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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Bernay - Bertillonage
Krau" (ebd. 1878), "Deklamatorium" (ebd. 1887),
ferner "Sich selbst im Wege" (3. Aufl., ebd. 1877),
"Ein stummer Musikant" (Stuttg. 1879), "Antho-
logie für die Kinderstube" (ebd. 1879), "Illustrierter
Hausschatz fürdie Iugeud" (ebd. 1880), "Am eigenen
Herd. Ein deutsches Hausbuch" lLpz. 1886), "Für
kleine Leute" (ebd. 1886), "Lustige Stunden"
iWiesb. 1887), "Himmelan! Eine Blutenlese christl.
Lyrik" (Stuttg. 1889), "Christl. Gedenkbuck" (ebd.
1893), "Heimatklänge" (ebd. 1893), "Evang. Te-
llamatorium" (Lpz. 1895) u. a.
^Bernay hat (1891) 5788, als Gemeinde 8016 E.
*Bernays, Michael, starb 25. Febr. 1897 in
Karlsruhe.
Berner Litterarkonvention, eine Völkerrecht
liche, zu Bern 9. Sept. 1886 abgeschlossene Über-
einkunft, wodurch die Vertragsstaaten einen inter-
nationalen Verband zum Schutze von Werken der
Litteratur und Kunst, die Union wtei'iilttionaie pour
Ia pi 0t"ction ät>8 wuvi'68 littt^raii 6" 6t, ln'tiztihues,
mit dem Inhalt bilden, das; die Angehörigen eines
Vertragsstaates in jedem andern Vertragsstaate be-
züglich ihrer Urheberrechte an Werken der Litteratur
und Kunst den gleichen Schutz wie die Einheinliscben ge-
nießen, ja der gleiche Schutz unter der Voraussetzung,
daß ihre Werke in einem der Unionsländer veröffent-
licht werden, sogar Angehörigen solcher Staaten, die
der Union nickt beigetreten sind, zu teil werden soll
is. Nachdruck, Bd. 12). Der B. L. gehöreu an: Bel-
gien , Teutschland, Frankreich, Großbritannien,
Haiti, Italien, Luxemburg (seit 1888), Monaco,
Montenegro (seit 1893), Norwegen (seit 1896), die
Schweiz, Spanien, Tunis; davon Frankreich, Groß-
britannien und Spanien mit ihren Kolonien. Öster-
reich verhält sich bis jetzt gegenüber der Union mebr
als zurückhaltend, Ungarn direkt feindselig. Nuß-
land will zuerst sein eigenes Urheberrecht ordnen.
Das niederländ. Urheberreckt ist den Principien der
V. L. entgegengesetzt. Die B. L. läßt alle vorban-
'denen oder zukünftigen Sonderverträge unberüln-t,
welche den Urbebern weiter gehenden internationalen
Schutz einräumen. Das gilt also für die Verträge
Deutschlands mit der Schweiz vom 13. Mai 1869
nnd 23. Mai 1881, mit Frankreick vom 19. April
1883, Belgien vom 12. Dez. 1883 und Italien vom
20. Juni 1881. Zur Ordnung der gemeinsamen
Angelegenheiten, Auskunftserteilung über urheber-
rechtliche Fragen wird von den Vertragsstaaten ein
internationales Bureau zu Bern unterbalten,
das unter dem Schutz der schweiz. Eidgenossenschaft
steht. Dieses Bureau giebt als offizielles Organ
5er Union die periodische Zeitschrift "1^6 droit ä'au-
^eui" heraus. Vom 15. April bis 4. Mai 1896 fand
in Paris eine internationale diplomat. Konferenz
statt, die in einer Zusatzakte vom 4. Mai 1896 ver-
schiedene Änderungen der B. L. vornabm, ferner
in einer besondern Deklaration eine Auslegung ge-
wisser Bestimmungen feststellte und auch eine Reihe
von Wünschen für den gleichmäßigen Ausbau der
Gesetzgebung in den Unionsländern sowie der nock
bestehenden Sonderverträge aussprach mit dem
He^e, daß aus den Beratungen der nächsten Kon-
ferenz in Berlin ein einziger Text für die Über-
einkunft hervorgehe. - Nber die internationale
Vereinigung für den Schutz des litterar, und künst-
lerischen Eigentums s. ^880cjation iittki-aii-6 et
NrtiäticiuL intei'nationaie.
