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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Gnttleiden - Entschlafen.
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diesem Tage angenehm sind, unterläßt; hingegen solche, welche die Verehrung GOtteS verhindern, boslich thut. b) III) das Heiligthum, wenn es nicht höh r gehalten wird, als ein anderes gemeines Hans, wohl gar eine Mördergrube daraus gemacht wird; und wenn das GOtt zu thun droht, so ist's eine Anzeige seines heftigen Zorns, und seiner Strafgerichte, welche an seinem Hause anfangen, um anzudeuten, daß er sein Angesicht von uns wenden wolle, c) IV) den Bund GMtes, wenn dieser nicht heilig gehalten wird, Mal. 2, 10. d)
a) Durch Verbrennung des Samens dem Moloch, 3 Mos. 18,
21. 3 Mos. 30, 3. durch falsches Schwören, 3 Mos. 19, 12.
durch unrechtes Opferbringen, Mal. 1, 12. durch gottloses
Leben, Amos 2, 7.
tN Gzech. 20, 13. 16. c. 22, 8. 1 Macc. i, 45. Wer ihn entheiliget, der soll des Todes sterben, 2 Mos. 31, 14. Wohl dem Menschen - daß er den Sabbath halte, und nicht
entheilige, Esa. 56, 2.
c) Darum lMe ich die Fürsten des Heiligthums entheiliget, Esa. 43, 28.
Ich will mein Angesicht davon kehren, daß sie meinen Schatz (mein Heiligthum) ja wohl entheiligen, Ezech. 7, 22.
Und will der gewaltigen Hoffart ein Ende machen, und ihre Kirchen entheiligen (und die bisher itirer Heiligkeit gedient haben, fallen entweiht werden), Ezech. 7, 24.
Ihre Priester verkehren mein Gesetz freventlich, und entheiligen mein Eigenthum (meine heiligen Opfer und Tempel), c. 22, 26.
Siehe, ich will mein Heiligthum, euren höchsten Trost - entheiligen, c. 24, 21.
Antiochus befahl, das Heiligthum zu entheiligen, 1 Macc.
1, 49.
d) Sie legen ihre Hände an seine Friedsame, und entheiligen seinen Bund, Ps. 55, 21.
Ich will meinen Bund nicht entheiligen, Pf. 89, 35. Das Land ist entheiliget von seinen Einwohnern, Efa. 24, b. (dns Land liegt in der Heuchelei.)
Entkleiden
Wird figürlich gebraucht von dem Leibe, welchen wir, wenn wir sterben, gleichwie ein Kleid von nns legen. (S. überkleiden.)
Sintemal wir wollten lieber nicht entkleidet, fondern überkleid et werden, 2 Cor. 5, 4.
Entlaufen
Zween Knechte entliefen dem Simei, i Kön. 2, 39. Der fchnell laufen kann, der soll nicht entlaufen (den Gerichten GOttes entstiehen), Amos 2, 15.
Entledigen
1) Das Reisegepäck zurücklassen, A.G. 21, 15. 2) Jemanden von etwas befreien, Ps. 81, 7.
Entlehnen
Vorgen.
Wenns Jemand von seinem Nächsten entlehnet, und wird be-fchädiget, oder stirbet, daß sein HGrr nicht dabei ist; fo soll ers bezahlen, 2 Mos. 22, 14.
Awe, mein Herr! dazu ist es entlehnet, 2 Kön. 6, 5.
Lasset uns Geld entlehnen auf Zinfe (bei) dem Könige, auf unsere Aecker und Weinberge, Neh. 5, 4.
Entrinnen
Entgehen, entkommen, z. V. ans Gefahr ?c., s. Entftiehen, 1 Mos, 32, 8. Ios. 8, 22. Nicht. 3, 29. 2 Sam. 15, 14. c. 20, 6. 2 Kön. 10, 24. c. 19, 37. Ps. 55, 9. Ier. 25, 35. c. 42, 17. c. 44, 14. 28. Klagel. 2, 22. Ezech. 7, 16. c. 24, 26. Dan. 11, 41.42. Ebr. 11, 34.
Da kam einer, der entronnen war, und fagte es Abraham an,
i Mos. 14, 13. Ehud war entronnen - und entfloh bis gen Seirath, Nicht.
3, 26.
David aber flöhe, und entrann dieselbige Nacht (vom Saul), 1 Sam. 19, 10. 12. 17. in die Höhle Adullam, 1 Sam. 22, 1. von Kegila, c. 23, 13. in der Philister Land, c. 27, 1.
Greifet die Propheten Baals, daß ihrer Keiner entrinne, i Kön. 18, 40.
Wer dem Schwert HasaelZ entrinnet, den soll Iehu todten;
und wer dem Schwert IehuS entrinnet, den soll Elisa todten,
1 Kön. 19, 17.
Benhadab entkam mit Rossen und Reutern, i Kön. 30, 20.
