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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Dibon
W5
Dibon Gad
Da lagerte sich Israel, 4 Mos. 33, 45. 46. Ist mit Dibon einerlei.
Dibri
Das Wort. Ein Mann ans dem Stamm Dan, 3 Mos. 24, 11.
Dichten
1) Denken, überlegen, anssinnen 2c. 2) Psalmen und Lieder machen, Ps. 45, 2. 108, 2. Sir. 44, 5.
Das Dichten (die Neigung) des menschlichen Herzens ist böse
von Jugend auf, 1 Mo's. 8, 21. c. 6, 5. Rufet laut, denn er ist ein GOtt, der dichtet «., 1 Kön.
19, 27. Der HErr suchet alle Herzen, und verstehet aller Gedanken
Dichten, 1 Chr. L9, 9. Das Herz des Gerechten dichtet, was zu antworten ist, Spnv.
35, 29. Trachten und dichten falsche Worte aus dem Herzen, Esa.
59, 13. Die Lippen meiner Widerwärtigen und ihr Dichten (geht)
wider mich täglich, Klaget. 3, 62. Was Fleisch und Vlut dichtet, das ist ja böses Ding, Sir.
17, 30. Sondern sind in ihrem Dichten (selbst ausaesanneuen aber nu-
geschickten Vernunft schlüssen) eitel geworden, Rom. i, 21.
Ein Liederdichter, Poch 1 Kön. 4, 31. Im Grund-tcrt die Söhne Machals oder des Chor. Mnsik-künstler.
Dicke
8. 1. Von verschiedenen Dingen, hat nach der Art der Dinge, von denen es gebraucht wird, die Bedeutung, z. V. Dicke Aehren, i Mos. 41, 5. 7. (nicht ausgedörrt) die Auen
stehen dick mit Korn, Ps. 65, 14. Dicke Vnlken, 1 Kön. 7, 6. Baum, Ezech. 20, 29. c. 31, 3. 10. 14. WeiZH. 17, 19. Dan.
4, 8. 17.
- Eiche, Ezech. «, 13. Absalom blieb an einer dicken (ästigen, buschigen) Eiche hangen, 2 Sam. 18, 9.
- Getreide, Ps. 72, 16. (S. beben §. 2.)
- Hagel, Weish. S, 23. Sir. 43, 16.
Das eherne Meer war einer Hand breit dicke, i Kön. 7, 26. 2 Chr. 4, 5.
Dicker Nebel, 2 Mos. 19, 9. 16. 2 Sam. 22, 12. Pf. 16, 12.
Mein kleinster Finger soll dicker sein, denn meines Vaters Lenden, 1 Kön. 12, 10. 2 Chr. 10,10. vergl. Sir. 47, 29.
(Des Heuchlers) Saat steht dicke (dnß er ftch eine Zeitlang dnran belustigen kann), Hiob 8, 17.
Er (der Gottlose) brüstet sich - und macht sich fett und dick (dnß er knum aus den Augen sehen kann), Hiob. 15, 27.
Dicke Wälder (Oerge, welche mit dicken Wolken bedeckt), Ier. 4, 29. vergl. v. 13.
Er ist der HErr, des Wege im Wetter und Sturm sind, und unter seinen Füßen dicker Staub, Nah. 1, 3. (Hebr. Wolken sind der Staub seiner Füße, d. i. die ganze Natur ist ihm unterwürfig, und muß ihm dienen; und schnell entscheidet er, wenn es zur Ausführung seiner Gerichte kommt, Esa. 19, i.)
§. 2. Dicke Finsterniß, 2 Mos. 10, 22. Diese geschah nicht an der Sonne, auch nicht an den Egyptern, wie an den Sodomitern, 1 Mos. 19,11. sondern sie entstand übernatürlich im Lande, nachdem Moses seine Hand gen Himmel gereckt, durch einen schwarzen und bicken Nebel, der die Luft einnahm, und die Sonne, soweit Egypten ging, verdunkelte, daß man die Finsterniß, so zu sagen, greifen konnte.
