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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Gencht - Gerlng.
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Er (5er Oottlose) fährt fort mit seinem Thun immerdar; deine Gerichte find fern von ihm, Pf. 10, 6. (Menschlichem Ansehn nach, Ikr. 23, 23.)
HErr, ich weiß, daß deine Gerichte recht sind, Pf. 119, 75.
Groß und unsäglich find deine Gerichte, o HErr, Weish. 17, i.
Und nun, HErr, schrecklich find deine Gerichte, weil wir deine Gebote nicht gehalten, Tob. 3, 5.
Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig, Matth. 5, 22. (Groll schau macht Ar GOt! sn strafwürdig, als vor Menschen nn Verbrechen, welches vor dem ycwöhn-liche« niedern Stadtgerichle untersucht und bestraft zu werden Pfteyt.)
Wer aber den heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung ewiglich, sondern ist schuldig des ewigen Gerichts, Marc. 3, 29. (S. El,r. 6, 4-6. Gr. Jud. v. 6.)
Wer meine Worte höret, und glaubet dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben, und kommt nicht in das Gericht (der Verdnmmmß), Joh. 5, 24.
Und werden hervorgehen, die da Gutes gethan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Uebels gethan haben, zur Auferstehung des Gerichts, Ioh 5, 29.
Wie gar unbegreiflich find seine Gerichte und unerforschlich seine Wege, Rom. 11, 33.
Denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket ihm selber das Gericht, i Cor. 11, 29. (Er ist ein Mörder nn Christ«.)
Denn es ist Zeit, daß anfange das Gericht am Hause GOttes (der christlichen Kirche), 1 Petr. 4, 17. vergl. Ier. 25, 23. c. 49, 12. Ezech. 9, 6.
Denn so GOtt der Engel, die gesündiget haben, nicht verschonet hat, sondern - daß sie zum Gericht behalten werden, 2 Petr. 2, 4. Br. Jud. v. 6. 2 Petr. 2, 11.
Ein fchreckliches Warten des Gerichts (auch ewigen), Ebr.
10, 27.
Fürchtet GOtt und gebet ihm die Ehre, denn die Zeit seines
Gerichts ist gekommen, Offh. 14, 7. Ja HErr, allmächtiger GOtt, deine Gerichte sind wahrhaftig
und gerecht, Offb. 16, 7. c. 19, 2. Auf eine Siunde ist dein Gericht gekommen, Offö. 18, 10. (Daß
sie, obwohl nicht gleich ausgetilgt, doch von ihrer vorigen Herr-
schast gestürzt wurden.)
z. 9. In seiner Niedrigkeit ist sein Gericht
erhallen, A.G. 8, 33. In seiner tiefsten Erniedrigung, da es im Grabe schien mit ihm gar ans zu sein, hat sich snue Verdammuih und was er um uusertwillen bis ins Grab vor und im Gericht OOttcs ausgestauden, in eine Hoheit verwandelt, Esa. 53, 8.' Wer will :c. (S. Erde §. 8.)
§. 10. Das Gericht über die Welt, Joh. 12, 31. da die Welt mit ihrer Gerechtigkeit gestraft und verdammt, hiugegen Chnsti Gerechtigkeit den Gläubigen angeboten und zugerechnet wird; womit zugleich verbunden ist, daß mit Christi Tod und mit seiner sofort erfolgenden Verhcrrlichuug auch das Satausnich in der Welt gestürzt, der in der Welt herrschende böse Geist in seiuer Verwerflichkeit dargestellt, gerichtet werdeu, seiue Herrschaft verlieren, die Erde also eine Erneuerung erfahren soll, weil der Teufel mit seiner Anklage abgewiesen und über-wuudeu; daß die Frommen ihm uicht mehr dienen solleu.
Und wenn derselbe (heilige Geist) kommt, der wird die Welt strafen, um das Gericht', Joh. 16, 6. 11.
