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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Frommen ? Frucht.
er schreite also muthig fort, bleibe nicht auf halbem Wege stehen, als ob er das Ziel schon erreicht; auch die Tugend fordert Cousequenz. (S. Böse §. 2.)
§. 3. Von GM* zeigt es sein vollkommenes Wesen an. Er ist der Gerechteste und macht Alles recht, und geht mit denen, die auf ihn hoffen, nach seiner Guade und Wahrheit um. Diejenigen, welche fromm gewesen ** und noch sind, suchen hierin ihrem Schöpfer nachzuahmen.
* Treu ist GOtt, und kein Böses an ihm; gerecht und fromm ist
er, 5 Mos. 32, 4. Pf. 93, 16. Bei den Heiligen bist du heilig, bei deu Frommen bist du
fromm, 2 Sam. 22, 26. Pf. 18, 26. Der HErr ist gut und fromm, Pf. 25, s. ** Noah, i Mos. 6, 9. Jacob, c. 25, 27. Tobias, Tob. 7, 7.
Joseph, Christi Pflegevater, Matth. 1, 19. Zacharias und
Elisabeth, Luc. 1, 6. Simeon, Luc. 2, 25. Johannes, Marc.
6, 20. Joseph von Arimathia, Luc. 23, 60. Cornelius, A.G.
10, 22. Varnabas, A.G. n, 24.
Frommen
Nutzen, Vortheil bringen, Sprw. 31, 18. Sir. 3,23. c. 18, 7. c. 20, 3. 1 Cor. 10, 33.
Darum lasset euch weisen durch meine Wmte, das wird euch
frommen, Weish. 6, 27. Des Narren Geschenk, das wird dir nicht viel frommen, Sir.
20, 14. Ich habe es Alles Macht, aber es frommet nicht Alles, i Cor.
6, 12. c. 10, 23. (S. nnter Alles.)
Frömmigkeit
8. 1. Nach dem Ebräischen Aufrichtigkeit, Hiob 31, 6. (S. Gottesfurcht, Gottseligkeit.) Wenn Hiobs Frömmigkeit von GOtt selbst gerühmt wird, so ist es nicht von einer mangellosen zu verstehen. Hiob hält noch fest an seiner Frömmigkeit, Hiob 2, 3. 9. c.
27, s.
Ist das deine Gottesfurcht, dein Trost, deine Hoffnung, und
deine Frömmigkeit? Hiob 4, 6. Richte mich, HErr, nach meiner Gerechtigkeit und Frömmigkeit
(in dieser Sache), Pf. 7, 9. Mich aber erhältst du um meiner Frömmigkeit willen (in meiner
aufrichtigen Unschuld), Pf. 41, 13. Du giebst Frömmigkeit (du hast Hlles so eingerichtet, daß es recht
zugehe), Pf. 99, 4.
Dann wirft du verstehen Gerechtigkeit und Recht, und Frömmigkeit und allen guten Weg, Sprw. 2, 9. Ein Armer, der in seiner Frömmigkeit wandelt, ist besser, denn
ein Verkehrter mit seinen Lippen, der doch ein Narr ist, Sprw.
19, 1. Sprw. 29, 6. Fromm und wahrhaftig sein, behüten den König; und sein
Thron bestehet durch Frömmigkeit, Sprw. 20, 28.
8- 2. Die Frömmigkeit ist die rechte Gesinnnng gegen GOtt, deren Hauptbestandteile Ehrfurcht, Liebe und Vertrauen sind; wozn daher auch innerlicher und äußerlicher Gottesdienst gehört, a) Der innerliche geschieht durch die gänzliche Hingebung unsres Willens und Herzens an GOtt, welches ein geistliches Opfer ist, bei welchem der Mensch Alles, was er an Leibes- und Seelen-Kräften hat, zn GOtteS Ehre und Dienste anwendet, und alle seine innern Regungen auf GOtt gerichtet sind. b) Der äußerliche besteht theils ans ordentlichen, theils ans außerordentlichen Pflichten. 1) Die ordentlichen sind: das Gebet, die Betrachtung, Lesung und Anhörung deS Worts GOttes, heilige Gespräche, geistliche Lieder, und der Gebrauch der heiligen Sacra-mente; 2) die außerordentlichen Pflichten aber sind die Eidschwüre und Gelübde. Der Ursprung aller dieser Pflichten ist die Liebe GOttes.
§. 3. Hierzu soll uns bewegen 1) der ausdrückliche Befehl GOttes, 1 Mos. 17, 1. 2) das göttliche Wohlgefallen, Ps. 147,11. 3) der herrliche Nutzen, Ps. 61, 6. 1 Tim. 6, 6. im Geistlichen und im Leiblichen. 4) die hohe Würde, Sprw. 1, 7. S) das strenge Gericht GOttes, Pred. 12,13.14.
