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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Rütimeyer - Sachsen (Königreich)
Rossija etc. (Ganz Rußland: Industrie, Handel, Landwirtschaft, Verwaltung u. s. w., ebd. 1895"; Troinitzky, Réglement sur la premier recensement général de la population de l’Empire de Russie (ebd. 1895; vgl. Allgemeines Statist. Archiv, 4. Jahrg., 2. Hlbbd., Tüb. 1896); Russ. Zustände. Unparteiische Monatsschrift (Zür. 1895 fg.); Neuburger, R. unter Alexander III. (Berl. 1895); F. Moos, Die Finanzen R.s (ebd. 1896); A. Brückner, Geschichte R.s bis zum 18. Jahrh. (Bd. 1, Gotha 1896); F. Schütz, Das heutige R. (Lpz. 1896); Combes de Lestrade, La Russie économique et sociale à l’avènement de Nicolas II. (Par. 1896). - Karten: L. Muschketow, Allgemeine geolog. Karte von R. (russisch, Bl. 1-96, Petersburg); Karte der Eisenbahnen, Chausseen und Wasserwege im europäischen R., hg. vom Ministerium der Kommunikationswege (Maßstab 60 Werst aus 1 russ. Zoll, russisch, ebd. 1895).
*Rütimeyer, Ludwig, starb 26. Nov. 1895 in Basel.
Rüttenscheidt, Bauerschaft im Landkreis Essen des preuß. Reg.-Bez. Düsseldorf, an der Nebenlinie Hattingen-Osterfeld der Preuß. Staatsbahnen und der elektrischen Straßenbahn Carnap - Altenessen-Bredeney, hat (1895) 6330 E., darunter 2000 Evangelische; Eisenindustrie und Steinkohlenbergbau.
*Rydberg, Abraham Victor, starb 21. Sept. 1895 in Stockholm. Von ihm erschienen noch: "Varia. Tankar och bilder" (Stockh. 1894). Seine "Samlade Skrifter" erschienen seit 1896. - Vgl. Zedler, Victor R. (Marb. 1896).
Rydberg, Gustaf Fredrik, schwed. Landschaftsmaler, geb. 18. Sept. 1835, studierte an den Kunstakademien zu Kopenhagen und Stockholm, nachher in Düsseldorf, wo er fünf Jahre Schüler von H. Gude war. Seitdem lebt er in Schweden. R. hat sich ein klassisches Ansehen erworben durch seine Landschaften, in denen er seine Heimat Schonen in einer an die alten Holländer erinnernden Weise vornehm, einfach und stimmungsvoll wiedergiebt. Vier Gemälde von ihm befinden sich im Nationalmuseum zu Stockholm.
Ryssel, Karl Victor, Theolog und Syriolog, geb. 18. Dez. 1849 zu Reinsberg bei Nossen i. S., studierte in Leipzig Theologie und Orientalia, wurde 1878 Privatdocent und 1885 außerord. Professor in der theol. Fakultät zu Leipzig und ging 1889 als ord. Professor der Theologie und der orient. Sprachen nach Zürich. Aufs Alte Testament bezieht sich seine Bearbeitung von Jul. Fürsts "Hebr. und chald. Handwörterbuch über das Alte Testament" (Lpz. 1876) und von E. Bertheaus "Kommentar zu Esra, Nehemia und Esther" (ebd. 1887), seine Habilitationsschrift "De Elohistae Pentateuchici sermone" (ebd. 1878) und die "Untersuchungen über die Textgestalt und die Echtheit des Buches Micha" (ebd. 1887). Dem Gebiete der syr. Litteraturgeschichte gehören an: "über den textkritischen Wert der syr. Übersetzungen griech. Klassiker", I, II (Lpz. 1880 u. 1881), "Ein Brief Georgs, Bischofs der Araber, an den Presbyter Jesus" (Gotha 1883), "Georgs des Araberbischofs Gedichte und Briefe" (Lpz. 1891) sowie "Gregorius Thaumaturgus. Sein Leben und seine Schriften. Nebst Übersetzung zweier bisher unbekannter Schriften Gregors aus dem Syrischen" (ebd. 1880). Außerdem gab er verschiedene syr. Werke des Araberbischofs heraus (in den "Atti" der Accademia dei Lincei, Rom 1891, und in der "Zeitschrift für Assyriologie", Bd. 8) und übersetzte aus dem Syrischen den "Pseudosokratischen Dialog über die Seele" und andere "Neu aufgefundene Schriften der gräco-syr. Litteratur" (im "Rhein. Museum für Philologie", Neue Folge, Bd. 48, 51 und 52) sowie "Die msyr. Übersetzung des Pseudokallisthenes" und "Syr. Quellen abendländ. Erzählungsstoffe" (in Zupitzas "Archiv für neuere Sprachen", Bd. 93-95). Auch schrieb er: "Die Synonyma des Wahren und Guten in den semit. Sprachen" (Lpz. 1872).
