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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Betrüglich; Bette; Bettelei; Betteln; Betten

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Betrüglich  Betten.

Dein Trotz und deines Herzens Hochmuth hat dich betrogen, Jer. 49, 16.

Wo aber ein betrogener Prophet etwas redet, Ezech. 14, 9.

Aber der Kaufmann hat eine falsche Wage in seiner Hand, und betrügt gerne, Hos. 12, 8.

Der Wein betrügt den stolzen Mann, Hab. 3, 5.

Der Hochmuth deines Herzens hat dich betrogen, Obad. 3.

(Der Gerechte) wird hingerückt, daß die Bosheit seinen Verstand nicht verkehre, noch falsche Lehre seine Seele betrüge (verführe), Weish. 4, 11.

Solcher Dünkel hat Viele betrogen, Sir. 3, 26.

Siehe zu, daß dich nicht deine Einfältigkeit betrüge, Sir. 13, 10.

Laß dich nicht betrügen, daß sie (das Weib) schön ist, und begehre ihrer nicht darum, Sir. 25, 27.

Unweise Leute betrügen sich selbst mit thörichten Hoffnungen, Sir. 34, 1.

Träume betrügen viele Leute, und fehlt denen, die darauf bauen, Sir. 34, 7.

So ich Jemand betrogen habe, das gebe ich vierfältig wieder, Luc. 19, 8.

Ich aber sage davon, daß euch Niemand betrüge mit vernünftigen (scheinbar und künstlich eingerichteten) Reden, Col. 2, 4.

§. 2. Sich selbst betrügen heißt, sich über seinen Herzenszustand und sein Verhältniß zu GOtt gegen die richtende Stimme des Gewissens selbst täuschen, indem man theils die Sünde gar nicht eingesteht, sie nicht als Sünde erkennt, sich nicht zurechnet, ihre Größe und Schuld verringert, theils sich mit der Einbildung gewisser Vorzüge, des äußern, todten Glaubens und Bekenntnisses, oder mit der Hoffnung auf GOttes Gnade und Christum fälschlich beruhigt. Je größer die Gefahr ist, durch Selbstbetrug in völlige Verblendung, Verstockung und Verdammniß zu gerathen; desto mehr muß mau den natürlichen Hang dazu, der sich in Jedem findet, durch stete Wachsamkeit auf sich, Prüfung seiner selbst nach dem Worte GOttes, und Hören auf die Stimme des göttlichen Geistes bekämpfen.

Die Sünde nahm Ursach am (durch das) Gebote, und betrog mich, und todtete mich durch dasselbige Gebot, Röm. 7, 11.

Niemand betrüge sich selbst, 1 Cor. 3, 18.

So aber sich Jemand läßt dünken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betrügt sich selbst, Gal. 6, 3.

Seid Thäter des Worts und nicht Hörer allein, damit ihr euch selbst betrüget, Jac. 1, 22.

Betrüglich

§. 1. Ohne Aufrichtigkeit, s. 1 Mos. 34, 13. Dan. 11, 34.

Man wird in ihrem Munde keine betrügliche Zunge finden, Zeph. 3, 13.

(Der Reiche) ladet dich einmal oder drei zu Gaste betrüglich, Sir. 13, 8.

Halte, was du geredet hast, und handle nicht betrüglich mit ihm (deinem Nächsten), Sir. 29, 3.

§. 2. Der Reichthum wird Marc. 4, 19. betrüglich genannt, weil er 1 Tim. 6, 17. ungewiß, vergänglich, und wiewohl an sich weder gut noch böse, doch dem Mißbrauch unterworfen ist, und die Menschen oft um ihre Seligkeit bringt. S. aufnehmen §. 2. 3.

Bette

§. 1. I) Darauf der Mensch seine Ruhe hat, oder auch anderer Ursachen wegen liegt.

Aeneas lag 8 Jahre auf seinem Bette, A. G. 9, 33.

Ahab legte sich aus Unmuth drauf, 1 Kön. 21, 4.

Ahasja soll nicht davon kommen, 2 Kön. 1, 4. 6.

Amnon machte sich drauf trank, 2 Sam. 13, 5. 8.

Daniel hatte einen Traum auf seinem Bette, Dan. 7, 1.

In Egypten kamen Frösche hinein, 2 Mos. 8, 3.

Elias legt der Wittwe Sohn auf sein Bett, 1 Kön. 17, 19.

Elisa erweckt der Sunamitin Sohn auf seinem Bette, 2 Kön. 4, 10. 21. 32. 35.

Ein Gichtbrüchiger lag auf dem Bett, Luc. 5, 18. Matth. 9, 8. 6. Marc. 2, 4.

Holofernes wird im Bett erwürgt, Jud. 13, 3. 5. 7. 9.

Joas wird darauf erwürgt, 2 Chr. 24, 25.

