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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Zweiter Theil

Die Herstellung der gebräuchlichen Handverkaufsartikel.

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Medizinische Zubereitungen.

Leisten etwas schräg gehalten auf dem Pflaster entlang, indem man durch vorsichtiges Andrücken der Hände an den Rand des Rahmens vermeidet, dass die zu ziehenden Linien von der senkrechten Richtung abweichen. Es entstehen in dem Hausenblasenübergang deutliche graue Striche. Nachdem auf diese Weise die Längsstriche angegeben sind, wird der Rahmen umgedreht und die Querstriche auf dieselbe Weise hergestellt.

Während das Pflaster noch eingespannt ist, kann man die Längsstreifen mit einem scharfen Federmesser trennen und hat dann nur nöthig, die Querstriche mittelst der Scheere zu zerschneiden.

Man ermöglicht durch diese Methode eine sehr genaue und dabei rasche Eintheilung des Pflasters.

Emplastrum Anglicum arnicatum.

Arnikapflaster

n. Dieterich.

Man verfährt ebenso wie beim gewöhnlichen Klebtaffet, nur theilt man die Hausenblasenlösung in 2 Theile und setzt der 2. Hälfte auf je 1 qm Stoff 50,0 Arnikatinktur hinzu.

Emplastrum Anglicum salicylatum.

Salicylklebtaffet

n. Dieterich.

Man verfährt ebenso wie beim gewöhnlichen Klebtaffet, nur theilt man die Hausenblasenlösung in 2 Theile und setzt der 2. Hälfte auf je 1 qm Stoff eine alkoholische Lösung von 1,0 Salicylsäure hinzu.

Zuweilen wird der Seidenstoff durch sog. Goldschlägerhäutchen oder durch fein gewalztes Guttaperchapapier ersetzt. Bei beiden Unterlagen kann der Hausenblasenüberzug bedeutend verringert werden. Das Erstere kommt gewöhnlich unter dem Namen Emplastrum animale in den Handel.

Emplastrum adhaesivum.

Heftpflaster.

Für die Bereitung des Heftpflasters giebt es zahllose Vorschriften, doch ist die Herstellung eines tadellosen, namentlich des gestrichenen Heftpflasters eine so schwierige und erfordert so viel Uebung, dass dieses Präparat besser und vortheilhafter als man es selbst bereiten kann, nur aus den Spezialfabriken zu beziehen ist. Wir verzichten deshalb auf die Aufzählung von Vorschriften und Anleitungen.

Emplastrum picis.

Pechpflaster.

Der Begriff des Pechpflasters, welches nach der Kaiserl. Verordnung vom 27. Januar 1890 dem freien Verkehr übergeben ist, ist ein so wenig feststehender und bestimmter, dass alle diejenigen Pflastermischungen, bei welchen schwarzes oder weisses Pech die Hauptgrundlage bildet, als