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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Zweiter Theil

Die Herstellung der gebräuchlichen Handverkaufsartikel.

Schlagworte auf dieser Seite: Kesselsteinmittel

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Verschiedenes.

2. Alle zu benutzenden Gegenstände, wie Gefässe, Salz und Wasser werden möglichst abgekühlt benutzt.

3. Man nehme niemals mehr Wasser als vorgeschrieben.

1. Chlorammon 200,0

Kaliumnitrat 200,0

Wasser 600,0.

Herabsetzung der Temperatur ca. 20°.

2. Natriumsulfat 240,0

Chlorammon 150,0

Kaliumnitrat 150,0

Wasser 460,0

Herabsetzung der Temperatur ca. 20-25°.

3. Ammoniumnitrat 500,0

Wasser 500,0

Herabsetzung der Temperatur ca. 30°.

4. Natriumsulfat 610,0

Salzsäure 390,0

Herabsetzung der Temperatur ca. 25-30°.

Steht Schnee zur Verfügung, so kann man noch tiefere Herabsetzung der Temperatur erreichen.

1. Schnee 500,0

Kochsalz 500,0

Herabsetzung bis -14°.

2. Schnee 400,0

Chlorcalcium cryst. 600,0

Herabsetzung bis -30-35°.

Kesselsteinmittel.

Für diesen Zweck kommen sehr viele Mittel in den Handel, welche nur selten den auf sie gesetzten Erwartungen entsprechen und zwar deshalb, weil die Zusammensetzung des Wassers eine zu verschiedene ist. Die Bildung des Kesselsteins beruht nur auf der Gegenwart von Kalk im Wasser; dieser ist aber theils als Karbonat, theils als Sulfat vorhanden. Eine wirklich vollständige Verhütung der Kesselsteinbildung ist nur möglich, wenn man das dem Kessel zuzuführende Wasser vorher vom Kalk befreit. Bei kleineren Kesseln ist dies, bei Anlage zweier Behälter, welche genügend Wasser zur Speisung der Kessel auf einige Tage enthalten, sehr leicht möglich, indem man den Kalk durch Oxalsäure oder oxalsaures Ammon ausfällt und das Kalkoxalat absetzen lässt. Bei grösseren Anlagen, namentlich bei Schiffskesseln, ist dies selbstverständlich nicht möglich; hier muss der Kalk im Kessel selbst in eine Verbindung gebracht werden, welche nicht zur Kesselsteinbildung geeignet ist.