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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Schlagworte auf dieser Seite: Coccionélla; Cochenille

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Thiere, Thiertheile und Thiersekrete.

Coccionélla.

Cochenille.

Coccus cacti. Schildläuse. Mexiko, Ost- und Westindien, canarische Inseln.

Die Cochenille des Handels besteht nur aus den getrockneten Weibchen der sog. Nopalschildlaus und zwar nur von gezüchteten Thieren. Wilde, sog. Feld- oder Waldcochenille ist sehr klein und arm an Farbstoff. Die Schildlaus, ursprünglich nur in Mexiko heimisch, ist jetzt nach den verschiedensten Gegenden verpflanzt und lebt, ähnlich unsern Blattläusen, auf diversen Kaktusarten, namentlich Opuntia coccionellifera, O. tuna etc. Diese werden in eigenen Plantagen, sog. Nopalerien, angepflanzt und nach einigen Jahren mit trächtigen Weibchen der Nopalschildlaus besetzt. Alsbald bedecken sich die Pflanzen mit den anfangs sehr kleinen ungeflügelten Weibchen (die Männchen sind weit kleiner als die Weibchen und geflügelt; auf 2-300 Weibchen soll erst ein Männchen kommen). Erstere

^[Abb:Fig. 178. Cochenille-Feigen-Cactus, mit darauf sitzenden Lackschildläusen.]