*Rzeszów, Bezirkshauptmannschaft in Galizien, besteht seit der 15. Sept. 1896 erfolgten Abtrennung des Gerichtsbezirks Strzyžów und Erhebung desselben zu einer Bezirkshauptmannschaft aus den Gerichtsbezirken Glogów, R. und Tyczyn, und hat 985,25 qkm sowie (1890) 118550 (58586 männl. und 59964 weibl.) meist poln. E.
*Ržiha, Franz, Ritter von, starb 22. Juni 1897 auf dem Semmering.
S.
Saal an der Saale, Marktflecken im Bezirksamt Königshöfen des bayr. Reg.-Bez. Unterfranken, am Einfluß der Milz in die Fränkische Saale und an der Nebenlinie Neustadt a. d. Saale-Königshofen der Bayr. Staatsbahnen, hat (1895) 932 meist kath. E., Post, Telegraph, kath. Kirche; Viehzucht und Käserei, Mahl- und Sägemühle und nahebei eine sehenswerte roman. Wallfahrtskirche.
*Saal-Eisenbahn. Die S. wurde durch Gesetz vom 16. Juli 1895 vom preuß. Staate käuflich erworben und ging 1. Okt. 1895 in das Eigentum desselben über.
Saarthal-Straßenbahnen, die von der Stadt Saarlouis erbaute normalspurige Kleinbahn von Ensdorf über Saarlouis nach Wallerfangen (6 km) und die 4. Nov. 1890 eröffnete schmalspurige Straßenbahn von Halberg über St. Johann nach Louisenthal (10 km), welche einer Aktiengesellschaft in St. Johann gehört.
Saarwellingen, Dorf im Kreis Saarlouis des preuß. Reg.-Bez. Trier, hat (1895) 3195 E., Postagentur, Fernsprechverbindung, Bürgermeisterei und kath. Kirche.
Saatziger Kleinbahnen, im Kreis Saatzig belegene, einer Aktiengesellschaft gehörende schmalspurige (1 m) Bahn von Stargard i. Pommern nach Zamzow mit Abzweigung von Alt-Damerow bis zur Kreisgrenze (Richtung Daber), etwa 80 km lang und 1895 größtenteils eröffnet; Herstellungskosten 2191000 M. Die Fortsetzung über Zamzow bis Janikow an der preuß. Staatsbahnstrecke Ruhnow-Neustettin steht in Aussicht, die Zweigbahn Cas-Hagen-Klein-Spiegel (19,5 km; Kosten 532000 M.) wurde 20. Aug. 1896 eröffnet.
*Sachs, Jul. von, starb 29. Mai 1897 in Würzburg.
*Sachsen, Königreich. Bevölkerung. Die Bevölkerung verteilte sich 1895 auf die vier Kreishauptmannschaften folgendermaßen: