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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Dieberei - Menen.
Seelen entreißen, die ihm als sein Eigenthum angehören.
Wer nicht zur Thür hinein gehet in den Schafstall, sondern steiget anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Mörder, Joh. 10, 1. 5. Thiir 8. 4.
Alle, die vor mir gewesen, Joh. 10, 8.
F. 5. Diese letzte Stelle ist nicht schlechthin von Allen, die vor JEsu als Lehrer und Propheten aufgetreten sind, zu verstehen: sondern, wie Kommen auch Matth. 11, 3. Joh. 5, 44. steht, von denen, die als Messias aufgetreten sind; mithin sich fälschlich dafür ausgegeben haben. Solche Volksverführer waren Diebe und Mörder.
§. 6. Wenn der Einbruch des Tages des HErrn zum Gericht, A.G. 17, 31. dem Kommen eines Diebes verglichen wird: so geschieht es 1) weil er für Alle plötzlich, unangemeldet, überraschend erfolgt; und besonders 2) weil er für die Sünder und Irdischgesinnten wie ein Dieb kommt, indem er ihnen all ihr Gut und ihre Hoffnung entreißt. Lasset uns in Vereitschaft stehen, damit wir würdig sein mögen zu stehen vor des Menschen Sohn, Matth. 24, 43. 44. Lnc. 12, 39.
Denn ihr selbst wisset gewiß (und eigentlich), daß der Tag
des HErrn wird kommen (plötzlich) wie ein Dieb in der
Nacht, 1 Thesf. 5, 3. 4. 2 Petr. 3, 10. So dn nicht wirst wachen, werde ich über dich kommen, wie
ein Dieb, und wirst nicht wissen, welche Stunde ich über
dich kommen werde, Ofsb. 3, 3. Siehe, ich komme als ein Dieb, Offb. 16, 15.
Dieberei
So viel als Diedstahl.
Aus dem Herzen kommen arge Gedanken, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsche Zeugnisse und Lästerung, Matth. 15, 19. Marc. ?, 22.
Die auch nicht Buße thaten für ihre - Dieberei, Offb. 9, 21.
Diebsgesellen
GOtt nennt durch Esa. 1, 23. die Fürsten so, weil sie sein Wort hintan setzten, nicht Acht auf ihr Regiment geben, und den Betrügereien, Diebereien und aller Bosheit durch die Finger sehen, um ihren sündlichen Vortheil davon zu ziehen.
Diebstahl
z. I. Ist die gottlose Handlung, da man einem Andern wider seinen Willen, heimlich oder öffentlich durch listige Nänke, oder Gewalt, unter dem Schein Rechtens oder mit offenbarem Nnrecht, das Seinige entwendet.
Das sei ein Diebstahl bei mir, 1 Mos. 30, 33.
Hat er (der Vieb) nichts, so verkaufe man ihn um seinen
Diebstahl, 2 Mos. 22, 3. Findet man bei ihm den Diebstahl lebendig - so soll er es
zwiefältig wiedergeben, ib. v. 4. Und gehet bei ihnen unter einander Blut, Mord, Diebstahl 2c.,
Weish. 14, 25.
§. 2. Der Diebstahl ist verschieden. In einer Gemeine sitzen Bierbrauer, Weinschenken, Fischer, Fleischer, Schneider, Schuster und allerhand Hand-werksleute, da ist gar selten Einer unter ihnen, der nicht einen Dieb im Ouftn tragt. Luther III. 1673. Einer betrügt und bestiehlt seinen Nächsten so, der Andere so. Wir finden: Diebe, welche dem Höchsten seine Ehre abstehlen, und diese
den Götzen oder andern Sachen zuwenden. (S. HliMterei
8. 4. S.) Kirchendiebe (Meb 8. 5.), die Kirchen- und Schulbienern den
Sold zurück halten, Neh. 13, 10. der Geistlichen Einkommen
zu ihrem Vortheil wenden, 2 Chr. 29, 21. der Wittwen
Häufer fressen, Matth. Z3, 14. das den Armen gewidmete
Geld verwenden, A.G. 5, 2. Seelendiebe, welche die Seelen in Irrthum führen, Esa. 3,
12. Matth. 24, 5. 11 «.
Hausbiebe, Luc. 16, 6. ?.
Menschendiebe, 2 Mos. 21, 16. 5 Mos. 24, 7. i Tim. 1, id.
wenn den Eltern die Kinder genommen werden. Viehdiebe, 2 Mos. 22, 1. 1 Sam. 12, 3. Gold- und Gelddiebe durch allerhand Mittel, Amos 2, 6. 7.
c. 8, 5. 6. S Mos. 25, 13. 14. Ehrendiebe, 2 Sam. is, 7. 8. Herzensdiebe, welche durch allerhand listige und scheinbare
Worte die Herzen Anderer zu sich ziehen, wie Absalom,
2 Sam. 15, 6.
§. 3. Diese Sünde aber wird begangen mit dem Herzen, Matth. 5, 28. vergl. c. 15, 19. Mich. 2, 1. 2. mit dem Munde, wenn man seinem Nächsten das Scinige abzuschwatzen sucht, Iac. 3, 5 ff. Mich. 6, 12. Ier. 9, 4. 5. mit der That selbst, und zwar auf verschiedene Art, weuu man:
Oeffentlich stiehlt, 3 Mus. 19, 13.
