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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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N3
Dahm (fahren) - Dahin (gehen).
Sie sind ohne Ordnung daher gefallen, tziob 30, 14.
Siehe, er (der «llnic, zn Dabei) fliegt daher, wie ein Adler,
Ier. 49, 22. c. 48, 40. Wenn eine Flut daher gehet, wird sie uns nicht treffen, Efa.
28, 15.
Es gehet daher ein Unglück von Mitternacht, Ier. 6, i. Kir glänzet daher mit Schildern, Efa. 22, 6.
Dahin (fahren)
§. 1. Eigentlich von einem Ort zmn andern sich begeben, A.G. 21,1. sich begeben müssen, Ezech. 3,14.
§. 2. Sonst aber wird es von Sachen, die geschwind und unvermerkt vorüber gehen, gebraucht; besonders von der Flüchtigkeit des menschlichen Lebens. Wie ein Strom sich schnell verläuft, ein Schatten vergeht 2c., also nimmt der Mensch geschwind und augenblicklich ab, da man es nicht inne wird, und wischt gleichsam unvermerkt davon. Eine Wolke vergehet, und fähret dahin, Hiob 7, 9. Du stößest ihn (den Menschen) gar um, daß er dahin fähret,
Hiob 14, 20. Du lässest sie dahin fahren, wie ein Strom, und sind wie ein
Schlaf, Pf. 90, 5. Darum fahren alle unsere Tage dahin, durch deinen Zorn,
Pf. 90, 9. Unser Leben währet 70 Jahr -; denn es fähret schnell dahin,
als flögen wir davon, ib. v. 10. Ich fahre dahin, wie ein Schatten, der vertrieben wirb, Pf.
109, 23. Ist doch der Mensch gleichwie Nichts; seine Zeit fähret dahin,
wie ein Schatten, Ps. 144, 4.
In Eitelkeit kommt er (sie, die mlzeitige Geburt), und in Finsterniß fähret er (sie) dahin, Pred. 6, 4. Wer weiß, was dem Menschen nütze ist im Leben, so lange
er lebet in seiner Eitelkeit, welches dahin fähret, wie ein
Schatten, Pred. 7, 1. Unser Leben sähret dahin, als wäre eine Wolke da gewesen,
Weish. 2, 4.
Unsere Zeit ist, wie ew Schatten dahin fähret, v. 5. Es ist Alles dahin gefahren, wie ein Schatten, Weish. 5, 9. Alles vergängliche Ding muß ein Ende nehmen; und die damit
umgehen, fahren auch mit dahin, Sir. 14, 21. Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts, daß wir
nicht dahin sahren, Ebr. 2, 1. (damit wir nicht, durch An-
achtsllmkeit auf dns Wort in verkehrten Sinn gerathen, und
haltunaslos zu Grunde gehen.)
z. 3. Wenn Jacob von Rüben sagt: Er fuhr leichtfertig dahin, wie Wasser 3c., 1 Mos. 49, 4. so straft er dadurch die unbesonnene Leichtsinnigkeit, welche in Ansehuug der Uebereiluug, dem dahin fließenden Wasser gleicht. Jacob wendet sich zn seinen übrigen Söhnen und sagt gewöhnlich: Man denke nnr, der leichtfertige Mensch hat eine solche schändliche That begangen, indem er mit seiner Stiefmutter Blutschande getrieben; und es ist also leicht zu erachten, daß er sich der Vorrechte v. 3. verlustig gemacht.
Er (der Ehebrecher) fähret leichtfertig, wie auf einem Wasser dahin, Hiob 24, 18.
Dahin (fallen)
§. 1. I) Im Laufen oder Gehen so anstoßen, daß man fallen muß, und sich nicht wieder aufheben kann.* Zu Ende gehen, vom Tag, Richt. 19,11. * Jerusalem fällt dahin (wird anstoßen an den Stein der Aer-ylrmß, Christum, Esn. 8, 14. «ernt. Matth. 22, 42 f.) und Iuda liegt da (Luc. 2, 34.), weil ihre Zunge und Thun wider den HErrn ist, daß sie den Augen seiner Majestät (Christo) widerstreben, Efa. 3, 8.
§. 2. II) Unbeständig sein; III) laß werden und niedersinken. Wie weichest du doch so gern und fällst jetzt dahin, jetzt Hieher
(änderst deinen Weg nach Marien, und wendest dich nach Egyp-
ten), Ier. 2. 39. Ich will die Arme des Königs zu Babel stärken, daß die Arme
Pharaos dahin fallen, Ezech. 30, 25.