Isboseth darauf erstochen, 2 Sam. 4, 7.

Israel neigte sich auf dem Bette, 1 Mos. 47, 31. setzte sich darin, c. 43, 2. that seine Füße zusammen, c. 49, 33.

Kranke wurden darauf umhergeführt, Matth. 9, 2. A. G. 5, 15.

Michal legte ein Bild statt Davids ins Bette, 1 Sam. 19, 13.

Nebucadnezar dachte auf seinem Bette etc., Dan. 2, 29. c. 4, 2. 7. 10.

Um Salomons Bette stehen 60 Starke etc, Hohel. 3, 7.

Saul setzte sich bei der Zauberin darauf, 1 Sam. 28, 23.

Wenn ich gedachte, mein Bette sollte mich trösten etc., Hiob 7, 12.

Ich schwemme mein Bette die ganze Nacht, Ps. 6, 7.

Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich, Ps. 63, 7.

Ich habe mein Bette geschmückt mit bunten Teppichen aus Egypten, Sprw. 7, 16.

Wo du es nicht hast zu bezahlen, so wirb man dir dein Bette unter dir wegnehmen, Sprw. 22, 27.

Ein Fauler wendet sich im Bette, wie die Thür in der Angel, Sprw. 26, 14.

Ein sittiger Mensch läßt sich am Geringen genügen, darum darf er in seinem Bette nicht so keichen, Sir. 31, 22.

Du hast stolze Könige gestürzt aus ihrem Bette (2 Kön. 1, 6.) und umgebracht, Sir. 48, 6.

Stehe auf, nimm dein Bette, und wandle, Marc. 2, 9. 11. 12.

In derselbigen Nacht werden zween auf einem Bette liegen etc., Luc. 17, 34.

Stehe auf, nimm dein Bette, und gehe hin, Joh. 5, 8. 9 f.

§. 2. II) Das Spannbette; * III) Lagerbettlein bei Tische, Amos 6, 4. IV) das Ehebette. **

* Ogs Bette beschrieben, 5 Mos. 3, 11.

** Nuben besudelt seines Vaters Bette, 1 Mos. 49, 4. 1 Chr. 6, 1. S. Beflecken §. 1. Aufsteigen §. 2.

Der Same aus ungerechtem Bette wird vertilget, Weish. 3, 16.

§. 3. V) Das Grab.

Im Finstern ist mein Bette gemacht, Hiob 17, 13.

§. 4. Den Babyloniern und Assyrern wird zur Strafe gedrohet: Motten werden dein Bette sein, Esa. 14, 11. und wenn es den Juden recht elend gehen wird, daß sie sich kümmerlich werden behelfen müssen, so heißt es:

Denn das Bette ist so eng, daß nichts übrig ist etc., Esa. 28, 20.

§. 5. Unter dem Bette, in welches GOtt die Jesabel, Offb. 2, 22. werfen will, kann man den Schlaf der Sicherheit verstehen, Eph. 5, 14. oder endlich gar die Hölle, Ps. 49, 15. oder ein Siechbette, welches auf die Hurerei folgt, Sir. 19, 3.

Bettelei

Hang und Gewohnheit, zu betteln. Bettelei schmecket wohl dem unverschämten Maule, Sir. 40, 32.

Betteln

Dieses Bitten um Almosen, wenn es aus Arbeitsscheu, und mit Unverschämtheit, Ungenügsamkeit geschieht, ist eine Schande, Luc. 16, 3. eine Frucht der Faulheit, Sprw. 20, 4. und eine Strafe der Sünde, 1 Sam. 2, 36. Hiob 20, 10. vgl. Ps. 37, 25. Wegen äußerster Noth, Alters und Schwachheit Andre bitten, ist weder Schande, noch Sünde. S. Armuth, Bettler.

Seine (des Gottlosen) Kinder werden betteln gehen, Hiob 20, 10.

Seine Kinder müssen irre gehen und betteln, Ps. 109, 10.

Um der Kälte willen will der Faule nicht pflügen, so muß er in der Ernte betteln, und nichts kriegen, Sprw. 20, 4.

Mein Kind, gieb dich nicht aufs Betteln (bei Müßiggang aufs Schmarotzen), es ist besser sterben, denn betteln, Sir. 40, 29.

Da saß ein Blinder am Wege, und bettelte, Marc. 10, 46. Luc. 18, 35.

Graben mag ich nicht, so schäme ich mich zu betteln, Luc. 16, 3.

Daß er bettelte das Almosen von denen, die in den Tempel gingen, A. G. 3, 2. Joh. 9, 6.

Betten

Sich seine Lagerstätte zubereiten.

Bettete ich mir in die Hölle, so bist du auch da, Ps. 139, 8.

Aenea, stehe auf, und bette dir selber, A. G. 9, 34.