Das anvertraute Gut veruntreuet, 2 Mos. 22, 10. s. 3 Mos.
6, 3 f. Den verdienten Lohn schmälert, oder zurück hält, 3 Mos. 19,
13. 5 Mos. 24, 14. Ier. 22, 13. Sir. 34. 27. Tob. 4, 15.
Iac. 5, 4.
In Handel und Wandel übersetzt, 3 Mos. 19, 11. Unrechtes Maß, Elle und Gewicht führt, 3 Mos. 19, 35.
5 Mos. 25, 13. Sprw. 11, i. c. 20, 10. Mich. 6, 10.
Amos 8, 5.
Schlechte Waaren für gute verkauft, AmoZ 8, 6. Das Eingehandelte nicht dem Werthe nach, oder mit schlechter Münze bezahlt, Hiob 31, 39 f. Amos 6, 5. Unbilligen Wucher treibt, 2 Mos. 32, 25. 3 Mos. 25, 35 f.
5 Mos. 23, 19. Neh. 5, 7. 9. 10. Pf. 15, 5 Sprw. 28, 8.
Ezech. 13, 6. Dem Schuldner mit Gewalt ein Pfand nimmt, 2 Mos. 22,
26. 5 Mos. 24, 6. Hiob 22, 6. c. 24, 3. 9. Gzech. 16, 7.
12. 16.
Das Geborgte nicht bezahlt, Pf. 37, 21. Sir. 29, 2 f. Seinen Schuldner ohne Noth zu dessen Ruin treibt, 2 Mos.
22, 25. Efa. 58,6. Amos 5, 11. 12. Sir. 29, 11. Das Gefundene heimlich und boshaft zurück hält, und dem
Eigenthums Herrn nicht wieder giebt, 2 Mos. 23, 4. 3 Mos.
6, 8. 5 Mos. 22, i. Des gestohlnen Guts sich theilhaftig macht, Sprw. 29, 24.
Röm. i, 33. Eph. 5, 11 :c. ic.
§. 4. Alle dergleichen diebische Griffe sind sowohl wider das Recht der Natur: Jedem das Seine, Matth. 7, 12. als auch wider die heil. Schrift; wie denn GOtt den Diebstahl ernstlich a) verboten, 2 Mos. 20, 15. 3 Mos. 19, 11. 13, 35. 36. 5 Mos. 5, 19. c. 25, 13. 14. Sprw. 29, 24. c. 39, 9. Zach. 7, 10. Matth. 19, 18. Marc. 10, 19. Luc. 18, 20. Luc. 3, 14. Gph. 4, 28.1 Thess. 4, 6. 1 Petr. 4, 15. t») an demselben ein Gräuel hat, 5 Mos. 25, 16. Sprw. 11, 1. c. 20, 23. Mich. 6, 11. 12. Ueber-dies ist c) der Diebstahl an sich eine höchst schändliche Sache, Sir. 5, 17. Ier. 2, 26. am unwürdigsten eines Christen, der seiner christlichen Brüder Rechte und Eigenthum achten, bessere himmlische Schätze kennen, und GOttes Majestät, der nach seiner Macht das Irdische vertheilt, fürchten soll. Auch bleibt der Diebstahl l») nicht ungestraft sowohl 2 Mos. 22, 4. zeitlich, 2 Sam. 12, 6. Sprw. 6, 31. am Leben, 2 Mos. 21, 16. 5 Mos. 24, 7. als auch ewig, 1 Cor. 6, 10. und wie lockend und süß auch der Besitz des Gestohlenen beuchten möge, Sprw. 9, 17. wird er doch bald eine drückende Last, und verbittert allen Genuß, c. 20, 17.
§. 5. Ein Jeder hüte sich demnach vor unrechtem Gute, Eph. 4, 28. Sir. 41, 22. Ps. 37, 3. damit nicht das Wehe Hab. 2, 6. über seinen Hals komme; und lerne, um vor Versuchungen dieser Art bewahrt zu bleiben, arbeiten, mäßig, genügsam sein, den Werth der himmlischen Güter recht schätzen, GOttes Gericht scheuen, und auf seine Fürsorge vertrauen.
Dienen
8. 1. Einem Andern zu Gebote stehen, und seine Befehle ausrichten, a) GOtt, dem Schöpfer aller