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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Schwarzes-Meer-Bezirk - Schweden
Die Bevölkerung in Schwarzburg-Sondershausen nach Berufsabteilungen am 14. Juni 1895.
Berufsabteilungen
Erwerbsthätige Dienende Angehörige Bevölkerung überhaupt
A. Land- und Forstwirtschaft u. s. w
B. Bergbau und Industrie, Baugewerbe
C. Handel und Verkehr
D. Lohnarbeit, häusliche Dienste
E. Armee-, Staats-, Gemeinde-, Kirchendienst; freie Berufe
Darunter: Armee und Marine
F. Rentner, Pensionäre u. s. w., Personen ohne Beruf und Berufsangabe
Darunter: Berufslose Selbständige
11891 345 15057 27293
12374 393 20597 33364
2606 296 4157 7059
589 - 585 1174
1930 232 2260 4422
652 16 89 757
2660 249 1379 4288
1966 249 1379 3594
^[Additionslinie]
Summe A-F 32050 1515 44035 77600
Darunter männliche Personen 23691 18 13792 37501
Darunter weibliche Personen 8359 1497 30243 40099
*Schwarzes-Meer-Bezirk. Der Bezirk, der bisher unter Militärverwaltung und in einer gewissen Beziehung zum ciskaukas. Kubangebiet stand, wurde 1896 in ein besonderes Gouvernement verwandelt und Transkaukasien zugeteilt. Das Gouvernement zerfällt in die Kreise Noworossijsk, Tuapse und Sotschi. Die Hauptstadt ist Noworossijsk.
*Schwarzwaldkreis. Einwohnerzahl des Kreises und seiner Oberamtsbezirke:
Oberämter Haushaltungen 1895 Ortsanwesende Bevölkerung 1895 1890 Zunahme (+) Abnahme (-) von 1890-95 in Proz.
Balingen 8366 36004 35192 +2,31
Calw 5604 25330 25408 -0,31
Freudenstadt 6364 32087 31764 +1,02
Herrenberg 5426 24122 24272 -0,62
Horb 4616 19839 20151 -1,58
Nagold 5645 25078 25720 -2,50
Neuenburg 5974 27286 27013 +1,01
Nürtingen 6359 27763 27437 +1,19
Oberndorf 6255 30235 28433 +6,34
Reutlingen 10019 46178 43728 +5,60
Rottenburg 6706 27781 28351 -2,04
Rottweil 7565 34170 33343 +2,48
Spaichingen 4064 16696 17388 -3,99
Sulz 4017 18651 18567 +0,45
Tübingen 8002 36812 36037 +2,02
Tuttlingen 6639 29095 27613 +5,36
Urach 7066 31304 30871 +1,40
^[Additionslinie]
Schwarzwaldkreis 108687 483431 481334 +1,47
Schwarzwasserfieber, eine in neuerer Zeit mehrfach beschriebene Form der Malariaerkrankungen (s. Malaria, Bd. 11). Wegen ihres häufigen Vorkommens an der Westküste von Afrika (den deutschen Kolonien) hat die Krankheit eine besondere Beachtung gefunden. Nach den Angaben von
Plehn ("Deutsche mediz. Wochenschrift", 1895) sind es Amöben ähnlicher Art wie bei der einfachen Malaria, welche als Erreger anzusehen sind und unter der Beihilfe eines empfänglich machenden Moments (Schrecken, Aufregung u. s. w.) in den roten Blutkörpern auftreten und die charakteristischen Symptome: Fieber, Ikterus, Hämoglobinurie (der Name rührt offenbar von der dunkeln bis schwarzen Färbung des Urins her), auslösen. Die Dauer der Erkrankung ist verschieden, und die Empfänglichkeit für dieselbe ziemlich allgemein verbreitet. Die sonst bei Malariaerkrankungen übliche Behandlung mit Chinin scheint nach den bisherigen Erfahrungen
das gefahrdrohende Symptom der Hämoglobinurie eher zu verschlimmern und ist deshalb zu verwerfen;
von Wichtigkeit ist die genaue Überwachung der Herzthätigkeit.
