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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Eilend - Einblasen.
Abigail eilete, dem David zu begegnen, 1 Sam. 25, 19.
Mephiboseths Amme eilete, 2 Sam. 4, 4.
Simei eilete, und zog David entgegen, 2 Sam. 19, 16.
Eilet, daß Haman thue, was Esther gesagt, Esth. 5, 5.
Haman eilete zu Haus, und trug Lew :c., Esth. 6, 12.
Eile, dränge, treibe deinen Nächsten, Sprw. 6, 3.
Wie ein Vogel zum Strick cilet, und weiß nicht, daß es ihm
das Leben gilt, Spnv. 7, 33.
- als flöhen sie, wie die Adler eilen zum Aas, Hab. i, 8. Das Volt eilete ans den Städten zn IEsu, Luc. 6, 4. Paulus eilete, auf den Pftngsttag zu Jerusalem zu sein, A.G.
20, 16.
§. 2. II) Zeigt es eine Ilebereilnng, Verwegenheit und Unverstand an, wenn die Gottlosen unüberlegt böse Thaten frech und ohne sich zurück halten zu lassen, auszuführen gedenken.
Ihre (der bösen Guben) Füße laufen zum Bösen und eilen, Blut
zu vergießen, Sprw. i, 16.
Das Erbe, darnach man zuerst sehr eilet (das mit Geiz Msam-
fein, Sprw. 20,21. Wer aber eilet, reich zu werden, wird nicht unschuldig bleiben,
Sprw. 28, 20. 22. Sei nicht schnell mit deinem Munde, und laß dein Herz nicht
eilen, Etwas zu rebcn vor GOtt, Pred. 5, 1. Mancher lasset es ihm sauer werden, und eilet zum Reichthum,
und hindert sich nur selber damit, Sir. 11, 11.
§. 3. III) Drückt es eine Fertigkeit ans, GOttes Gebote in Acht zu nehmen. Ich eile und säume mich nicht, zu halten deine Gebote, Pf.
119, 60.
§. 4. IV) Schnell näher kommen, sich nahen, wenn Jemandem Etwas bevorsteht.
Die Zeit ihres Unglücks ist nahe, und ihr Zukünftiges eilet
herzn, 5 Mos. 32, 36. Der Unfall Moabs wird schier kommen, und ihr Unglück eilet
sehr, Ier. 49, is.
§. 5. V) Wird dadurch die Geschwindigkeit der göttlichen Hülfe angedeutet, wenn eine in Aengsten stehende Seele GOtt kindlich anruft, daß er väterlich ihr wolle schleunige Hülfe widerfahren lassen.
Aber du, HGrr, sei nicht ferne; meine Stärke, eile mir zu helfen, Ps. 22, 20. Ps. 71, 12.
Eile mir beizustehen, HErr, meine Hülfe, Ps. 33, 23. Eile, HGrr, mir zu helfen, Pf. 40, 14. Eile, GOtt, mich zn erretten, HGrr, mir zu helfen, Pf, ?0, 2. Ich bin elend und arm, GOtt eile zu mir, Ps. 70, 6. HErr, ich rufe zu dir, eile zu mir, Ps. 141, i.
§. 6. GDtt eilet mit den Frommen aus die-sem Leben (mitten ans der Bosheit), Weish. 4, 14. Wie die Engel den Lot eilen hießen aus Sodom, also eilet auch GOtt mit den Frommen aus der sündigen Welt, die alle Tage reif genug ist, die göttlichen Strafen zu empfiuden.
Eilend
S. eilen §. 1. 2 Mos. 12, 33. c. 34, 8. 4 Mos. 16, 46. 5 Mos. 7, 22. Ios. 2, 5. c. 8, 19. c. 10, 6. Esa. 5, 26. Ier. 49, 30. Luc. 2, 16.* z. 2.** §. 5.*** Rebecca ließ den Krug eilend hernieder auf ihre Hand, i Mos.
24, 18. 46.
Joseph wurde eilend aus dem Loch gelassen, i Mos. 41, 14.
Pharao forderte eilend Moses und Aaron, 2 Mos. 10, 16.
Bileam ging eilend (auf einen Hügel), 4 Mos. 23, 3.
Abigail stieg eilend vom Esel, i Sam. 25, 23.
Bringe eilend her Micha, den Sohn Iemlas, 1 Kön. 22, 9.
Du, Mann GOttes - komm eilend herab, 2 Kon. 1, 11.
Die Läufer gingen eilend, Esth. 3, 15. die reitenden Boten ritten - eilend, c. 6, 14.
