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Abhandlung von der Stadt Ulm

Bruder Felix Fabris, Druck der Buchdruckerei von Heinrich Frey, Ulm, 1909

Nach der Ausgabe des litterarischen Vereins in Stuttgart verdeutscht von Professor K. D. Haßler.

Schlagworte auf dieser Seite: Beschreibung des hervorragenden Klosters Elchingen nach der vorliegenden Reihenfolge

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Ursprung des Flusses, wo ein Kloster des Ordens des hl. Benedikt bei Blaubeuren (iuxta Burronem) ist. Nicht weit davon ist die Jungfrauenklause Weiler. 1) Und weiter oben ist das Nonnenkloster Urspringen 2) vom Orden des hl. Benedikt. Und wenn man noch weiter hinaufgeht, kommt das alte Benediktiner-Kloster Zwiefalten. Von hier noch weiter in der Schwäbischen Alb (Alpes Suevorum) hinaufgehend kommt man an das Nonnenkloster Gnadenzell (Cella Gratiae), gewöhnlich Offenhausen 3) genannt, vom Prediger Orden. Und nachher kommt das Karthäuser-Kloster Güterstein (Boni Lapidis), von dem die Stadt Urach nicht weit entfernt ist, in der neben der Pfarrkirche Kapuziner-Chorherren der neuen Regel sind, wie auch in Metzingen und Dachenhausen. 4) Dort ist nahe bei der Stadt Kirchen 5) das Nonnenkloster des Prediger-Ordens von St. Johannes dem Täufer. Auf der Südseite der genannten Krone (pag. 152) gegenüber der Stadt Ulm jenseits der Donau ist das hervorragende Kloster Wiblingen vom Orden des hl. Benedikt und das große Kloster Ochsenhausen 6) vom selben Orden und das Prämonstratenser-Kloster, Roth 7) genannt, auch das Karthäuser-Kloster Buchsheim 8) und die zwei Nonnenklöster Cisterzienser Ordens Hegbach 9) und Gutenzell. 10) Und außer den genannten geistlichen Stätten im Umkreis der Stadt Ulm gibt es noch mehrere andere, die ich übergehe. Denn eigentlich gehört der größere Teil der Gegend den Geistlichen, mit denen allen die Ulmer Herren an ihren Besitzungen beteiligt sind, wie mit den ringsherum wohnenden Grafen und Fürsten. Ferner wäre es zu weitläufig alle genannte Orte zu beschreiben, wiewohl es schön wäre, von ihrem Ursprung, ihrer Gründung, Abnahme, Reformation und andern Umständen zu schreiben. Deshalb lasse ich die größere Zahl beiseite und werde, so gut ich kann, einige Orte im genannten Ring kürzer beschreiben.

Kap. 2.

Die Namen der zu beschreibenden Klöster und die Richtung ihrer Lage werden hier angegeben.

Ich werde also beginnen auf der Nordostseite und zuerst Elchingen, dann Medlingen und Medingen beschreiben. Auf der Ostseite werde ich Roggaburg und Ottenbüren beschreiben, auf der Südseite aber Wiblingen und Heggbach; auf der Westseite Blaubeuren, Urspring, Weiler und Söflingen.

Kap. 3.

Beschreibung des hervorragenden Klosters Elchingen nach der vorliegenden Reihenfolge.

Elchingen ist auf der Nordseite an einen Berg gelehnt, sieht gegen Osten und Mittag, erblickt im Westen Ulm (pag. 153) wie einen Knäuel und sieht überallhin weit und breit, was

1) Zwischen Blaubeuren und Schelklingen.

2) Urspring am Ursprung der Ach bei Schelklingen, OA. Blaubeuren.

3) Am Ursprung der Lauter, westlich von Münsingen.

4) Tachenhausen, westlich von Kirchheim.

5) = Kirchheim.

6) Östlich von Biberach an der Rottum.

7) Südöstlich von Ochsenhausen an der Roth.

8) Buxheim, zwischen Memmingen und der Iller.

9) Heggbach, nordöstlich von Biberach.

10) Nordöstlich von Ochsenhausen an der Roth.