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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Dornstrauch - Drängen.
Dornstrauch
8- 1. Dadm-ch wird der König Amazia als ein Mensch abgebildet, der aus Hochmuth Rathschläge faßt, welche zu seinem Schaden üble Folgen nach sich ziehen, 2 Kön. 14, 9. 2 Chr. 25, 18.
Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauch, uiird sie sein Zorn so frisch wegreißen, Ps. 58, 10.
§. 2. Diese Stelle will so viel sagen: ehe eure Töpfe (böse Rathschläge, die ihr bei der Abfassung gleichsam zum Feuer gesetzt) werden die Dornen (die Tücke, die zum Kochen untergeschüret und beigelegt wurde) empfunden haben, sa wird sie GDtt, da sie kaum erwärmt, gewaltig zernichten.
Dornzweig
Sprw. 26, 9. Wenn ein Narr (ein profaner Schriftspötter) einen denkwürdigen Spruch aus der Bibel, oder sonst woher genommen, vorbringt, so wird er zufälliger Weise ein Dornzweig. Denn diese Gottlosen gebrauchen ihn zum Scherz, Gelächter, ja zur Beschönigung ihrer Leichtfertigkeit, und mißbrauchen ihn, bei Hintansetzung aller Andacht und Schen, zu ihrer eigenen und der Zuhörer Seelen Schaden.
Ein Spruch in eines Narren Mund ist wie ein Dornzweig, der in eincs Trunkenen Hand sticht, Sprw. 26, 9.
Dörren
a) Dürr machen, b) dürr werden, n) Sangen am Feuer qedörret, 2 Mos. 2, 14. b) Gras auf den Dächern dorret, ehe es reif wird, Gfa.
37, 27.
Dorymenes
Ein tapferer Kriegsmann. 1 Macc. 3, 38.
Dositheus
Van GDtt gegeben. Ein Hanptmann im Heer des Judas Maccabäus, 2 Macc. 12, 19. 24. 25.
Dothaim, Dothan
Gebrauch, Gesetz. Eine Stadt im Stamm Ma-nasse, 1 Mos. 37,17. 18. S. auch 2 Kön. 6,13. Jud. 4, 5. c. 7, 3.
Dotter
Das Gelbe in einem Ei. Wer mag kosten das Weiße um den Dotter? Hiob 6, 6
Drache
§. 1. Dieses abscheuliche und giftige Thier, welches nm und um, außer den Brüsten und Geburtstheilen, mit harten Schuppen versehen, ist von verschiedener Farbe, bald schwarz, bald roth, bald asch-gran. Es hat einen großen Nachen, dreifache Zähne, und giebt mit seinem erschrecklichen Zischen ein klägliches Geheul von sich. Hat jezuweilen Floßfedcrn auf dem Rücken, womit es sich in die Höhe schwingt. Man zählt deren dreierlei Arten, nämlich auf der Erde, im Meer und in der Luft. Es soll sich nn-ten an den Elephanten hängen und ihm das Blut aussaugen, aber anch oft erdrückt werden. Dergleichen abscheuliche Schlangen verehrten die Babylonier göttlich; wiewohl die ganze Geschichte fabelhaft herauskommt. (Man lese nach ^oli^anZ. ^ran^ii Nstoriam aniuialiuin äaoraui ?art. V. <üap. V. Lud. voos: Draoo. p. 735 8g. Das hebr. Wort bezeichnet auch andre Thiere, z. B. Crocodile, Esa. 51, 9. Ezech. 29, 3. 32, 2. Mich. 1, 8. Schakals, Klagel. 4, 3.)
Du zerbrichst die Köpfe der Drachen im Wisser, Ps. 74, 13.
Auf Löwen und Ottern wirst du gehen; und treten auf den jungen Löwen und Drachen, Ps. 91, 13.
Schnappen nach der Luft, Iev. 14, 6.
Die Drachen reichen ihre Brüste den Inngen und säugen sie, Klagel. 4, 3.
Ich wollte lieber bei Löwen und Drachen wohnen, denn bei einem bösen Weibe, Sir. 25, 22.
§. 2. Drachen sind in Ansehung ihrer Gewalt und Stärke, zn beleidigen ein Vild I) wüthiger Tyrannen, Ps. 44, 20. und Feinde der Kirche, Esa. 27, 1. (S.Leuiathan) Esa. 51, 9. II) großer Fürsten und Könige, die eines Theils zn Christo bekehrt werden sollen, Esa. 43, 20. und Pharaons, Ezech. 29, 3. Nebucadnezars, Ier. 51, 34.
z. 3. III) Ein Bild des Hiskia, nicht, als wenn er mit seinen Unterthanen tyrannisch umgegangen wäre, sondern weil er die Feinde GOttes, die Philister, tapfer angegriffen, Esa. 14, 29.
z. 4. IV) Des blutgierigen Teufels, Offb. 12, 3. 4.7.9. 13. 16. 17. c. 13, 2. 4. 11. c. 16, 13 c. 20, 2.welcher dem antichristischen Thiere, 2 Thcss. 2, 2 f. Offb. 53, 1. 2. seine Kraft gegeben, daß es in seine Futzstapfen getreten, und die Christen verfolgt. Wie der Drache ein abscheuliches, arglistiges, giftiges, seindseliges und blutdürstiges, starkes uno wachsames Thier ist, so ist auch der Teufel.
§. 5. V) Bilden die Drachen eine große Verwü-stuug ab, Gsa. 13, 22. c. 34, 13. Mal. 1, 3. (S. Drachenwohnung.)
§. 6. Mit der Drachen fürchterlichem Geheul vergleicht Mich. c. 1, 8. seine jämmerliche Klage und Herzeleid, welches er über die Verheerung Judas und Samarias führt.
Drachenbrunnen
War zn Jerusalem vor dem Thalthor, Netz. 2, 13. Er soll seinen Namen daher haben, weil sich allda ein Drache, als Jerusalem wüste lag, aufgehalten.
Drachengift
Ihr Wein ist Drachengift, 5 Mos. 32, 33. zeigt an, wie das Volk GOttes einst vom lautern Glauben und einfältigen Sinn gegen GOtt abgewichen, in Bosheit und Falschheit ausarten würoe.
Drachenwohnnng
Bedeutet, da sich die Drachen in wüsten und öden Oertern aufhalten, eine gänzliche Verheerung und Verwüstung, welche der gerechte GOtt aus gerechtem Gericht über verstockte Sünder ergehen läßt, Ier. 9, 11. c. 10, 22. c. 49, 33. c. 51, 37.
Drachma
Zehn Kreuzer, 3 Groschen, 2 Macc. 4, 19. c. 12, 43. So viel hat das Weib Luc. 15, 8. 9. verloren.
Drang
Dedrangung, Angst, wenn man nicht weiß, wo man sich hinwenden soll.
Warum verbirgst du dein Antlitz, vergissest unseres Elends und Dranges? Ps. 44, 35.
Drängen
§. 1. Einen so in die Enge treiben, angreifen und beängstigen, daß er nicht weiß, wo er sich hinwenden, und was er anfangen soll. (S. Angst.) Nicht. 2, 15. 18. 2 Sam. 7, 10. Amos 5, 12.
Die üderbliebenen Einwohner sollen die Ifraeliten drängen, 4 Mos. 23, 55.