Dahin (stiegen)
z. 1. Vom Vogel, Esa. 16, 2. Sonst s. dahin sahren §. 2.
Mewe Tage sind leichter dahin geflogen, denn eine Weberfpute
?c., Hiob ?, 6. Laß deine Augen nicht fliegen dahin, das du nicht haben kannst:
denn ic., Sprw. 23, 5.
Der Sinn dieser Stelle ist: Nichte deinen Blick, dein Streben nicht nach dem, was doch nichts ist; was keinen Werth und Beständigkeit hat; denn es verschwindet oft so schnell, wie ein Adler, und verläßt uns also und täuscht uns.
Dahin (fliehen)
Au einen Ort, um daselbst sicher zu sein, sich begeben. Z. B. in Frelstädte, 2 Mos. 21, 13. 4 Mos. 35,11. 5Mos. 18, 3. Ios. 20, 3. Sei mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen möge, Ps.
71, 3.
Dahin (geben)
§. 1. I) Uebergeben, überantworten, und zwar, daß die, welche es verdient, gebührend, z. B. mit Gefangenschaft und andern Lasten gestraft werden, Bar. 2, 4.
Also will ich dahin geben Zedekia, Ier. 24, 8. Weil wir deine Gebote nicht gehalten haben, so find wir auch dahin gegeben nnsern Feinden, Tob. 2, 4.
§.2. Von Isaac.* Von Christo, als dem unschuldigen Lamm, welcher sich willig ins Fleisch, Joh. 1, 14. I Tim. 3, 16. in Armuth, 2 Cor. 8, 9. unter das Gesetz, Rom. 8. 3. 4. der Menschen Hände und Kreuzestod, Matth. 20, 18. Efa. 53,4. 5. Röm. 4, 25. dargegeben, uns zu erlösen, Tit. 2, 14. (S. Bezahlung.)
Welcher ist um unserer Sünde willen dahin gegeben, und um unserer Gerechtigkeit willen auferwecket, Röm. 4, 25.
Welcher auch seines eigenen Sohnes nicht verschonet, sondern hat ihn für uns Alle dahin gegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht Alles schenken? Röm. 8, 32.
* Durch den Glauben opferte Abraham den Isaac, da er versucht war, und gab dahin den Eingebornen, da er schon die Verheißung empfangen hatte, Ebr. 11, 17.
§. 3. II) Rcbergeben aus gerechtem Verhängnist,
und Gericht, von GOtt gesagt, heißt: zulasseu, daß die, die beharrlich der Stimme GOttes, der inneren und äußeren, widerstreben, endlich in völlige Verfinsterung des Geistes, und Verstockung des Herzens und wirkliche Laster gerathen. GOtt reizt nicht zur Sünde, sondern zieht nur seine Hand ab. und läßt solche gottlose Leute auf ihre eigene Gefahr dahin laufen. (S. böse lein am Ende.)
Aber GOtt wandte sich, und gab sie dahin, daß sie dieneten des Himmels Heer, A.G. 7, 42.
Darum hat sie auch GOtt dahin gegeben in ihres Herzens Gelüste, Röm. 1, 24.
§. 4. Das Schiff galien sie dahin, A.G. 27, 15. d. i. sie überließen es dem Wind und Wellen; sie ließen es gehen, wie es wollte.
Dahin (gehen)
z. 1. I) An einen Ort sich begeben, 1 Sam. 9, 6. 1 Kön. 2, 42. sich wagen, 2 Sam. 23, 17. Daß man mit Pfeilen und Bogen dahin gehen muß, Esa.
7, 24. S. unter Gogen s. 1.
z. 2. II) Den Weg alles Fleisches gehen, sterben.
Ich (Hbram) gehe dahin, ohne Kinder, 1 Mos. 15, 2. Iosua geht dahin, wie alle Welt, Ios. 33, 14.
§. 3. Des Menschen Sohn gehet zwar dahin )c.,
Matth. 26, 24. Daß ich sterben muß, sagt der Heiland, ist einmal in dem Rath der heiligen Dreieinigkeit fest gestellt, und kann nicht geändert werden. Ich gehe durch Leiden, Luc. 24, 26. zu meinem Vater, Joh. 17, 5. wie die Propheten bezeugt und von mir geschrieben, 1 Petr. 1, 11. Judas könute das