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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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. Flittern ? Fluchen.
* Von Wassern, 1 Mos. 2, 11?13.
Von Milch und Honig. 2 Mos. 3, 6. 4 Mos. 13, 29. Ier.
11, 5. Von Thränen aus den Augen, Ier. 9, 18. c. 13, i?. c. 14,
17. Klaget, i, 16. Vom Geifer, 1 Sam. 21, 13. Vom Blut, 1 Kön 22, 35. Esa. 34, 3. Bäche aus dem Felsen, Pf. 76, 16. 20. Ps. 105, 41. Alsdann will ich ihre Wasser lauter tseicht) machen, daß ihre
Ströme langsam fließen (müssen) wie Oel, Ezech. 32, 14.
(ich will den uorigen Stolz in eine demüthige Stille ver-
wandeln.)
*" Von der Rede, 5 Mos. 32, 2. Von dessen Leibe weiden Ströme des lebendigen Wassers fließen
(von dem wird geistliches Leben in Andere Ulierstrilmtn), Joh.
7, 36. vergl. Gsa. 44, 3.
Flittern
War ein Hauptschmuck, der sich wie Blätter bewegt. Es». 3, 20.
Floh
Wird von einem geringen, ohnmächtigen Menschen gebraucht, 1 Sam. 24,15. c. 26, 20.
Flöße, Flößen
Zusammengebundenes Flößholz, 1 Kön. 5, 9. 2 Chr. 2, 16.' Hiob 14,19.
Floßfedern
Die in Gestalt kleiner Flügel an dem Bauch und auf dem Rücken der Fische befindlichen und beweglichen Theile, deren sich dieselben zum Schwimmen bedienen, 3 Mos. 11, 9. 10. 5 Mos. 14, 9. Tob.
Fluch, s. Fluchen
z. 1. I) Ist der Gegensatz des Segens. GOttes Flnch ist eine Ankündigung seines gerechten Zorns und Strafe, welche diejenigen treffen wird, die seine Gebote übertreten: eine zeitliche und ewige Verwünschung. Wenn GOtt drohet, er wolle Dies und Jenes zum Fluch machen, so will er es so strafen, daß es Andern zu einem Erempel, Sprichwort und Wunder dienen soll, Ier. 24, 9. c. 25, 18. c. 26, 6. c. 29, 18. c. 42,18. c. 44, 12. c. 49, 13. Verstucht^Zach. 8, 13. Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und Fluch, 5 Mos.
11, 26. 28. 29. 5 Mos. 30, 19.
So werden alle diese Flüche über dich kommen, und dich treffen, 5 Mos. 26, 15. c. 29, 20 21. 27. 2 Chr. 34, 24.
Und er wollte den Fluch haben, der wird ihm auch kommen,
Ps. 103, 17. 18. Im Hause des Gottlofen ist der Fluch des HGrrn, Sprw.
3, 33. Darum frißt der Fluch das Land, denn sie verschulden es, die
darinnen wohnen, Gsa. 24, s. Laß ihnen das Herz erschrecken, und deinen Fluch fühlen, Klagel.
3, 65. Die Gottlosen kommen aus dem Fluch zur Verdammniß, Sir.
41, 13. Welche aber Dornen und Disteln träget, die ist untüchtig und
dem Fluche (der Verstockung durch Entziehung der Gnade, Ebr.
3, 13.) nahe, Ebr. 6, 8.
z. 2 Von dem II) Fluche des Gesetzes, 5 Mos. 28, 15 ff., welcher die Uebertreter zeitlich und ewig treffen soll, hat uns Christus erlöset. Er ist ein Fluch, d. i. verflucht worden, Rom. 8, 3. 2 Cor. 5, 21. vergl. 5 Mos. 21, 23. indem er des Gesetzes Fluch statt unsrer auf sich genommen, die Straft durch sein Leiden und Tod ausgestanden und für uns bezahlet hat. Die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind (bleiben) unter
dem Fluch (bis fte Alles erfüllen), Gal. 3, 10. Christus hat uns erlöset von dem Fluch des Gesetzes, da er
ward ein Fluch für uns, ib. v. 13.
z. 3. III) Der Menschen, wodurch dem Andern
alles Unheil und Nebel gewünscht wird, daß es ihm auf seinen Kopf treffen soll, Hiob 31, 30.
Wer einen Fluch HÜret und nicht ansaget, der ist einer Missethat
schuldig, 3 Mos. 5, 1.
Ein unverdienter Fluch trifft nicht, Sprw. 26, Z. Des Vaters Segen bauet den Kindern Häuser; aber der Mutter
Fluch reißet sie nieder, Sir. 3, 11.