Schwebende Fähre, s. Brücke.
*Schweden. S. hat nach einer Berechnung für 31. Dez. 1895: 4919260 (2389260 männl. und 2530000 weibl.) E., also seit dem Vorjahre eine Zunahme von 0,94 Proz. Die Ernte ergab 1894: 1574200 hl Weizen, 6694700 hl Roggen, 5201400 hl Gerste, 24638800 hl Käfer, 3399300 hl Mischkorn, 899100 hl Hülsenfrüchte und 15888600 hl Kartoffeln. An Vieh wurden 1895 gezählt: 501000 Pferde, 293000 Ochsen und Stiere, 1683000 Kühe, 533000 Stück Jungvieh, 1319000 Schafe, 77000 Ziegen, 769000 Schweine und 266000 Nenntiere. Anbaustellen gab es 1894: 329930, davon 2026 von mehr als 100 ka Ackerland und 166449 Kätnerstellen. Der Wert des Landbesitzes war 2254 Mill. Kronen, der des übrigen Besitzes 1566 Mill. und der von Staat, Gemeinden, Stiftungen u. s. w. 448 Mill. Kronen. In den Bergwerken wurden (1895) 1902 Mill. kg Eisenerz gefördert, die 463 Mill. kg Roheisen und 6,7 Mill. kg Gußgüter lieferten. Außerdem ergab der Bergbau 216305 kg reines Kupfer, 85,3 kg Gold, 1188 kg Silber, 1256079 kg Blei, 31349 t Zinkerze, 223652 t. Steinkohle u. s. w. Im Bergbau wurden 26 284 Arbeiter beschäftigt, in den 4886 Fabriken (1894) 130206, davon 31339 weibliche und 17 287 unter 18 Jahren. Es gab 1894: 551 Gießereien und mechan. Werkstätten (53,3 Mill. Kronen Produkte), 21 Zuckerraffinerien (56,8 Mill. Kronen), 161 Webereien (42 Mill. Kronen), 153 Garnspinnereien (20,2 Mill. Kronen), 242 Bierbrauereien (16,8 Mill. Kronen) u. s. w. 13 Proz. der Gesamtfabrikation fand statt in Stockholm, ebensoviel in Göteborgs und Bohus Län, 22 Proz. in Malmöhus Län und 8 Proz. in Östergötlands Län.
Handel und Verkehr. Der Wert des Gesamthandels mit dem Auslande betrug 1894: 650 Mill. Kronen, wovon Einfuhr 351 und Ausfuhr 299 Mill. Am bedeutendsten war die Einfuhr von Deutschland (120 Mill. Kronen oder 34 Proz.), Großbritannien (98 Mill., besonders Steinkohlen, Garne, Baumwolle, Kolonialwaren), Dänemark (40 Mill., Getreide, Öle, Kaffee, Wollgewebe), Norwegen (27 Mill., Fische, Gewebe, Schweinefleisch), Rußland und Finland (20 Mill., Getreide, Flachs, Holz, Butter), Belgien (10 Mill., Kaffee, Wolle, Wollgewebe, Eisenwaren), den Niederlanden (9 Mill., Kaffee, Weizenmehl, Arrak), Frankreich (8,5 Mill., Cognac und Wein, Metalldraht, Ölkuchen). Die Ausfuhr war am bedeutendsten nach Großbritannien und Irland (124 Mill. Kronen oder 42 Proz., hauptsächlich Holz, Butter, Eisen, Hafer, Cellulose, Streichhölzer), Deutschland (39 Mill.), Dänemark (38 Mill., Butter, Holz, Schweinefleisch, Eisen), Frankreich (32 Mill., Holz, Hafer, Eisen), Niederlanden (18 Mill., Holz und Eisen), Norwegen (15 Mill., Gewebe, Eisen, Fische), Belgien (9,5 Mill., Holz, Eisen, Zinkerz). Stockholm ist