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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Dräng« - Drei.
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Du wirst die Frucht deines Leibes fressen - in der Angst und Noth, damit dich dein Feind drängen wird, 5 Mos. 28, 53.
Der König in Syrien drängte Israel, 2 Kön. 13, 4.
Und lässet über sie regieren einen Heuchler, das Volk zu drängen, Hiob 34, 30.
Warum mutz ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget? Pf. 42, 10. Pf.'43, 2.
Merke auf mich - daß der Feind so schreiet, und der Gottlofe dränget, Ps. 55, 3. 4.
Sie haben mich oft gedränget von meiner Jugend auf, so sage Israel, Ps. 129, 1. 2.
Eile, dränge (gehe ihn öfters an), und treibe deinen Nächsten, Sprw. 6, 2.
Laß los - gieb frei, welche du drängest lc., Esa. 53, ü.
F. 2. GOtt wird es zugeschrieben, wenn er geschehen läßt, daß die Menscheil in der Feinde Hände kommen, daß sie gezüchtigt, 2 Kön. 17, 20. gedemüthigt werden, 1 Kön. 8, 35. und in allerhand Anfechtungen, denen sie nicht zu entweichen wissen, gerathen.
Dein Grimm drücket mich, und drängest mich mit allen deinen Flut hm, Ps. 88, 6.
Dränger
Ist derjenige, welcher einen Andern mit Gewalt und Schärfe etwas zu verrichten trcibt, Hiob 3, 18.
Dräuen, drohen
§. 1. Dräuen geschieht I) von Menschen, wenn Jemand versichert, daß er Willens sei, dies oder das zu thun, um eine erlittene Beleidigung, ein erfahrnes Unrecht zu rächen, oder um Beides von sich abzuwehren, wenn er besorgt, daß es ihm zugefügt werden dürfte.
Esau drohet Jacob zu erwürgen, 1 Mos. 2?, 42.
Holofernes dem Achior den Tod, Jud. 13, 27. c. 5, 26. veral.
c. 6, 3.
Nicanor dem Heiligthum, 1 Macc. 7, 47. Der Rath dem Petrus und Johannes (scharf), A.G. 4, 21, Saul fchnaubete mit Drohen und Morden, A.G. 9, 1. Der Gottlose drohet dem (simit auf heimtückische Strciche wider
dl«) Gerechten, Ps. 37, 12. Gedenke an das Gebot, und laß dein Drohen wider deinen
Nächsten, Sir. 28, 3.
Und nun, HErr, ftehe an ihr Drohen 2c., A.G. 4, 29. Ihr Herren - lnsset das Drohen, Eph. 6, 9. Strafe, drohe (schelte), ermähne mit aller Geduld und Lehre.
2 Tim. 4, 2. Welcher nicht wieder schalt, da er gescholten ward, nicht dro-
hete, da er litt, i Petr. 2, 23.
§. 2. Das Drohen Israels soll in Egypten zu Spott werden, Hos. 7, 16. weil sie sich auf Egypten verlassen v. 11. und nicht an GOtt mit' rechtschaffner Buße und Vertrauen halten. Egypten soll sagen: Ihr feid ja von nus ausgezogen, 2 Mos. 14, 2. warum kommt ihr denn wieder? vergl. Esa.
§. 3. II) Von GOtt, welcher ein verzehrendes Fener, 5 Mos. 4. 24. wenn er den Menschen seinen Zorn und Ungnade ankündigt, entweder, damit sie über die begangenen Uebelthaten herzliche Neue und Leid haben, und solche nicht ferner thuu, oder die noch uicht geschehenen unterlassen sollen, 2 Mos. 32, 14. Esa. 30,30. Ier. 11,17. Diese Drohungeu sind nicht leere Worte, sondern es ist GOtt ein Ernst damit; sie sind, wenn sie ins Werk geseht werden, voll nachdrücklicher Kraft.
GOtt ist ein rechter Richter, und ein GOtt, der täglich drohet,
(jederzeit zu strafen bereit ist), Ps. 7, 12. Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor demem Droben.
Ps. 38, 4. Ich esse Asche wie Brod - vor deinem Drohen und Horn,
Ps. 102, 10. 11. Ieremias ist des HGrrn Drohen so voll, daß er es nicht lassen
kann, Ier. 6, 11. Vor seinem Zorn bebet die Erde, und die Heiden können sein
Drohen (Grimm) nicht ertragen, Ier. 10, 10. Aber solches Drohen ist zu wett aus den Augen, Sir. 16 , 21.
Vuchner's Hand-Concord.
(GGttes Anstalt und derselben Untersuchung ist und bleibt bis in den Tod uns weit entfernt.)
8- 4. Sonst finden wir noch Drohungen der Menschen 1) und GOttes 2) in heiliger Schrift.