Ich bin allein entronnen, daß ich dir es anfagte, Hiob 1, 15.
Die Augen der Gottlofen werden verschmachten, und werden nicht entrinnen mögen, Hiob n, 20. c. 15, 22. c. 20, 20.
Unfere Seele ist entronnen, wie ein Vogel dem Strick des Voglers, Pf. 124, 7. vergl. Sprw. 6, 5.
Wer Lügen frech redet, wird nicht entrinnen, Sprw. 19, 5.
Wer mit Weisheit gehet, wird entrinnen, Sprw. 28, 26.
Wer GOtt gefällt, der wird entrinnen lc., Pred. 7, 27.
Wie sein sind wir entronnen? Esa. 20, 6.
Zedekia soll den Chaldäern nicht entrinnen, Ier. 32, 4. c. 34, 3. c. 38, 18.
Der Schnelle kann nicht entfliehen, noch der Starke entrinnen, Ier. 46, 6.
Weil du Lust zum Vlute hast, sollst du dem Blute nicht entrinnen, Ezech. 35, 6.
Wehe dem, der da geizet zum Unglück seines Haufes; auf daß er sein Nest in die Höhe lege, daß er dem Unfall entrinne, Hab. 3, 9.
Hui, Zion, die du wohnest bei der Tochter Babel, entrinne, Zach. 2, 7.
Ihr Otterngezüchte, wer hat euch denn gewiesen, daß ihr dem zukünftigen Zorn entrinnen werdet? Matth. 3, 7. Luc. 3, 7.
Ihr Schlangen, - wie wollt ihr der höllischen Verdammniß entrinnen? Matth. 23, 33.
Denkest du aber, o Mensch - daß du dem Urtheil GOttes entrinnen werdest? Röm. 2, 3.
Paulus entrann aus des StaotpfiegerZ zu Damascus Händen,
2 Cor. 11, 33.
Denn fie reden stolze Worte - und reizen durch Unzucht zur fleischlichen Luft diejenigen, die recht (wirklich) entronnen waren (dem Anstach der Welt, v. 20.), 2 Petr. 2, 19.
Entrücken
In aller Eil und mit Gewalt wegrücken, und (dem Drachen) gleichsam aus den Zähnen, und also aus der Gefahr reißen, Offb. 12, 5.
Entrüsten
§. 1. Zeigt eine heftige Gemüthsbewegung an, wenn Jemand in einen großen Unwillen und Zorn gebracht wird, es mag nun derselbe rechtmäßig oder nicht sein.
Sanneballat war fehr entrüstet, Neh. 4, i.
Wenn eines Gewaltigen (Gberherrn) Trotz wider deinen Willen fortgehet, fo laß dich nicht entrüsten, Pred. 10, 4. (verlaß deine Amtsstelle nicht, sondern thne immer, was dir de-fohlen.)
Da aber die Hohenpriester - sahen die Wunder, die er that - wurden sie entrüstet, Matth. 21, 15.
Die ungläubigen Juden erweckten und entrüsteten (brachten zum Jörn) die Seelen (Gemüther) der Heiden wider ihre Brüder, A.G. 14, 2.
Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, unter einander zu entrüsten (zn reizen, und gleichsam entweder durch beleidigenden Stolz und Anmaßung den Hnderen herauszufordern, wenn n»ir ihn glauben «nfre Utberlegmheit fühlen lassen zn können; oder ihn zn beneiden, wenn wir ihn bevorzugter glauben), Gal. S, 26.
§. 2. Von GOttes gerechtem Zorn, welcher durch die Sünden der Menschen, wie ein Feuer, angezündet wird, Bar. 4, 7. Sie erzürneten ihn gar oft in der Wüste, und entrüsteten
(brachten) ihn (wider sich auf) in der Einöde, Pf. 78, 40. Sie erbitterten und entrüsteten seinen heiligen Geist (der sie
immer, wie dort die erste Welt, 1 Mos. 6, 3. mit seinem
Worte strafte), darum ward er ihr Feind, Esa. 63, 10. Gin Volk, das mich entrüstet, ist immer vor meinem Angesicht,
Esa. 65, 3. Ebr. 3, 10. 17.
Entschlafen
§. 1. I) Von dem natürlichen Schlaf, wenn einer ruhig einschläft. (S. Schlaf.) II) geistlich träge sein, Matth. 25/5.
Da ließ der HErr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menfchen, und er entschlief, 1 Mos. 2, 21.
Delila ließ den Simson auf ihrem Schooß entschlafen. Richt. 16, 19.
Da aber der Bräutigam verzog, wurden sie alle fchläfrig und entschliefen, Matth. 25, 5. (Hier ist jedoch, da es auch von den klugen Jungfrauen gesagt wird, nicht von der völligen Trägheit im Christenthum, fondern nur von der Rnchlnssung der lebhaften Erwnrtnng des ganz nahen Rommens des HErrn
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