z. 11. Nach 1. o. wird der heilige Geist die Welt um drei Dinge V. 8. strafen, o. i. auf eiue beschämende, das Gewissen überführende Weise überzeugen, uämlich um die Sünde, V. 9, daß sie nicht au Christum glaubt, daß der Unglaube an Christum, die Verwerfung seines heiligen Wortes, und die Verschmähunss der durch ihn angebotenen Gnade die eigentliche Sünde oder Hauptsünde, die Quelle aller Sünde, und unter dem evangelischen Bunde die nächste Ursache der Verdammniß ist, Joh. 3, 18 36. Es redet also hier Christus V. 9. von der Buße und Bekehrung, die mit der Erkenntniß der Sünde anfängt, und V. 19. von der Rechtfertigung dmch Christi Gerechtigkeit, daß uicht die emgebil-dete Weltgerechtigkeit, londern allein der Hingaug
Christi zum Vater. d. h. sein Kreuzestod und seine Erhebung zu GOttes Rechten uusre einzige Gerechtigkeit vor GOtt; der einzige Grund unsrer Vegua-diguug, unter der Bedingung des Glaubeus ist, und V. 11. von der Möglichkeit und Schuldigkeit der Heiligung, welche, da dem Tenfel die Macht geuom-men, jetzt mit grösterm Erust und Eifer getrieben werden solle und könne, vergl. Col. 1, 13 f. So wird hier das Ganze der christlichen Heilsordnung dargestellt; Buße, Glaube, Heiligung. Nstkoäus 8piritu8 8anoti ^o conspiena 68t: prinio ^seoa-torsm convinoit 6.6 /?e^ca^<? Luo, ut salutis cnpi-äuin ^013,1); N6 V61'0 in 60 ciss/)67's^ in^tyrium ^uLtitisk a,P6rit, kt^us ita 8^6 salutis iinpist: 6t n6 8ps kao aä 86oui'iwt6in oaruis adlitatur, totain ^'uciioii in liao Hu8titik kunäati rationsm apsi'it. /)am^s aä k. 1. z>. 305. Ganz so ist auch das Verfahren der Apostel, der Werkzeuge des heiligen Geistes, gewesen, AG. 2, 36-41.
§. 12. VIII) Der tiefe und geheime Verstand, Weish. 2, 22. der göttlichen Gesetze, wo ordentlich nnter den äußerlichen Ceremouieu etwas Höheres, nämlich Liebe, Glaube und Gehorsam verborgen liegt, Matth. 23, 23. (S. dahinten §. 2. Luc. 11, 42.)
§. 13. IX) Die evangelische Gnadcnorduuug, gleichsam GOttes Gerichtsordnung, die sich auf Christi Verdicust gründet, Matth. 12. 18. 20. Esaias ueunt es das Recht, c. 42, 1. 3. o. i. die in GOttes Rath fest gestellte Heilsordnuug.
z. 14. Ein Haus dem Gericht verfallen, Esr. 6, 11. d. i. es sott zu eiuem unreinen Schandort gemacht werden, vergl. Dan. 2, 5. 2 Kön. 10, 27.
Gericht (kerouium)
Etwas zu essen.
Jacob hatte ein Gericht gekocht, 1 Mos. 85, 29. 30. Thamar dem Amnon, 2 Sam. 13, 9.
Es ist besser ein Gericht Kraut mit Liebe, denn ein gemästeter Ochs mit Haß, Sprw. IS, 17.
Gerichtamt
Das obrigkeitliche Amt, welches dem HErru gehalten wird.
Denn das Gerichtamt ist GOttes, 5 Mos. 1, 17.
Gering
Kaun etwas sein an Kräften, Vermögen, an Stande, Verdiensten zc.;ein geringes Holz, dem die Menschen das Leben vertrauen, ist ein Schiff, Weish. 14, 5. Christus neunt seine Iüuger die Geriugsten, weil die Welt, in deren Augen das Geistliche das Unbedeutendste ist, die Gläubigen übersieht, ihren Werth gar uicht ahuet, alles Andere ihnen vorzieht.
Ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue - die du an deinem Knecht gethan hast, i Mos. 32, 10. vergl. 2 Sam. 7, 18.
Er hat den Fels seines Heils gering geachtet, 5 Mos. 32, 15.
Sollten GOttes Tröstungen so gering vor dir gelten? Hiob 15, 11.
Er wird gnädig sein den Geringen und Armen, Pf. 72, 13.
Laß den Geringen nicht mit Schanden davon gehen, PZ^.
74, 21.
Errettet den Geringen und Armen, Ps. 82, 4.
Der den Geringen aufrichtet aus dem Staube, und «höhet den Armen aus dein Koth, Ps. 113, 7.
Wer dem Germgen Gewalt thut, der lästert dessen Schöpfer Sprw. 14, 31.
Ein armcr Mann, der die Geringen beleidigt, ist wie ein Mehlthau, der die Frucht verderbet, Sprw. 28, 3.
Du bist der Germgen Stärke, der Armen Stärke in Trübsal, Esa. 22, 4.