§. 4. Die natürliche Frömmigkeit und die christ-liche sind wesentlich verschieden. Jene besteht nur in einem allgemeinen Gefühle der Furcht vor einem göttlichen Wesen und der Achtsamkeit auf sein Gesetz, aus Betrachtung der Allmacht GOttes in der Natur, uno dem Veruehmen der Gewissensstimme; ohne aber es, da keine Gewißheit der Versöhnung gegeben, zur kindlichen Liebe uno zur Zuversicht zu dem uns nahen, in persönlicher Beziehung zu uns stehenden GOtt zn bringen. Die christliche Frömmigkeit entspringt ganz aus dem Glauben an Christum, und aus der durch ihn gegebenen Offenbarung GOttes und der durch ihn erlangten Versöhnung; wodurch uns GOtt ein naher, mit uns in väterlichem Verhältniß stehender GOtt wird; seine Liebe gegen uns im klaren Lichte hervortritt, und wir nun erst vermögen, ihn von ganzem Herzen wieder zn lieben.
§. 5. Bedeutet auch a) Gütigkeit, Barmherzigkeit, Sprw. 20, 28. b) Nichtigkeit, wo Allcs recht und billig, ohne gewaltsames Verfahren zugeht, Ps. 99, 4. Sprw. 2, 9.
Frosch
Die erste Plage in Egypten, 2 Mos. 8, 2. Weish. 19,10. Ein Bild falscher Lehrer, welche großes Geschrei machen, Offb. 16,13.
Frost
Hiob 24, 7. Ier. 36, 30. 2 Cor. 11, 27.
So lange die Erde siehet, soll nicht aufhören Samen und Ernte,
Frost und Hitze, 1 Mos. 8, 22. Des Nachts verschmachtete ich vor Frost, i Mos. 31, 40. Vom Odem (wind) GOttes kommt Frost, Hiob 37, 10. Wer kann bleiben vor seinem Frost? Pf. 147, 17.
Frucht
z. 1. I) Dasjenige, was aus den Erdgewächsen dem Menschen zum Nutzen hervorkommt und an Stengeln, Stauden oder Bäumen befindlich; II) die Leibesfrucht von Menschen (Kinder) und Vieh.
Von Bäumen, 1 Mos. 3, 3. 6. 3 Mos. 19, 23. c. 23, 40. c.
26, 4. 20. c. 27, 30. Richt. 9, 11. Ezech, 34, 27. Vom Lande, 1 Mos. 43, II. 5 Mos. 1, 25. ö Mos. 26, 2. 10.
c. 28, 42. Von Leibesfrucht, 2 Mos. 21, 22. 5 Mos. 28, 53. Esa. 13, IS.
c. 27, s.
Vom Vieh, 4 Mos. 18, 15. 17. Cain brachte dem HErrn Opfer von den Früchten des Feldes,
1 Mos. 4, 3. Bin ich doch nicht GOtt, der dir deines Leibes Frucht nicht geben
will, i Mos. 30, 2. Sechs Jahre sollst du dein Land befä'en, und seine Früchte ein-
fammeln, 2 Mos. 23, 10. Das Land soll euch seine Früchte geben, daß ihr zu essen genug
habet, 3 Mos. 25, 13. Seid getrost und nehmet der Früchte des Landes, 4 Mos.
13, 21. Und wird die Frucht deines Leibes segnen, und die Frucht
deines Landes; ? die Früchte deiner Kühe und die Früchte
deiner Schafe auf dem Lande, S Mos. 7, 13. c. 28, 4. Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines
Landes, die Frucht deiner Ochsen, und die Frucht deiner
Schafe, 5 Mos. 28, IS.
Ihre Frucht (Kinder) wirst du umbringen, Ps. 21, 11. Es wird eine Ruthe aufgehen von dem Stamm Ifais, und ein.
Zweig (Matth. 2, 23.) aus seiner Wurzel Frucht bringen
Esa. 11, 1. Siehe, mein Zorn ist ausgeschüttet über die Früchte des Landes,
Ier. 7, 20. Ich will die Früchte auf den Bäumen, und das Gewächfe auf
dem Felde mehren, Ezech. 36, 30. An den Früchten merket man, wie des Baumes gewartet ist,
Sir. 27, ?. Etliches siel auf ein gutes Land, und trug Frucht, Matth.
13, 8.
Nun wachse auf dir hinfort nimmermehr kettle Frucht, Matth.
21, 19.