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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Schlagworte auf dieser Seite: Anime; Asphalt; Aspháltum; Bénzoe; Résina Ánime

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Résinae. Harze.

Résina Ánime oder Anime.

Anime.

Ícicaarten. Burseracéae.

West- und Ostindien.

Früher vielfach zur Lackbereitung anstatt des Kopais benutzt; da es aber weiche Lacküberzüge bildet, wird es nur noch selten hierzu angewandt; medizinisch zuweilen zu Räucherungen. Es bildet gelblichweisse, leicht zerreibliche, weiss bestäubte Stücke von schwachem Harzglanz, beim Kauen erweichend; löst sich in kochendem Weingeist gänzlich auf (Unterschied von Kopal), ebenso in Terpentinöl.

Aspháltum.

Asphalt, Judenpech, Erdharz.

Ein bituminöses Harz, entstanden durch Verkohlung organischer Bestandtheile unter Einfluss von hohem Druck und Feuchtigkeit in ähnlicher Weise wie das Petroleum. Es tritt entweder mit heissen Quellen oder Wasserdämpfen zu Tage und wird dann einfach durch Abschöpfen gesammelt, wie auf Trinidad und am todten Meere, oder man gewinnt es, indem man damit getränkte, poröse Gesteine mit Wasser auskocht. Diese Art der Gewinnung geschieht namentlich in einigen Gegenden vom Elsass (Val travers, Seyssel, Lobsann, Weissenburg). Der hier gewonnene A. ist nur zu Bauzwecken, Asphaltpflaster (Asphaltsteine, Dachpappe) verwendbar. Man unterscheidet im Handel amerikanischen A. von der Insel Trinidad, Cuba, Havanna. Schwarz, spröde, von muscheligem Bruch, fettglänzend, bei einem Schlag mit dem Hammer zersplitternd; erwärmt von durchdringend bituminösem Geruch. Syrischer A. im todten Meer gesammelt, früher die geschätzteste Sorte zur Lackfabrikation, zäher, bräunlich bestäubt. Neuerdings fällt er meist heller und weicher als der amerikanische A. aus, ist daher nicht so gesucht. Europäischer A. von oben genannten Orten eignet sich nicht zur Lackfabrikation. A. ist in Wasser vollständig unlöslich, in Alkohol und Aether nur zum Theil, in äth. Oelen, Benzin vollständig, bis auf die beigemengten Unreinigkeiten löslich (s. Kapitel Lacke). Bei 100 ° schmilzt der A. und liefert, mit Wasser destillirt, 5-8 % Mineralöl.

Bénzoe oder Asa dulcis.

Benzoe.

Styrax bénzoin. Styracéae. Hinterindien, Molukken, Siam.

Selten als Benzoe in lacrymis, gewöhnlich als Benzoe in massis in den Handel kommend. Von letzterer wird die stark mit weissen Thränen versetzte Sorte, als B. amygdaloides, am theuersten verkauft, obgleich sich herausgestellt hat, dass die braunen Massen mit wenig Mandeln mehr Benzoesäure enthalten. Für medizinische Zwecke verwendbar sind nur Siam- und Calcutta-B. Erstere besteht hauptsächlich aus weissen, später bräunlich werdenden Mandeln, in eine braune