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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Barhumiter; Bariah; Barjehu; Barjesus; Barkom; Barmherzig; Barmherzigkeit

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Barhumiter - Barmherzigkeit.

Barhumiter

Ist einer, der von Bahurim, 2 Sam. 16, 5. gebürtig, 2 Sam. 23, 31.

Bariah

Ein Flüchtiger. Ein Sohn Semajas, 1 Chr. 3, 22.

Barjehu oder Barjesus

Sohn des Heilandes. Andere wollen es einen Sohn der Bosheit übersetzen. Es ist der Zuname des Zauberers Elymas, welcher dem Paulus vor dem Landvogt Paulus Sergins hart widerstand, aber von GOtt mit Blindheit geschlagen wurde, A.G. 13, 6.

Barkom

Ein aufstehender Sohn. Einer von den Nethinim nach der babylonischen Gefangenschaft, Esr. 2, 53. Neh. 7, 55.

Barmherzig

Wird sowohl von Menschen als auch von GOtt gesagt. S. Barmherzigkeit.

HErr, HErr GOtt, barmherzig und gnädig, geduldig etc., 2 Mos. 34, 6.

Der HErr, dein GOtt, ist ein barmherziger GOtt, 5 Mos. 4, 31.

Wir haben gehöret, daß die Könige des Hauses Israel barmherzige Könige sind, 1 Kön. 20, 31.

Der HErr, euer GOtt, ist gnädig und barmherzig, und wird sein Angesicht nicht von euch wenden, so ihr euch zu ihm bekehret, 2 Chr. 30, 9.

Der Gerechte aber ist barmherzig und milde, Ps. 37, 21.

Er (der Gerechte) ist allezeit barmherzig, und leihet gerne, Ps. 37, 26.

Er aber war barmherzig, und vergab die Missethat und vertilgte sie nicht, Ps. 78, 38.

Du aber, HErr GOtt, bist barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue, Ps. 86, 15.

Barmherzig und gnädig ist der HErr, geduldig und von großer Güte, Ps. 103, 8. Ps. 145, 8.

Er hat ein Gedächtniß gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige HErr, Ps. 111, 4.

Wohl dem, der barmherzig ist, und gerne leihet, Ps. 112, 5.

Der HErr ist gnädig und gerecht, und unser GOtt ist barmherzig, Ps. 116, 5.

Ein barmherziger Mann thut seinem Leibe Gutes; aber ein unbarmherziger betrübt auch sein Fleisch und Blut, Sprw. 11, 17.

Ich bin barmherzig, spricht der HErr, und will nicht ewiglich zürnen; allein erkenne deine Missethat, daß du wider den HErrn, deinen GOtt, gesündiget hast, Jer. 3, 12. 13.

Ich will weder schonen, noch übersehen, noch barmherzig sein über ihrem Verderben, Jer. 13, 14.

Denn er ist gnädig und barmherzig, geduldig und von großer Güte, und reuet ihn bald der Strafe, Joel, 2, 13,

Ich weiß, daß du gnädig, barmherzig und von großer Güte bist, und lässest dich des Uebels reuen, Jon. 4, 2.

Der seinen Zorn nicht ewiglich behält, denn er ist barmherzig, Mich. 7, 18.

Aber du bist barmherzig, darum sei uns gnädig, und strafe du uns selbst, Jud. 7, 20.

Der HErr ist gnädig und barmherzig, und vergiebt Sünde, und hilft in der Noth, Sir. 2, 13.

Denke auch nicht, GOtt ist sehr barmherzig, er wird dich nicht strafen, ich sündige, wie viel ich will, Sir. 5, 6.

Er ist wohl barmherzig, aber er ist auch zornig; er läßt sich versöhnen, aber er straft auch greulich, Sir. 16, 12.

Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen, Matth. 5, 7.

Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist, Luc. 9, 36.

Endlich aber seid allesammt gleich gesinnet, mitleidig, brüderlich, barmherzig freundlich, 1 Petr. 3, 8.

Daher mußte er allerdings seinen Brüdern gleich werden, auf daß er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor GOtt, Ebr. 2, 17.

Der HErr ist barmherzig und ein Erbarmer, Jac. 5, 11.

Barmherzigkeit

§. 1. Es soll so viel als Warmherzigkeit sein, weil sie das menschliche Herz gleichsam erwärme, dass es zum Mitleiden bewegt werde. Im Lateinischen hat sie ihren Namen daher, weil uns anderer Leute Elend, aliena miseria, zu Herzen geht.