Bernhard, svnedrick Wilbelm Albreckt Georg,
Erbprinz von Sachsen-Meiningeu und Hildburg-
' hausen, preuß. General der Infanterie, geb. 1. April
! 1851 zu Meiningen, wurde 1867 Sekondelieute-
! nant im 95. Infanterieregiment und besuchte die
! Universitäten Heidelberg und Leipzig. Er machte
den Krieg gegen Frankreich mit und nahm teil an
den Schlachten bei Wörth, Sedan, Orle'ans und an
der Belagerung von Paris. Nachdem er 1872 zum
Premierlieutenant, 1875 zum Hauptmann, 1878
zum Major befördert war, wurde er 1880-82 zum
Gcneralstab kommandiert. Zum Zweck des Stu-
diums der neugrieck. Litteratur und Sprache unter-
nahm er darauf eine Reise nach Griechenland und
wurde nach seiner Rückkehr 1885 zum Oberst und
Commandeur des Kaiser-Franz-Gardegrenadier-
regiments ernannt. Nachdem er seit 1889 als Ge-
neralmajor die 4. Infanteriebrigade befehligt hatte,
trat er 1891 als Generallieutenant an die Spitze
der 2. Gardeiufanteriedivision, 1893 an die der
22. Division in Cassel; 1895 wurde er zum kom-
mandierenden General des 6. Armeekorps in Vres-
lau und zum General der Infanterie ernannt. V. ist
feit 18. Febr. 1878 vermäblt mit der Prinzessin
Charlotte von Preußen, geb. 24. Juli 1860, der
ältesten Tochter des Kaisers Friedrich III., die im
Sept. 1896 vom Kaiser zum Chef des 2. schles.
Grenadierregiments Nr. 11 ernannt wurde. Aus
dieser Ehe ging eine Tochter hervor, Prinzessin
Feodora, geb. 12. Mai 1879.
Bernhardt, Friedr. von, Militärschriftsteller,
Sohn von Theodor von B., geb. 22. Nov. 1849 in
Petersburg, trat 1869 in das 2. hesf. Husarenregi-
ment und mackte in diesem den Feldzug von 1870/71
mit. Darauf besuchte V. die Kriegsakademie, wurde
zum Generalstab kommandiert und nabm 1882-83
an den topogr. Aufnahmen in Griechenland teil.
Später batte er mehrere Stellungen als General-
stabsoffizier inne, war 1891-94 Militärattache in
Bern und ist jetzt mit dem Range eines Oberstlieu-
tenants Commandeur des 1. bad. Leibdragoner-
regiments Nr. 20 in Karlsruhe. B. hat in der
kriegsgesckicktlicken Abteilung des Generalstabes
an der Gesckickte der Kriege Friedrichs d. Gr. mit-
gearbeitet, mehrere taktische und kriegsgeschicktlich
polemische Sckriften sowie die hinterlassenen "Denk-
würdigkeiten" seines Vaters veröffentlicht.
*Bernstorff, altes Geschlecht. Graf Ernst von
B. lgeb. 11. Aug. 1829) starb 12. Mai 1892. Haupt
der qartowschen Linie ist sein Bruder Joachim, geb.
31. Mai 1834; ein anderer Bruder, Berthold, geb.
21. Jan. 1842, ist seit 1893 Mitglied des deutschen
Reichstags (Welse). jIriesach inKärnten.
*Bertagnolli, Carlo, starb 22. Juli 1896 in
^ Berthelot, Marcellin Pierre Eugene, über-
nabm im Ministerium Bourgeois im Nov. 1895 das
Ministerium des Auswärtigen, trat aber 28. März
1896 zurück. jM Dresden.
*Verthelt, Friedr. Aug., starb 26. April 18W
^Bertholds I. Orden wurde anläßlich der
Feier des 70. Geburtstages des Groftherzogs Fried-
rick von Baden 9. Sept. 1896 aus seiner Verbin-
dung mit dem Orden vom Zähringer Löwen <s.
Löwenorden 1, Bd. 11) gelöst und als selbständiger
Orden erklärt. Den bisherigen Insignien, die alo
Großkreuz des Ordens zu gelten haben, wurden die
Insignien der Commandeure erster und zweiter
Klasse sowie der Ritter beigefügt.
* Berti, Domenico, starb 21. April 1897 in Rom.
Bertillonage (spr. -tisonnaM'), ^. Bnüllon-
system.