§. 4. Wenn Sirach eines gewissen Fluchs gedenkt, so versteht er darunter die Gotteslästerung, welche er, um seinen Abscheu auch an dem Wort selbst zu bezeugen, nicht ausdrücklich nennen will. Es ist auch ein tödtlicher Fluch (eine andere Art, seine Zunge zu
mißbrauchen), davor behüte GOtt das Haus Jacob, Sir. 23,
15. (daß man dergleichen nimmermehr höre.)
z. 5. Fluch der Wett, d. i. als verfluchte Leute, mit welcherlei die Heiden, wenn sie solche abgethan, ihre Sünden in großer Noth zu versöhnen und zu vertilgen suchten, 1 Cor. 4,13. Andere: wir sind so unrein geachtet, daß man durch unsern Tod die ganze Welt von Unflat!) zu säubern gedenkt.
Fluchen
§. 1. GOtt lästern, und seinem Nächsten oder sich selbst von GOtt und bei GOtt allerlei Böses anWünschen, ist eine Sünde wider das erste Gebot, und setzt den Satan an GOttes Stelle; es ist Frevel wider GOttes Majestät, da der Fluchende fordert, daß die göttliche Allmacht seiner Leidenschaft dienen soll. Es ist wider den Taufbund. Es macht die Zunge zu eiuem Werkzeug des Teufels und zu einer Welt von Ungerechtigkeit. Es ermordet den Menschen, so viel an ihm ist, mit Leib und Seele, es ärgert die Jugend, betrübt alle fromme Christen, die Engel und den heiligen Geist. Scriuer. GOttes, Röm. 12, 14. und des Heilandes Befehl, Matth. 5,44. will Niemand mehr nachleben!
Verflucht sei, wer dir fluchet, 1 Mos. 27, 29. 4 Mos. 24, 9. Wer Vater oder Mutter fluchet, der soll des Todes sterben,
2 Mos. 21, 17. 3 Mos. 20, 9. 5 Mos. 27, 16. Sprw. 20,
20. Matth. 15, 4.
Du sollst dem Tauben nicht fluchen, 3 Mos. 19, 14. Welcher seinem GOtt fluchet, der soll seine (die Straft dieser)
Sünde tragen, 3 Mos. 24, 15.
Wie soll ich fluchen, dem GOtt nicht flucht? 4 Mos. 23, 6. Laffet ihn fluchen; denn der HErr hat es ihm geheißen (Mge-
lassen), fluche David, 2 Sam. 16, 10. 11. Ich sahe einen Tollen eingewurzelt, und ich fluchte plötzlich
seinem Hause, Hiob 5, 3.
Sein (des Gottlosen) Mund ist voll Fluchens, Ps. 10, 7. Fluchen sie, so segne du, Ps. 109, 28. Wer Korn inne halt, dem fluchen die Leute, Sprw. 11, 26. Wer zum Gottlosen spricht, du bist fromm, dem fluchen die
Leute, Sprw. 24, 24. Es ist eine Art, die ihrem Vater fluchet, und ihre Mutter nicht
segnet, Sprw. 30, n. Fluche dem Könige (2 Mos. 22, 28.) nicht in deinem Herzen,
und fluche dem Reichen nicht in deiner Schlafkammer, Pred.
10, 20.
Wenn sie aber Hunger leiden, werden sie zürucn, und fluchen
ihrem Könige und ihrem GOtt, Esa. 6, 21. Habe ich doch weder auf Wucher geliehen, noch genommen, doch
fluchet mir Jedermann, Ier. 15, 10.
Enthaltet die Zunge vor dem Fluchen (Verläumoen), Weish. 1,11. Wenn der Gottlose einem Schalk (dem bösen Geist, nls einlin
Feinde GOttes) fluchet, fo fluchet er ihm selber (weil «r seine
Art und Gild an ftch trägt), Sir. 21, 30. Wenn Einer betet, und wiederum fluchet, wie soll den der HErr
erhören? Sir. 34, 29.
Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, Matth. 5, 44. Dem Obersten deines Volks sollst du nicht fluchen, A.G. 23, 5. Ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit, Röm. 3, 14. Segnet, die euch verfolgen: segnet und fluchet nicht, Röm.
12, 14.
Durch sie (Zunge) loben wir GOtt und den Vater, und durch sie fluchen wir dem Menschen, nach dem Bilde GOttes gemacht, Iac. 3, 9.
Aus einem Munde geht Loben und Fluchen, ib. v. 10.
§. 2. Den Fluch GOttes sollen die Bösen empfinden,* und der Menschen, wenn er aus gerech-