnrg.
Bei Wertbeim mündet die Tauber. Da5 uach N.
offene Viereck wird durch den Spesfart anogefüllt.
Bei Asckafseuburg, wo sich der fluß zwischen ^pessart
und Odenwald durchdrängt, beginnt der Unterlauf.
Er nimmt bier links vom Odenwald ber die Gerfprenz
auf, wendet sich zuerst nordwestlich biv Hanan, dann
im südwestl. ^aufe über frautfurt, wo er aus der
Wetterau die Ridda mit der Wetter empfängt, nach
Mainz, wo er ^210 in breit mündet. Außer den schou
genannten Nebenflüssen nimmt der St. noch ans
rechts: die H, die Vaunacb, die Wern, die ^obr
und die einzig-, links: Tauber, (5rf, Studau und
Münüing, die drei letzten aus dem Odenwald. Der
M. legt einen Weg von 4W kin zurück, wäbrend
die direkte Entfernung von Onelle zur Müuduug nur
25^l<in beträgt; fein Flußgebiet ninfaßt i^<l4-><> <ikin:
er ist von der Regnitzmündung ab ans N.'lo ivin schiff-
bar. Die Schiffahrt war wegen der ungleichen
Wasfermenge früher sehr unsicher, bat sich neuer-
dings sebr geboben, seitdem bis Aschaffenburg eine
>iette zur Schleppschiffabrt gelegt, der fluß von
Vtainz bis Frankfurt ()>>1<iu) talialisiert und in
Frankfurt ein schöner Hafen gebant worden ist. für
die Korrektion des Flusses von Asckaffenbnrg bis
Nitzingen und Einrichtung der.^ettenschleppschiffabrt
anf diefer Strecke wurdcu 1<^l>4 vom bayr. ^audtag
Gelder bewilligt. Während ^0-8^: ^115^"';
Tonnenkilometer im Gütertransport auf dem M.
sich bewegten, erreichte der Verkehr ^l)2: 36,86 Mill.
Tonnenkilometer. (T. auch Frankfurt a. M., Bd. 7,
E.4^a.) Die sog. Ätainlinie batto früher, beson-
ders zur Zeit des Norddeutschen Bundes, eine polit.
Bedentnng; sie trennte Nord- von Süddeutschland.
- Vgl. Mriei, Das Maingebiet in seiner natür-
lichen Besckaffcnbeit u. s. w. (Cass. ^1885); Zoepfl,
Der M. als Verkebrsstraße (Würzb. 1891); Schanz,
Die Mainschisfabrt im 1<>. Jahrb. (Bamb. 1894).
Maina, grieck. Landschaft, s. Mani.
Mainaden (^tänaden), s. Dionysos.
Mainardo, Agostino, s. Antitrinitarier.
l 3)tainaten l<-i iicnlina(;), s. Stare.
Mainau, Insel ini Bodensee. zum bad. Kreise
Konstai^z gebörig und durch eine eiserne Brücke mit
> dem Festland verbunden, zuerst im Besitz der Abtei
Reickenau, kam 1^72 ail den Dcutschorden, ist seit
1852 Eigentum des Großberzogs von Baden, hat
ein sckönes Schloß und geschmackvolle Anlagen.
Mainbahn lLinksmainische Eisenbahn),
s. Hessische Ludwigs-Eiseubabn.
Mainbernheim, StadtimVezirksamtKitzingen
des bayr. Reg.-Bez. Untersranten, am Sickerbach und
der Linie Nürnberg-Würzburg der Bayr. Staats-
babncn, bat (1895) 1N57 ll89<>: 4455) E., darunter
^ 45 ^atboliken und 43 Israeliten, Posterpedition, Te-
legrapb, evaug. Pfarrkirche; Eisenwarensabritation,
Weinbau und Weinhandel. >Main-.^ana!.
Main-Tonau-Kanal, s. Ludwigs Donau-
Maine ispr. mäbn), I^Iiin langer, schiffbarer
rechter Nebenfluß der Loire, entsteht aus der Ver-
einigung der Mavenne und der Sarthe und mündet
nnterbalb Angers.
Maine l spr. mehn), der nordöstlichste der Ver-
einigten Staaten von Amerika, zwischen 4Z" 5/ und
47° ^ nördl. Br., im W. von New-Hampsbire, im
N. und i^. von den brit. Besitzungen, im S. vom
Atlantiscken Ocean begrenzt, bat anf 85 570 l^cm
l189<))<;<;l08<;E., d.i.8anf 1<lwn, darunter789Ü1
im Ansland l11<)4 in Deutsckland, 5^070 in Bri-
tisck-Nordamerika) Geborene. Der zwölste Teil der
! ^berfläcke bestebt aus Nasser, uamentlich Seen, wie
; I^toosebead, Sebago, Ehesuncook, Heron u.a. Unter
! den Flüssen sind Ste. Eroix, Penobscot, Kennebec,
^ Androscoggin, Saco. Die aus Granit u. s. w. be-
! stebenden Höbeinüge reicken bis an die Mste, welche
l mit ibren vielen Bnckten, Fjorden und Inseln einen
! norweg. Ebaratter hat. Silur und Devon finden
^ sich in der nördl. Hälfte. Das Klima, im Winter
! streng, im Sommer beiß, ist gesund. Der im allge-
meinen nickt nnjrucktbare Boden erzeugt Gras, Kar-
toffelu, Roggen, Hafer, Buchweizen, Gerste, Mais
nnd eignet sich teilweise zur Viehzucht. Die großen
Waldungen liefern als Hauptstapelprodukt Holz.
^n Bezug auf .^talkgewinnnng fiel M. auf den fech-
ften Rang in der Union: 1894 wurden nur für
^ <>," Mill. Doll. gewonnen: man gewinnt füri^., Mill.
Doll. l^ranit,etwa>>7<><> t Eisenerz und etwas Kupfer.
^ Haupterwerbszweige sind auch Fifckfang, Schiffbau,
l Fabrikation von Woll- und Baumwollwaren und
Sckuben. Nickt unbedeutend ist die Gewinnung und
Versendnng von Eis. 1889 waren 41 Schiffsbauhöfe
in Tbätigkeit und die flotte bestand aus 2500 Fahr-
zeugen mit 5< >!><"" )< > t, von denen 120 Dampfer waren
und 4<><>Stockfisck- und Makrelenfang betrieben. Der
Handel ist lebbaft, anch im Innern. Die Gesamt-
länge der Babnen war 2440 kin. M. ist in 16 Coun-
ties geteilt: Hauptstadt ist Augusta. Größer sind
Portland, Lewiston, Bangor, Biddeford und Auburn.
Der Senat zählt ^>1, das Abgeordnetenhaus 151