§. 2. Sie ist daher ein Mitleiden, welches unser Herz über des Andern Elend empfindet, wodurch wir ihm auf alle mögliche Art und Weise zu Hülfe zu kommen bewogen werden. Die rechte christliche Barmherzigkeit ist nicht ein bloßes sinnliches Gefühl, oder natürliche Weichherzigkeit, sondern es ist eine theilnehmende Gesinnung der Liebe gegen den Leidenden, wo uns das wehe thut, daß der Mensch, von GOtt geschaffen, bestimmt, GOttes Kind zu sein, daß der Christ so leiden muß, wie andre Creaturen nicht leiden.

§. 3. Zu dieser Liebe der Elenden, als einem schweren Stück des Gesetzes, Matth. 23, 23. durch welche die Menschen sich GOtt wohlgefällig machen, soll uns bewegen I) GOttes Befehl. Hos. 12, 6. Zach. 7, 9. Col. 3, 12. 1 Petr. 3, 8. II) GOttes Wohlgefallen an der Barmherzigkeit, Hos. 6, 6. Matth. 9. 13. c. 12, 7. c. 23, 23. III) Das Beispiel des himmlischen Vaters, woraus die hohe Würde dieser Tugend zu schließen. Sie macht uns bei dem Elenden GOtt gleich. Siehe Barmherzigkeit GOttes. IV) Das Beispiel des Heilandes. Ebr. 2, 17. c. 4, 15. Dadurch

Hat er uns als der Aufgang aus der Höhe besucht. Luc. 1, 78.

Jammerte ihn des Volks, weil sie, wie die Schafe, so keinen Hirten hatten, herum gingen, Matth. 9, 36. Marc. 6, 34.

- - - und heilte die Kranken, Matth. 14, 14.

Erbarmte sich über die Blinden, Matth. 20, 34.

- - - - Aussätzigen, Luc. 17, 13.

- - - - die Wittwe zu Nain, Luc. 7, 13.

Zog in den Tagen seines Fleisches umher und that wohl etc., A.G. 10, 38. etc. etc.

§. 4. V) Die Exempel der Heiligen. Es sind barmherzig gewesen:

Die Bürger zu Jabes an Sauls und seiner Söhne Leichnamen, 2 Sam. 2, 5. 6.

Boas gegen die Ruth, Ruth 2, 14.

Cornelius im Almosenaustheilen, A.G. 10, 3. 4.

David gegen Mephiboseth, 2 Sam. 9, 7. an Hanon, ib. c. 10, 2.

Hiob gegen die Armen, Hiob 29, 12.

Josias, 2 Chr. 35, 26.

Die Kundschafter der Rahab, Jos. 2, 12.

Obadja gegen 100 Propheten, 1 Kön. 18, 4.

Der Samariter gegen den Verwundeten, Luc. 10, 36.

Tabea gegen die Armen, A.G. 9, 36 etc.

§. 5. VI) Das (geistige oder leibliche) Elend und der dürftige Zustand unseres Nächsten. Erbarmt sich der Gerechte seines Viehes, Sprw. 12, 10. wie viel mehr sollen wir uns nicht gegen unsern Nächsten mitleidig bezeigen, Esa. 58, 7. als gegen unsere Mitknechte, Matth. 18, 33. Col. 3. 12. Luc. 6, 36.

§. 6. VII) Der herrliche Nutzen und die Belohnungen, welche die Barmherzigen davon haben.

Dessen Same wird gesegnet sein, Ps. 37, 26.

Der HErr wird ihn bewahren etc., Ps. 41, 3.

Werden ewiglich bleiben, Ps. 112, 4. 6.

Es wird ihnen wohl sein, Sprw. 14, 21.

Finden das Leben etc. Sprw. 21, 21.

Sind selig, Matth. 5, 7.

§. 7. VIII) Die Straft der Unbarmherzigen.

Sie sollen nicht von GOtt erhöret werden, Sprw. 21, 13.

Deren Gedächtniß soll ausgerottet werden, Ps. 109, 15. 16.

Sind des Todes würdig, Röm. 1, 31. 32.

Werden ein unbarmherziges Gericht über sich müssen ergehen lassen, Jac. 2, 13. wie Sodom, Ezech. 16, 49. Sir. 16, 10.

§. 8. Die Barmherzigkeit ist eine edle Tochter des Glaubens, und begreift alle Werke der Liebe, die dem Nächsten können erwiesen werden, in sich, 1 Mos. 20, 13. c. 21, 23. Jos. 2, 12. Ruth 1, 8. c. 3, 10. Wollen wir Kinder unsers allmächtigen Vaters und Geschwister des barmherzigen und liebreichen Heilandes sein, Joh. 13, 35. so müssen wir