§. 3. Ein dickes Herz ist in seinem verderbten Sinne so verstockt, daß es ruchlos (unempfindlich), Eph. 4,19. und keine Hoffnung zur Bekehrung von sich blicken läßt. Ebenso zeigen dicke Ohren Esa. 6, 10. die Verhärtung und Halsstarrigkeit eines Menschen an. Im Gegentheil wird von GOtt ge-
sagt, daß seine Ohren nicht dicke seien; nm dadurch seine Gnade und seine liebreiche, väterliche Bereitwilligkeit, das Gebet derer, die zu ihm schreien, zu hören und ihr Verlangen zu stillen, auszudrücken.* Ihr (der ZtolM) Herz ist dick, wie ein Schmeer, Pf. 119, 70. * Siehe, des HErrn Hand ist nicht zu lurz, daß er nicht hel-
sen könne; und seine Ohren sind nicht dicke geworden, daß
er nicht höre, Esa. 59, i.
z. 4. Dickes Schwerti Esa. 34, 6. zeigt die Größe und Schwere der göttlichen Rache an, da von dem Blutvergießen die Erde dick v. 7. wird.
Dieb
z. 1. Ein Dieb ist ein boshaftiger Mensch, der dem Andern das Seinige wider Willen entwendet, es geschehe nun heimlich oder öffentlich, mit Betrug, List, oder Gewalt. S. Diebstahl. Strafe eines Diebes, 2 Mos. 22, 2. 3. 7. 6. 12. Wenn ein Dieb eine Seele stichlet, der soll sterben, 5 Mos.
24, 7.
Des Nachts ist er (der Gottlose) wie ein Dieb, Hiob 24, 14. Wenn du einen Dieb siehst, so läufst du mit ihm, Pf. 50, 16. EZ ist einem Diebe nicht so große Schmach (uergleichungs-
weise mit der Schuld des Ehebruchs v. 32.), ob er stiehlt,
seine Seele zu sättigen, weil ihn hungert, Sprw. 6, 30. Wer mit Dieben Theil hat, höret fluchen, und sagt es nicht
an, der hasset sein Leben, Sprw. 29, 24. Wie ein Dieb zu Schanden wird, wenn er ergriffen wird,
also 2c., Ier. 2, 26.
Darneben seid ihr Diebe, Mörder, Ehebrecher «., Ier, 7, 9. Und die Diebe des Nachts sollen über dich kommen, die sollen
ihnen genug verderben, Ier. 49, 9. Wiewohl sie unter sich selbst mit Dieben, und auswendig mit
Räubern gestraft sind, Hos. ?, 1. Wenn Diebe oder Verstörer zur Nacht über dich kommen
werden, Obad. u. 5. Alle Diebe werben in diesem Briefe (f. Brief ß. 3.) fromm
gesprochen, Zach. 5, 3. Ein Dieb ist ein schändliches Ding, aber ein Verläumder ist
viel schändlicher, Sir. 5, 17. (weil er seinem Nächsten seinen
guten Qnmund stuhlt, welcher höher ist nls zeitliche Güter zu
achten.) Ein Dieb ist nicht so böse, als ein Mensch, der sich zu Lügen
gewöhnet, Sir. 20, 27. Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden - und da
die Diebe nachgraben :c., Matth. 6, 19. 20. Luc 12, 33. Ein Dieb kommt nicht, denn daß er stehle, würge und umbringe, Joh. 10, 10.
Diebe werden das Reich GOttes nicht ererben, i Cor. 6, 10. Niemand leide unter euch als ein Mörder, oder Dieb ic.,
1 Petr. 4, 15.
z. 2. Die Dieberei ist das gemeinste Handwerk, und die größte Zunft aus Erden, und wenn man die Wett jetzt auf alle Stände ansiehet, so ist sie nichts anders, als ein großer weiter Stall voll großer Diebe, also, daß wo man sie alle an den Galgen henken sollte, was Diebe find, und doch nicht heißen wollen, sollte die Welt bald wüste werden, und beides an Henkern und Galgen ge-brechen. Luther X. 83-85.
z. 3. Es giebt verschiedene Arten Diebe; die Schrift nennt nnter andern:
Den Achan, Ios. 7, 1-21. Die Fürsten Judas, Esa. 1, 23. Gehafi, 2 Kön. 5, 20. Judas Ischarioth, Joh. 12, S. Juden, Ier. 7, 9. Micha von Ephraim, Nicht. 17, 1.
Den Teufel, welcher seine Diebesgriffe an den ersten Eltern zeigte.
§. 4. Im bildlichen Verstande ist ein Dieb das Bild der falschen Lehrer, welche keinen ordentlichen Beruf haben, Ier. 23, 30 f. die von sich selbst lau-fen, aus unlautern Antrieben sich in das Lehramt eindrängen oder einschleichen, Ier. 23, 21. dem Höchsten die ihm gebührende Ehre, Christi Verdienste die Kraft rauben, wenn sie jene der Creatur, und diese den Werken beilegen, den geängsteten Gewissen den wahren Trost abstehlen, und dem Heilande die