1) David dem Nabal, 1 Sam. 25, 22.
Gideon den Obersten zu Succoth, Richt. 3, 7. B,
Iehu den 80 Männern, 2 Kön. 10, 24.
Iesabel dem Elias, 1 Kön. 19, 2.
IoaZ denen zu Ophva, Jud. 6, 31.
Joseph seinen Brüdern, 1 Mos. 42, IS.
Salomo dem Aoonia, 1 Kön. 1, 53. dem Simei, c. 2, 37.
Saul den Israeliten, 1 Sam. 11, 7. seinem Sohne Ionathan,
1 Sam. 14, 44. Die Sodomiten dem Lot, 1 Mos. 19, 9.
2) Den ersten Eltern den Tod, 1 Mos. 2, 57. die Sündflnth, ^. 6, 7. dem Abimelech den Tod, c. 20, 3. dem Pharao allerlei Plagen, 2 Mos. 7, 18. 19.
Zu strafen Alle, die seine Gebote übertreten, 3 Mos. 26, 14 ff. 5 Mos. 4, 24. c. 28, 15. dem David das Schwert über sein Haus, 2 Sam. 12, 10 ff. dem Saloma das Königreich von ihm zu reißen, 1 Kön. 11, 11. dem Ahab und Iefabel, 1 Kön. 20, 42. c. 21, 19. 21. 23 :c. S. Ier. 6,19. c. 7,14.
Draußen
Zeigt I) einen auswärtigen Ort an, er sei, wo er wolle, Neh. 13, 20. 2 Chr. 32, 3. Luc. 13, 25. a) II) ist es so viel. als außer der christlichen Kirche, von derselben abgesondert sein; ja nicht zu ihr ge-höreu. b) 1 Tim. 3, 7. c) vom Reich GOttes ausgeschlossen.
a) Komm herein, du Gesegneter des HErrn, warum stehst du draußen? 1 Mos. 24, 31,
Draußen mußte der Gast nicht bleiben :c., Hiob 31, 32. Der Faule spricht: Es ist ein Löwe draußen, Sprw. 22, 13. Dastanden seine Mutter und seine Brüder draußen, Matth.
12, 46. 47. Luc. 6, 20. Petrus stand draußen, Joh. 18, 16.
b) Euch ist gegeben, das Geheimniß des Reichs GOtteZ zu wissen; denen aber draußen widerfährt es alles durch Gleichnisse, Marc. 4, 11.
Was gehen mich die draußen (unaliiubige Heiden und Juden) an, daß ich (auch) sie sollte richten? (dnß ich Über sie sollte die nnr inuerhall» der Kirche stattfindende Hufjlcht und Sittm-aericht Mren; was übrigens die auch den Heiden geschehene Predigt nicht ausschließt), 1 Cor. 5, 12. GOtt aber wird, die draußen sind, richten, v. 13.
Wandelt weislich gegen die, die draußen sind, und schickt euch in die Zeit, Col. 4, 5. 1 Thefs. 4, 12
c) Und werdet anfangen draußen zu stehen, Luc. 13, 25.
Dreck
Auskehrig, das man aus den Augen schafft und wegwirft. In Dreck treten, Hiob 30, 19. ist ein Zeichen äußerster Verachtung.
Der Gotttose wird umkommen, wie ein Dreck, Hiob 20, ?. Paulus achtet alles für Dreck (Spreu), damit er Christum gewinne, Phil. 3, 8.
Drehen
Dnrch falsche arglistige Anslegungen die geregte Sache unterdrücken, und das Nnrccht begünstigen. Mich. 7,3. EZ ist Mancher scharfsinnig und doch ein Schalk, und kann
die Sache drehen, wie ers haben will, Sir, 19, 22. vergl.
3,
Drei
8.1. Dieser Zahl schreibt man a) eine Vollkommenheit zu, weil sie Anfang, Mittel und Ende hat. t>) Eine große Anzahl, Offb. 16, 13.
Die drei Söhne Noahs, von welchen das ganze menschliche Geschlecht ausgebreitet nach der Sündfluth, 1 Mos. 5, 32. c. 10.
Abraham sollte dem HErrn bringen eine dreijährige Kuh, Ziege und Widder, 1 Mos. 15, 9.
Drei Männer, darunter Christus, erschienen Abraham in Mamre,
1 Mos. 18, 2.
Drei Reben und drei Körbe, 1 Mos. 40, 10-19.
Drei Monden ward Moses nach seiner Geburt verborgen,
2 Mos. 2, 2.
Drei Tage war eine Finsterniß in Aegypten, 2 Mos. 10, 23. Drei Tage hatte Israel kein Wasser m der Wüste, 2 Mos. 15, 22.
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