Arioch brachte Daniel eilend vor den König, Dan. 2, 25.
Tobias stand eilend auf und cilete, daß er sich stieß. Tob. n, 10.
Und gehet eilend hin und faget es seinen Jüngern, daß er auferstanden, Matth. 28, 7.
Zachä'e, steige eilend hernieder, Luc. 19, s. 6.
** Ihre Füße sind eilend, VInt zu rergießen, Röm. 3, 15.
*** Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir, Ps. 31, 3.
Mir ist angst, erhöre mich eilend, Ps. «9, 19.
nen schöpft, 4 Mos. 24, 7. da denn Menge und
Ucberfluß des Wassers angedeutet wird.
Der Eimer zsrlechzet am Vorn, Pred. 12, 6. (S. Sarn Z. 5.) Zehn Acker Weinbergs sollen nur Einen Eimer geben, Efa.
5, 10. Die Heiden find geachtet wie ein Tropfen, der im Eimer
(Menschen vor dem Unendlichen nne tin Nichts) bleibt, Esa.
40, 15.
Dem Bei wurden täglich drei Eimer Wein geopfert, Bel 3.
Einäugig
Matth. 18, 9. Marc. 9, 47. (Es ist besser, hier den schmerzlichsten irdischen leiblichen Verlust dulden und selig werden, als hier im Vollbesitz, dort unselig sein.)
Eimeo
Ein Gefäß, womit man Wasser aus dem Vrun-
Einbildung
§. 1. Ist überhaupt eine Vorstellung, die man sich von Etwas macht, mag sie mit der Sache übereinstimmen oder nicht: in der Negcl nennt man so eine falsche, grundlose Vorstellung.
§. 2. Einbildung, als Fehler, ist die zu hohe Meinung, die Jemand von sich, wegen seiner Gaben, Kenntnisse, Vorzüge oder wegen seines Standes und Rauges u. s. w. hat. Sie zeigt sich in stolzen, aufgeblasenen Neden, uugebührlichen Ansprüchen, Prä'tentionen und Erwartungen, auch in Unternchmuugen, wo man seineu Kräfttn vicl zu viel zutraut. Beispiele stellt die Schrift auf in dem aufgeblasenen Pharisäer, Luc. 18, 9. 10. in den falschen Aposteln, 2 Eor. 10, 12. in dem hoch-müthigeu Bischof von Laodicäa, Ofsb. 3, 17. auch in dem reicheu Iüugliug, Matth. 19, 20.
§. 3. Verwerflich ist dieses Laster: 1) weil es lächerlich, verächtlich vor der Welt macht, oft Spott, Schimpf und bittre Demüthigungen zuzieht; 2) weil es als geistlicher Stolz süudlich und GOtt höchst mißfällig ist; Luc. 16, 15. 18, 14. 1 Petr. 5, 5. und also um die Rechtfertigung bei GOtt bringt;
3) weil es die gründliche Buße uno das ernste Streben nach Wachsthum in der Heiliguug hindert;
4) weil es die ewige Erniednguug und Vcrstoßuug von GOtt bringt.
§. 4. Zur Verwahrung dagegen dient, daß mau sich hüte vor der eiteln Selbstbespiegelnng, daß man nicht seine Vorzüge mit dem Vergrößeruugs- uno die Fehler mit dem Verkleinerungs-Glasc der (5i-genliebe betrachte, daß man sich vom göttlichen Gesetze strafen lasse und demüthig werden lerne.
Einbinden
I) Etwas theuer bezeugen, und anbefehlen, daß man es ja thue, 1 Mos. 43, 3. II) Eiue Sache wohl verwahren, 1 Sam. 25, 29. (S. Bündlein 8-2.)
Einblasen
Von GOtt, der dem Menschen den lebendigen Ddem einblies, 1 Mos. 2, 7. Weish. 15, 11. Die Seele hat also ihren Ursprung aus einer besonderen göttlichen Wirkung, und ist also eins von den aller-edelsten Geschöpfen GOttes, nicht aber ein Theil des gottlichen Wesens; doch hat es mit ihr eiue ganz andere Bewaudtuiß, als mit den Thieren, 1 Mos. 1, 20. 24. Wie jedoch jetzt die Seelen ins Dasein treten, ob durch Präenstenz, oder durch eine neue uumittelbare Schöpfuug, oder durch Fortpflan-zuug, ist uns unerkennbar; zumal da die Schrift davon schweigt, und Hiob 33, 4. Pred. 12, 7. Zach. 12, 1. nichts gesagt wird, als daß GOtt auch un-